21.03.12 09:11 Uhr
 524
 

Altersvorsorge für Selbstständige bald Pflicht?

Offenbar plant Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen eine Pflichtversicherung für die Altersvorsorge von Selbstständigen. Allerdings wird diese neue Regelung nur die betreffen, welche derzeit unter 30 Jahre alt sind. Die 30 bis 50-Jährigen sollen hingegen nur schwach betroffen sein.

Alle Selbstständigen über 50 sind demnach gar nicht von den neuen Plänen betroffen. Auch werden diejenigen, welche unter 400 Euro im Monat verdienen von der Pflicht ausgenommen sein.

Die Grünen sehen dieses Vorhaben zwar als grundsätzlich positiv an, weisen aber daraufhin, dass die Selbstständigen mit geringem Verdienst dann in die gesetzliche Versicherung gehen und die Kosten der Krankenkassen somit deutlich steigen werden.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Marius2007
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Die Grünen, Pflicht, Ursula von der Leyen, Altersvorsorge, Selbstständige
Quelle: www.welt.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Ursula von der Leyen kritisiert Political Correctness
Ursula von der Leyen warnt Donald Trump vor Zugeständnissen an Russland
Ursula von der Leyen musste vor Amtsantritt erstmal Verteidigungsministerium googeln

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
21.03.2012 09:24 Uhr von xevii
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
und im endeffekt bedeutet das was? rüruppverträge von unter 30 jährigen bekommen 200+500 euro einmalig startgeld? -.-
Kommentar ansehen
21.03.2012 09:37 Uhr von no_trespassing
 
+10 | -0
 
ANZEIGEN
Einzahlen und nichts rausbekommen: Man wird zum Sparen gezwungen, bekommt aber keine Leistung mehr.

Meine Eltern waren selbstständig, haben jahrzehntelang eingezahlt und bekommen heute eine Rente, die nicht zum Leben und nicht zum Sterben reicht.

Die Politik weiß ganz genau, dass ihr in der Zukunft die Lohndumping-Schiene um die Ohren fliegt, denn daran bemessen sich die Sozialversicherungsbeiträge.
Kommentar ansehen
21.03.2012 09:41 Uhr von Jolly.Roger
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
kleiner Fehler: Im letzten Absatz steht was von "die Kosten der KRANKEN-Kassen somit deutlich steigen werden."

Es geht um die Altersvorsorge. Also sind hier auch die RENTEN-Kassen gemeint.
Man befürchtet, dass viele Selbständige mit geringem Einkommen in die gesetzliche ALTERS-Vorsorge wechseln, dort einzahlen und eben im Alter auch rausnehmen.

Für einen Vollzeit arbeitenden Selbständigen sollte die private Altersvorsorge etwas ganz selbstverständliches sein. 400 Euro ist jetzt auch nicht übertrieben, bei mir ist es aktuell über das doppelte. Schaut euch doch mal den Lohnzettel eines Angestellten an, wie hoch dort die Beiträge zur Rentenversicherung sind.

Viele werden es sicher als Bevormundung empfinden, aber es gibt leider auch einige, die sich keine Gedanken um ihre Rente machen. Und im Alter dann von der Gemeinschaft leben müssen.

Dabei ist es doch schon ein Riesen-Vorteil, sich als Selbständiger die Art und Höhe der Altersvorsorge aussuchen zu können. Da ist vieles besser als die gesetzliche Rente....


"rüruppverträge von unter 30 jährigen bekommen 200+500 euro einmalig startgeld?"

Nein.
Jeder Selbständige über 400,- Einkommen soll/muss ca. 400,- für seine Altersvorsorge zur Seite legen.
Wer nimmt denn schon Rürupp?

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
Kommentar ansehen
21.03.2012 09:43 Uhr von Delios
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Hmmm: schon die 2. Nachricht in dieser Rubrik in letzter Zeit.
So langsam komm ich ins Grübeln.
Als ich mich selbständig gemacht hab, hab ich Formulare ausgefüllt um mich von der Rentenversicherungspflicht für 3 Jahre zu befreien. Im Umkehrschluss müsste das doch bedeuten, dass ich danach wieder einzahlen müsste.
Also wozu diese Forderung der Bundesarbeitsministerin?
Kommentar ansehen
21.03.2012 10:32 Uhr von moddey
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
@jolly: ->"Jeder Selbständige über 400,- Einkommen soll/muss ca. 400,- für seine Altersvorsorge zur Seite legen.
Wer nimmt denn schon Rürupp?"

Es kann nicht sein das ich als Selbständiger gezwungen werde mein Geld einer Versicherungsgesellschaft in den Rachen zu schmeißen. Wenn dann gesetzliche Rente für alle.

