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"Linken"-Politiker Oskar Lafontaine fordert 75 Prozent Reichensteuersatz

Der Wahlkampf hat begonnen und die Politiker stellen ihre Forderungen vor. So auch der "Linken"-Politiker Oskar Lafontaine, der sich für eine massive Reichensteuer von 75 Prozent ausspricht.

"Kein Millionär wird arm, wenn der Einkommensteuer-Spitzensatz für jeden Euro über einer Million bei 75 Prozent liegt. Nach dem Krieg, bis 1953, lag der Spitzensteuersatz in Deutschland bei der Einkommensteuer ab einem Einkommen von 250.011 Mark bei 95 Prozent. Und keiner ist gestorben", so der Politiker.

Es wird spekuliert, dass Lafontaine bei der Bundestagswahl als Spitzenkandidat der "Linken" antreten wird.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Prozent, Steuer, Politiker, Oskar Lafontaine
Quelle: www.welt.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.03.2012 13:59 Uhr von vorhaengeschloss
 
+12 | -16
 
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Ganz großes Kino! Da arbeitet man für sein Geld und wird dafür auch noch bestraft.

Wie hoch ist eigentlich das Einkommen eines Herrn Lafontaine?
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16.03.2012 14:03 Uhr von Timmer
 
+12 | -8
 
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Schön und gut: Der linke Fuzzi spricht ja gern das aus, was die meisten hier in Deutschland ja in ihren Stammkneipen denken...

Wenn sich aber der Alkohol im Kopf lichtet sollte jedem klar sein: Bei einer so hoch gesetzten Reichensteuer wird es hier bald keine Reiche mehr geben, weil die dann alle nen Abflug ins Ausland machen und da ihre Geschäfte weiterleiten.
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16.03.2012 14:13 Uhr von CoffeMaker
 
+12 | -8
 
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"Da arbeitet man für sein Geld und wird dafür auch noch bestraft."

Der war gut ^^^Welcher Multimillionär oder Multimilliardär arbeitet denn noch so das das was er verdient im Verhältnis steht wie der Arbeiter mit seinem Einkommen? Kaum einer. Die meisten lassen ihr Geld arbeiten.
Den Spruch "die erste Million ist immer die schwerste" gibt es nicht umsonst.

Es könnte durchaus nicht schaden diesen Steuersatz über 5-10 Jahre einzuführen damit die Unter und Mittelschicht wieder etwas zu Luft kommt.
Gleichzeitig wird das wachsen der Geldmenge die brach liegt etwas gedrosselt, der Konsum unten erhöht sich was auch wieder die Wirtschaft ankurbelt, neue Arbeitsplätze und vielleicht auch mal eine gerechtere Entlohnung.

Aber ich denke das ist nur Wahlkampf, nnach der Wahl wird sich wieder keiner erinnern das man das wollte oder es werden Schätzungen gemacht das es nicht geht. :)

@Timmer dafür gibt es Möglichkeiten diese zu unterbinden. Wer sein Geld hier macht oder machen will zahlt den Preis, er kann aber auch auswandern und woanders seine Geschäfte machen ist nur die Frage ob er zb. in Afrika den gleichen Gewinn machen würde weil die erst garnicht das Geld haben :) Kannst du drehen wie du willst :)

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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16.03.2012 14:21 Uhr von machi
 
+6 | -4
 
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@vorhaengeschloss: Du verdienst mehr als 1 Mio Euro??? Bist du Chef von RWE?

@Einkommen vom Lafontaine: Kann man auf der Linken Seite des Bundes nachlesen, die veröffentlichen ihre Bezüge ... nicht wie der Club der Unbestechlichen

So sehr ich den Oskar mag, aber 75% ist mal wieder nen km übers Ziel hinaus.
Ich bin auch gegen Krieg, aber aus der NATO austreten???

Die denken leider auch keinen Moment pragmatisch :(, schade, dabei hat die Linke so gute Ansätze :(

[ nachträglich editiert von machi ]
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16.03.2012 14:25 Uhr von zabikoreri
 
+4 | -7
 
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Wer in den ´Genss´ dieses Steuersatzes: kommt, wird wohl keine Probleme haben, sein neues Domizil irgendwo anders auf der Welt aufuzuschlagen. Dann guckt Oskar ganz schön dumm aus der Wäsche wenn in Deutschland fast nur noch Harz IV-Empfänger, Beamte und Rentner leben.

Statt so einen Unfung zu fordern, wäre es viel sinnvoller, endlich die ganze Steuer zu vereinfachen und anzuwenden, so dass wirklich jeder das zahlt, was er zahlen soll. Dann wäre mit Sicherheit mehr im Staatssäckel als mit solchen blödsinnigen Vertreibungsaktionen!
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16.03.2012 15:05 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+11 | -8
 
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Lafontaine hat völlig recht - nur merkt es keiner: Na ja, der kommende französische Staatspräsident Francois Hollande wird hier erwähnte 75-prozentige Reichensteuer in die Praxis umsetzten. Nicht umsonst gehen die Franzosen glücklich mit 60 in Rente - und diese fällt obendrein durchschnittlich 50% höher als in Deutschland aus.

Leider ist der Durchschnittsdeutsche durch die Endloskassetten Springers, Bertelsmanns und Burdas derart infiltriert, dass er gar nicht mehr versteht, was für konkret positive Auswirkung das Beenden der Umverteilung für ihn hätte. Offenbar gibt es darüberhinaus naive Menschen, die glauben, mit 5.000 Euro Monatsgehalt bereits von Lafontaines Plänen gefährdet zu sein. Doch das Gegenteil ist der Fall: Sie profitieren.

