16.03.12 15:58 Uhr
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"Kitsch as Kitsch can" - Kritik an Joachim Gaucks Bestseller-Essay "Freiheit"

Journalist Robert Misik kritisiert Joachim Gaucks Bestseller "Freiheit" als Werk überschaubaren geistigen Tiefgangs und Leser-Abzocke. Das Essay biete für zehn Euro nur 62 Seiten, davon "gefühlt jede dritte nicht bedruckt". Mit dem Gewinn laufe Gauck Gefahr, die Vorteilsnahme seines Vorgängers zu toppen.

Schnell, so der Österreicher, stelle der Leser fest, dass das Taschenbuch außer "neoliberaler Agitation" und Plattitüden wenig biete. Gauck komme nicht in den Sinn, dass eklatanter Mangel mitunter "extrem freiheitseinschränkende Wirkungen" entfalten könne, etwa Chancengerechtigkeit ausschließe.

Im Teil zwei des "schnell lesbaren Pamphlets", glossiert Misik, erweitere der 72-Jährige das Thema um den Begriff der Verantwortung und präsentiere zur Veranschaulichung Geschichten "von geradezu anheimelnder intellektueller Schlichtheit". Beim Studieren der Lektüre drohe der Leser einzunicken.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kritik, Freiheit, Joachim Gauck, Bestseller, Kitsch, Essay
Quelle: www.misik.at

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.03.2012 15:58 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Vorneweg: Die News ist nicht ansatzweise ein Ersatz für die geschliffene Kritik Misiks – daher unbedingt selbst lesen ;-) Meine Befürchtung:Wird der immer offenkundiger zu Tage tretende soziale Bruch in der Gesellschaft nicht DURCH Gauck, dann AN Gauck deutlich.

Endet hier bald der nächste Bundespräsident auf der Abschussliste der Blogger-Gemeinde? Wird uns hier möglicherweise ein stockkonservatives Fossil vor die Nase gesetzt, welches den Blick auf die sich öffnende soziale Schere der Gesellschaft mit Anekdoten aus der DDR zuzukippen versucht ? Wird Gauck am Ende womöglch als Apologet eines Systems enttarnt, dessen Freiheitsbegriff an der Stelle endet, wo jeder Ansatz einer sozialen Marktwirtschaft beginnt?

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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16.03.2012 17:14 Uhr von mort76
 
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super damit sind wir den Amis ja mal einen weiten Schritt voraus:
ein evangelischer Pastor als Staatsoberhaupt- das wünscht man sich für einen säkularen Staat...

Ansonsten bewundert er Sarrazin, hat nichts gegen Vorratsdatenspeicherung, ist dafür aber ein Gegener von WikiLeaks und der Occupy-Bewegung, findet Hartz4 toll, findet den Afghanistan-Einsatz toll, findet die "Rente mit 67" toll, ist gegen den Atomausstieg, findet den Neoliberalisus toll, der uns in mehrere Krisen in Folge stürzte, spricht sich für die Verfassungsschutzüberwachung der Linkspartei aus...da fällt ein blödes Buch ja kaum ins Gewicht.

Toll. Da kommt Begeisterung auf...der paßt zu dieser Regierung wie der Arsch auf den Eimer.

[ nachträglich editiert von mort76 ]
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16.03.2012 18:28 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Check macht aus Teil-2 ---> "Teil zwei".

Oh weh....

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