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Lindner soll für NRW-FDP das Unmögliche erreichen

Mit diesem Coup hat Christian Lindner für eine Überraschung gesorgt: Der im Herbst zurückgetretene FDP-Generalsekretär führt seine Partei als Spitzenkandidat in die Landtagswahlen von Nordrhein-Westfalen.

Übers eine Motive kann gerätselt werden. Hofft er auf eine Wiedereinzug in den NRW-Landtag? Oder ist die Kandidatur nur eine Pflicht gegenüber seiner schwer angeschlagenen Partei? Einige Kommentatoren meinen, Lindner würde die Wahlniederlage letztlich nicht angelastet, wohl aber FDP-Chef Rösler.

Ein Erfolg ist jedoch unwahrscheinlich. Der 14-Prozent-Erfolg bei der letzten Bundestagswahl wirkt im Nachhinein eher wie ein Sieg mangels geeigneter Alternativen. In den meisten europäischen Staaten dümpeln die (wirtschafts)liberalen Parteien vor sich hin.


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WebReporter: mbln
Rubrik:   Politik
Schlagworte: FDP, Kandidat, NRW, Christian Lindner
Quelle: www.berlinerumschau.com

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.03.2012 10:22 Uhr von Bildungsminister
 
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Bis heute schweigt sich Lindner über die Gründe seines Rücktrittes aus, und es würde ihn, und eventuell die FDP auch, ein Stück weit glaubwürdiger machen, wenn er hier Klarheit schaffen würde. Zwar munkelt man, dass es primär an Rösler selbst lag, aber das sind eben nur Gerüchte.

Davon ab, glaube ich kaum, dass Lindner der richtige Mann für diesen Job ist. Mittlerweile muss man bei der FDP ja von einer Boy-Group sprechen, wo man hin und wieder versucht ist beim Eintritt nach dem Ausweis zu fragen. Davon ab empfinden viele Menschen, ich auch, Lindner, wie auch viele andere FDP-Politiker, als selbstgefällig und überheblich, geradezu arrogant. Da werden sie wohl die Masse der Wähler kaum mit ansprechen können.

Die eigentliche Frage welche man sich heute fragen muss ist jene danach, wozu FDP wählen? Sie konnten in der Realpolitik keine ihrer Positionen durchsetzen, und so sehr ich grundsätzlich den liberalen Gedanken an sich schätze, regieren sie nicht zuletzt mit einem Partner, der eben diesem Gedanken nicht viel abgewinnen kann. Davon ab ist Liberalismus bei Licht betrachtet mindestens genauso Utopie wie soziale Gerechtigkeit, oder Gleichheit für alle.

Ich weiß nicht ob die FDP in NRW die 5% schaffen wird, ich befürchte es beinahe, aber das wird nichts daran ändern, dass die FDP ähnlich wie vor ein paar Jahren, nicht mehr viel zu melden hat in der Politik. Ein großes Problem für die CDU, verliert sie damit doch ihren Koalitionspartner. Und so sehr sich die CDU nun an die Grünen heran wirft, es steht doch außer Frage, dass diese beiden Parteien nicht zusammen passen.

Lindner selbst spekuliert am Ende wohl nur darauf, dass Rösler scheitert, so dass er wieder in die obere Riege der FDP vorstoßen kann. Ein Scheitern in NRW wird wohl nicht ihm sondern Rösler angelastet werden. Am Ende ein geschickter Schachzug, aber wohl kaum im Sinne der FDP.
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19.03.2012 17:05 Uhr von ArrowTiger
 
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Alles hat ein Ende denn mal tschüß, F.D.P...

=8-D

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