Fakt ist: Durch eine 75-Prozent-Steuer flöße ein Teil all der Billionen-Ausgaben für Rettungsschirme in Europa von den Konten jener Klientel in die Kassen des Bundes zurück, deren Fehlinvestments unter Schwarz-Gelb bereits im vierten Jahr in Folge sozialisiert werden. Seltsamerweise regt sich hierzulande keiner über die Enteignung der kleinen Leute auf, erkennen nach wie vor viele die Zusammenhänge nicht.

Fakt ist: Deutschland hat kein Ausgaben-, sondern ein massives Einnahmenproblem.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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16.03.2012 15:05 Uhr von mmk1988
 
+5 | -3
 
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75% ist schon etwas übertrieben. damit vergrault man wohl die meisten der oberen 10k.
allerdings muss sich bald etwas an diesem niedriglohnniveau ändern.
nur wie kann man für 80mio menschen mit derart verschiedenen einkommen einen guten mittelweg finden ohne das "reiche" auswandern oder der pöbel zu stark belastet wird? in irgendeinem lebensszenario(egal wie das nun aussehen mag) hat man doch immer die arschkarte gezogen.
aber da zurzeit laut einschlägigen quellen (bin zu faul jetzt extra links rauszusuchen) jeder 4. arbeiter ein niedriglöhner ist(an denen dann oft noch nette zeitarbeitsfirmen verdienen), sollte man eventuell etwas für diese gruppe ändern.
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16.03.2012 15:20 Uhr von bibip98
 
+7 | -5
 
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so klug Lafontaine manchmal ist aber hier ist er einwandfrei beim Aufstehen ausgerutscht und aufs Hirn gefallen.
Will er dass die Reichen sich ins Ausland absetzen?
Dass Firmen ins Ausland verlagert werden?
Schweden hatte mal (zur ABBA-Zeit) solche Steuergesetze. Das Ergebnis war, dass z.B. ABBA ihre Steuern in einem Gastland zahlten. Irgend wann begriffen das auch mal die Dümmsten eines Volkes (die Politiker) und senkten den Spitzensteuersatz.
Ob das Lafontaine auch mal begreift? Aber ich nehme an, er hat das nur aus Populismus von sich gegeben. In Hinblick auf die NW-Wahl.
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16.03.2012 16:37 Uhr von quade34
 
+4 | -6
 
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warum eigentlich nur 75%: für 100% sind doch die Bolschewiken bekannt. Allen alles wegnehmen und die Verteilung so organisieren, dass der kleine Mann nichts bekommt, ausser der Genugtuung, es trifft ja nur die Reichen. Lafontaine for President der New Sowjetrepublik.
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16.03.2012 18:22 Uhr von CoffeMaker
 
+4 | -2
 
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"Schweden hatte mal (zur ABBA-Zeit) solche Steuergesetze. Das Ergebnis war, dass z.B. ABBA ihre Steuern in einem Gastland zahlten."

Das ist Blödsinn. ABBA sind ihrem Land treu geblieben. In ABBA-Der Film werden sie glaub ich sogar drauf angesprochen.

Das ist Panikmache. Es wird immer Gierhälse geben die flüchten (wie Schuhmacher) aber es wird auch welche geben die bleiben (Bohlen). Wer mehr hat kann auch mehr abgeben, einer der 75% von ner Million abgeben muss hat trotzdem noch soviel wie 10 Arbeiter im Jahr verdienen.
Dieses Gejammer ist erbärmlich, ehrlich.

@quade34 nu übertreib nicht. Vom Kommunismus sind wir selbst bei 75% Steuer noch weit entfernt.
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18.03.2012 10:10 Uhr von speculator
 
+2 | -2
 
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Warum keine Steuererhöhung??? In den 80er-Boom-Jahren unter Kohl lag der Spitzensteuersatz auch noch über 50%. - Warum soll dann in der jetzigen akuten Finanzkrisenzeit keine Steuererhöhung gerechtfertigt sein???

Und von wegen der Kapitalflucht: diejenigen die den Hals nicht voll kriegen schaffen ihr Geld sowieso ins Ausland, unabhängig vom Steuersatz, siehe den "Einzelfall" Herrn Zumwinkel, der nachweislich über 20 Jahre lang fleißig Steuern hinterzogen hat.

Und wäre die internationale Politik wirklich die Interessenvertretung der Völker (=Menschen) und Nationen, dann sollten die sich (nicht nur EU-weit) leicht auf einheitliche hohe Steuersätze einigen können (vor allem auf "Kapitalerträge") und "Steueroasen" zu "Schurkenstaaten" erklären können.
- Aber genau das Gegenteil wird praktiziert und die Mehrheit der Menschen lässt es sich einfach gefallen und ist darum selber Schuld dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden...
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19.03.2012 16:47 Uhr von ArrowTiger
 
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Immer dieses Märchen Immer dieses Märchen von der Steuerflucht der Millionäre, sollte der Spitzensteuersatz erhöht oder eine Reichensteuer eingeführt werden...

Es gab schon deutlich höhere Steuersätze, v.a. auch in Ländern, die nicht gerade kommunistischer Umtriebe verdächtig wären.

Abgesehen davon müssten jene "fluchtwilligen Millionäre" erst mal ein steuergünstigeres Land finden! In der Statistik der OECD stehen wir auf Platz 15. Selbst das Niedrigsteuerland Irland erhebt höhere Steuern als wir.

Die angebliche Abwanderung ist ein Märchen, welches immer mal wieder mal von interessierter Seite aufgeführt wird, in der Realität jedoch auch bei wesentlich höheren Steuersätzen nie auftrat. Jedenfalls nicht in einer Größenordnung, die die Vorteile einer Steuererhöhung irgendwie maßgeblich berührt hätte.

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