Vor allem wenn ich als 41 jähriger Anfange in eine Versicherung welcher Art auch immer einzuzahlen, werde ich mit 65 keine Rente bekommen von der ich Leben könnte.
Das hat die Politik schon seit jahrzehnten Verpennt eine sinnvolle Rentenversicherung für alle einzuführen.
Um aus dem Dilemma rauszukommen muss die Poltik jetzt einmalig viel Geld in die Hand nehmen und jedem Selbständigen der Anfängt in eine gesetzliche RV einzuzahlen eine Rente in Höhe der Durchschnittsrente garantieren. Auch wenn er nur noch 1 Jahr einzahlen kann, weil er kurz vor der Rente steht.

Alles andere wäre sinnlose Enteignung.

Also zahle ich lieber weiter mein Haus ab und lege mein Geld so an wie ich es möchte.
Kommentar ansehen
21.03.2012 11:01 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
moddey: "Also zahle ich lieber weiter mein Haus ab und lege mein Geld so an wie ich es möchte. "

Das sehe ich genauso.

Und natürlich haben sie es verpennt, eine vernünftige Renterversicherung für alle zu schaffen, aber mal im Ernst: Das Rentensystem ist so oder so am Ende. Ich bin heilfroh, dass ich da nicht auch noch mitmachen (sprich mitzahlen) muss. Immer höhere Beiträge und immer geringere (Real-)Renten. Das ist mit Sicherheit egoistisch, aber damit kann ich leben.
Kommentar ansehen
21.03.2012 11:33 Uhr von The Roadrunner
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@moddey: und was machst du als Rentner, wenn das: Geld nicht reicht?!
Hartz IV beantragen und vom Staat die finanzielle Unterstuetzung holen, die du im Alter nicht hast, weil du nicht einzahlen musstest. Oder moechtest du mit 75 (oder gar noch aelter) arbeiten wie als 40 jaehriger? Dann kann ich dir sagen, dass dies nicht funktionieren wird.
Ich kenne jemanden, dem geht das naemlich so - hat nie eingezahlt und bekommt damit auch nichts.

Das ganze ist ein Zweischneidiges Schwert und ich kann beide Seiten verstehen.

Was ich aber an der Aktion ganz doll bemaengeln muss ist folgendes:
Die jungen Selbstaendigen, die gerade erst am Anfang stehen, sich etwas aufzubauen, sollen zahlen; woher sollen sie das am Anfang nehmen?
Und 2.: warum sollen nur die Jungen zahlen? Doch wohl nicht, weil man damit ein kleines Polster schaffen moechte fuer die Aeltern, (nur fuer den Teil, die nicht eingezahlt haben) die man dann finanziell abfangen muss (ueber Hartz IV-Zuschuesse).

So kann man das definitiv _NICHT_ machen.
Kommentar ansehen
21.03.2012 12:02 Uhr von moddey
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@roadrunner: Genau so ist es. Wenn das Geld im Alter nicht reicht muss ich Hartz4 beantragen. Das muss ich aber auch wenn ich jetzt mit Ü40 Anfange in eine Versicherung einzuzahlen. Denn wie schon gesagt ich bekomme niemals soviel raus das ich davon Leben kann.
Entweder so machen wie ich es oben beschrieben habe, alle zahlen in eine gesetzliche Rente ein und den älteren Selbständigen die so keine Lebensunterhaltsichernde Rente erwerben können muss eine Rente in der Durchnschnittshöhe garantiert werden. Ich weiß das kostet einige Milliarden, aber nur so kann man einen Systemwechsel machen.

Alternativ alles so lassen wie bisher. Ich zahl mein Haus ab und habe dann im Alter schon mal keine Miete mehr zu zahlen. Gegenwert im Jahr 2035 schätzungweise ca. 800-1000Euro. Parallel lege ich so viel fürs Alter zurück wie es das Einkommen monatlich zulässt.

Und als jemand der dann nach dem aktiven Arbeitsleben viele Jahre Selbständig war und dem Staat viele Geld durch Steuern und eingenommene Mehrwertsteuern beschert hat möchte ich nicht so behandelt werden wie jemand der nie gearbeitet hat.

[ nachträglich editiert von moddey ]
Kommentar ansehen
21.03.2012 12:41 Uhr von xevii
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
mein fehler.

[ nachträglich editiert von xevii ]

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Ursula von der Leyen kritisiert Political Correctness
Ursula von der Leyen warnt Donald Trump vor Zugeständnissen an Russland
Ursula von der Leyen musste vor Amtsantritt erstmal Verteidigungsministerium googeln


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?