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Kino.to: Prozess gegen einen der mutmaßlichen Drahtzieher beginnt

Heute Nachmittag beginnt am Landgericht Leipzig der Prozess gegen Bastian P., er gilt als einer der Drahtzieher des illegalen Internet-Filmportals "Kino.to". Die Staatsanwaltschaft wirft ihm die Verletzung des Urheberrechts in über 1,1 Millionen Fällen vor.

Der Angeklagte ist geständig, insgesamt wurden 13 Personen verhaftet, einige von ihnen wurden bereits zu teilweise mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Mit dem Portal erwirtschafteten die Betreiber durch Online-Werbung mehrere Millionen Euro.

Auf Konten der Beschuldigten entdeckten die Ermittler etwa 2,5 Millionen Euro. Durch den Fall "Kino.to" ist eine Debatte um das Urheberrecht im Internet entbrannt.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Kino, Prozess, Drahtzieher
Quelle: www.mdr.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.03.2012 12:40 Uhr von bingegenalles
 
+2 | -1
 
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Gesetz: Verhandlungssaal 1.
Bastian P. Todes Strafe mit anschliesender Sicherheitsverwahrung

Verhandlungssaal 2

Massenvergewaltiger und bekannter Kinderschänder

3 Jahre davon die letzten 2 auf bewährung wegen seiner schweren kindheit
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20.03.2012 12:44 Uhr von Kamimaze
 
+1 | -5
 
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@bingegenalles: Die Verletzung des Urheberrechts in 1,1 Mio Fällen mit Sexualdelikten zu vergleichen ist reine Polemik!

Und wenn es völlig legal ist, urheberechtlich geschützte Werke kostenlos anzusehen oder runterzuladen, dann möchte ich bitte auch einen Ferrari und eine Luxus-Yacht kostenlos haben...;)
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20.03.2012 12:53 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+1 | -0
 
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"Durch Streaming -: und Downloadportale entgehen der Film- und Musikindustrie so und so viel Geld. Und wenn das so weiter geht, wird es bald keine neuen Filme und keine neue Musik mehr geben."

So, oder so ähnlich klingen die Argumente der Film- und Musikindustrie.
Bei dieser (jedem mitlerweile bekannten) Argumentation werden aber mehrere gravierende Fehler gemacht:
1. Die Rechnung geht nicht auf, denn nicht jedesmal wenn sich jemand einen Film im Internet anschaut, wäre er, gäbe es das Internet nicht, ins Kino gegangen.
2. Leute, die sich Streams im Internet anschauen, sind i.d.R. filmbegeisterte Menschen, die statistisch gesehen (wenn sie sich gerade mal keinen Stream ansehen) häufige Kinogänger sind.
3. Wenn die Filmindustrie immer mehr Geld verliert, weil die Leute nicht mehr ins Kino gehen, wie kann es dann sein, dass die Produktionen neuer Hollywoodstreifen immer kostenintensiver wird?


Durch das Internet ist eine neue Ära des Medienkonsums angebrochen, auf das man die alte Denke nicht einfach auf Biegen und Brechen übertragen kann. Und was auch zu einfach wäre, ist die Vorstellung, das Urheberrechte auf eine neue Erfindung (z.B. der elektrische Bleistiftanspitzer) 1:1 auf sog. "geistiges Eigentum" zu übertragen wäre. Wann immer etwas "neu" ist, ist es in irgendeiner Form schon einmal da gewesen. Etwas, dass in jeglicher Form "neu" wäre, dürfte keine Form und keine Farbe, keinen Geruch und keine Beschaffenheit haben, es dürfte ja noch nicht einmal einen Schatten werfen.

Die Rede ist von Kulturgenen (auch: Memen), die IMMER eine Variation oder Rekombination sind. NIEMAND dürfte Beat-Musik produzieren, weil er sich dabei (häufig ohne es zu wissen) am geistigen Eigentum der Beatles bedient. Und genau dies ist der Punkt: Die Songs der Beatles sind das kulturelle Erbe, dass diese Gruppe den Menschen hinterlässt. Man kann vielleicht die Vermarktungsrechte "besitzen" - und sie für Klopapierwerbung benutzen. Deshalb gehört einem die Musik aber doch nicht.

Der Prozess ist in Leipzig ist von höchster Wichtigkeit. Hoffen wir, dass er gut ausgeht. Davon hängt eine Menge ab.

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]

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