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Ließ sich Christian Wulff Wohlwollen bei Gestaltung des Medienrechts abkaufen?

Auch nach seiner Abdankung reißen die Meldungen um Ex-Bundespräsident Christian Wulff (CDU) nicht ab. Unter dem Rubrum "Vorteilsnahme" wird offenbar umfangreicher ermittelt, als bisher bekannt. Bislang unbekannte Reisen Wulff nach Sylt und München rücken in den Fokus.

Gönner Wulffs war demnach abermals David Groenewold. Laut Aktenvermerk der Ermittler könnte der Filmunternehmer im Gegenzug für "allgemeines dienstliches Wohlwollen im Rahmen der Gestaltung des Medienrechts" für anfallende Ausgaben zur "vereinbarten Stimmungspflege" aufgekommen sein.

Die Staatsanwaltschaft fordert von der Staatskanzlei Hannover die Herausgabe sämtlicher relevanter Datenträger. IT-Spezialisten sollen notfalls gelöschte Daten wieder herstellen. Derweil bekräftigte AWD-Gründer Carsten Maschmeyer via "Bild am Sonntag" seine Freundschaft zu Christian Wulff.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Ermittlung, Bundespräsident, Christian Wulff, Gestaltung
Quelle: www.handelsblatt.com
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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.03.2012 12:21 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+14 | -2
 
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Worüber hat man sich unterhalten? Über Leistungsschutzrecht, Rundfunkänderungsstaatsvertrag, Medienstaatsvertrag, PIP, SOPA oder ACTA... ??

Sehr interessant, dieser Zusammenhang. Frau Merkel, eine Meisterin der Berlusconisierung (man beachte die Neubesetzung von Ämtern bei den Öffentlich Rechtlichen), hatte möglicherweise gute Gründe, Herrn Wulff zu "fördern.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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17.03.2012 13:09 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+13 | -2
 
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Apropos: Schon mal aufgefallen wie wenig die Medien über die neuen Vorwürfe berichten?

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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17.03.2012 18:18 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -5
 
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Joah und wenn er die gegenteilige Meinung vertreten hätte, würde man nun eine Verbindung zu Rapidshare unterstellen?

Ich meine, man kann alles auch übertreiben - vor allem da das Ziel des Rücktritts ja nun erreicht ist.

@ tsunami: auf welcher rechtlichen Grundlage wäre das? Oder fändest du die Vorstellung nur Klasse?
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18.03.2012 10:24 Uhr von mort76
 
+1 | -0
 
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Roadrunner, welches Ziel wurde denn erreicht?
Er bekommt nun massig Kohle fürs nichtstun, und dazu wahrscheinlich noch irgendeinen lukrativen Job, wo er ebenfalls nix tun muß außer "seine Beziehungen zu nutzen".

Der Mann gehört in den Knast, nicht in die luxuriöse Frührente!
Groenewold und Maschmeyer kann er gleich mitnehmen, als Zellenkumpels.

Jedenfalls sieht man hier mal wieder, aus welchem Grund unsere Herrschaften so großzügig sind in puncto "Leistungsschutzrecht" und Co.- die Verlage haben genug Geld, um das Wohlwollen unserer Regierigen einzukaufen...scheißegal, was das fürs Volk bedeutet.

Ganz abgesehen davon, Roadrunner: hier geht es nicht um Unterstellungen, sondern um Ermittlungserbebnisse. Das hat sich niemand ausgedacht- das sind wohl eher die Folgen der Hausdurchsuchungen.

Wie erklärst DU dir denn die Freigiebigkeit seiner Freunde, die ja nun nicht unbedingt als Wohltäter bekannt sind, sondern eher als Abzocker und Betrüger (wie Groenewold mit seiner Briefkastenfirma, für die der Steuerzahler mit Millionenbeträgen bürgte, obwohl diese Firma nie auch nur einen Film produzierte? Als Dank für die Bürgschaft gabs -tada- eine kostenlose Reise...)?

Glaubst du wirklich, die würden aus purer Nächstenliebe und ohne Gegenleistung Reisen verschenken?
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18.03.2012 15:23 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -0
 
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@ mort: Du verstehst mich da etwas falsch.
Ich finde es sehr sinnvoll, wenn man versucht, Wulff aufgrund der bereits bestehenden massiven Vorwürfe Vorteilsnahme oder ähnliches nachzuweisen.
Jedenfalls deutlich sinnvoller als dass man nun bei jeder Entscheidung, die er je getroffen hat, und bei jeder Ansicht, die er je hatte, ein unlauteres Verhalten nachweisen zu wollen.

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