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Piraten unterstützen Schule ohne Atomstrom

Die Gesamtschule Schinkel und die Diesterwegschule in Osnabrück haben unter dem Eindruck der Katastrophe in Fukushima einen Entschluss gefasst: Kein Atomstrom mehr für die Schule.

Die Piratenpartei Niedersachsen unterstützt die Schulen bei ihrem Vorhaben. Die Piraten nutzten zufällig die Aula der Gesamtschule für einen Parteitag. Spontan haben sie 500 Euro gespendet, als sie Wind von der Sache bekommen haben. Die Schule informiert über das Projekt ausführlich in ihren Räumen.

Über ein Jahr liefen die Vorbereitungen. Es gab Aktionen und es wurden Spenden gesammelt. Am 1. April wird nun der Atomstrom für die Schule endgültig abgeschaltet. Die Schule bekommt dann Strom aus Wasserkraft. Auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schule liefert bereits Strom.


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WebReporter: aap
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Schule, Unterstützung, Piraten, Atomstrom
Quelle: www.anti-atom-piraten.de

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20.03.2012 12:35 Uhr von Abdul_Tequilla
 
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Kann man Deutschland ohne Atomstrom versorgen? "Sicherlich. Mit Kohle. Aber ist das so viel besser? Wind und Solar decken gerade mal einen Bruchteil - und die sog. nachwachsenden Rohstoffe führen zu Monokulturen, was Maisfelder (soweit das Auge reicht) bedeutet."
So (oder so ähnlich) klingen die Argumente der Skeptiker. Kurz: Alternative Energien schön und gut, der Atomausstieg scheitert aber an der Machbarkeit.


Ich sage: "Ein wenig mehr Optimismus wäre angebracht."
Es gibt (grob betrachtet) 5 Faktoren, die dazu führen, dass der Atomausstieg klappt:

1. Alternative Energien werden billiger und effizienter. Billiger, weil der weltweite Konkurrenzdruck (etwa bei der Produktion von Photovoltaikmodulen) steigt, effizienter, weil zeitgleich auch an besseren Photovoltaikmodulen geforscht wird. Meine Prognose: Noch 10 Jahre und es gibt diese Platten für 100 € bei Aldi zu kaufen.

2. Energieabnehmer werden effizienter (d.h. sparsamer). Das gilt für die LED-Lampe, den LCD-Bildschirm oder die Produktionsmaschine in der Industrie.

3. Der Druck nimmt zu: Das Datum der Abschaltung des letzten Atommeilers ist gesetzt. Damit wird ein Druck auf Industrie und Wirtschaft gelegt, der 1.) und 2.) zusätzlich beflügelt.

4. Die Gesamtschule Schinkel und die Diesterwegschule in Osnabrück (die in diesem Zusammenhang freilich nur exemplarisch genannt werden) haben das Problem erkannt, geben dies an ihre Schüler weiter, die ihrerseits ein Bewusstsein für die Notwendigkeit alternativer Energien entwickeln.

5. Die Piraten (die in diesem Zusammenhang freilich nur exemplarisch für ein politischen Umdenken genannt werden) haben das Problem erkannt und unterstützen die Gesamtschule mit 500€

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]
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20.03.2012 13:59 Uhr von aap
 
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Falsche Fakten der MiaWuaschd: @MiaWuaschd:
Aus der Meldung der Schule selbst: "..haben die Schulgemeinschaften der Gesamtschule Schinkel und der benachbarten Diesterwegschule in den Monaten August bis Dezember 2011 über 7000 Euro zusammengetragen."

Was Du schreibst, klingt sehr nach Desinformation und scheint inhaltlich falsch zu sein. Die von Dir angegebene Quelle gibt nicht die von Dir verbreitete (Falsch-)Information wieder.

Natürlich zahlt "der Steuerzahler" auch den Atommüll. Die Menschen bezahlen alles. Schließlich sind sie die ultimative Wertschöpfungsquelle und die ultimativen Konsumtreibenden.

==

Parteien nutzen öffentliche Einrichtungen für ihre Veranstaltungen. Die Schule war zum fraglichen Zeitpunkt (Wochenende) natürlich für Schüler geschlossen.

Vertreter von Parteien dürfen auch an Schulen, allerdings gelten hier besondere Richtlinien und Anforderungen an eine entsprechende Veranstaltung. So dürfen nicht einseitige, parteipolitische Veranstaltungen vor den Schülern abgehalten werden. Eine Podiumsdiskussion, bei der das breite politische Spektrum anwesend ist, ist beispielsweise möglich.

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