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Publizist Henryk M. Broder: Auschwitz sei "ein obszönes Disneyland des Todes"

Der Publizist Henryk M. Broder äußerte sich jetzt kritisch, was das deutsche Gedenken gegenüber dem Holocaust angehe. Die Gedenkstätte Auschwitz sei heute nur noch Ziel eines sogenannten "Gruseltourismus" geworden.

Henryk M. Broder befasst sich in seinem neuen Buch "Vergesst Auschwitz!" mit den deutschen Erinnerungsritualen und der deutschen Politik zum Staat Israel.

"Die sogenannte Erinnerungskultur besteht größtenteils aus Wohlfühlritualen für die Nachkommen der Täter, die sich selbst darin bestätigen, wie vorbildlich sie mit der Geschichte umgehen", sagte der Publizist.


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WebReporter: Saftkopp
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Auschwitz, Disneyland, Publizist, Henryk M. Broder
Quelle: www.rp-online.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.03.2012 13:54 Uhr von kingoftf
 
+20 | -1
 
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Klingt: zwar blöd, aber er hat durchaus recht
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15.03.2012 14:16 Uhr von Patreo
 
+3 | -5
 
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@ Broder: Broder bekommt für seine Aussagen teilweise Zustimmung von den Rechten, weil er angeblich mit seinen Thesen deren Idiologie unterstützen würde.
Ich selbst habe einiger seiner Bücher gelesen und will ihm ein gewisses Charisma und Überzeugungskraft nicht abtuen.
Seine Kritik an der Toleranz halte ich aber für bedenklich, da man sie leicht auch missdeuten kann (siehe NDP)
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15.03.2012 15:50 Uhr von sicness66
 
+6 | -2
 
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Broder: bricht mal wieder den Stab über alle. Woher will er denn wissen, wie sich Menschen fühlen, die zum ersten mal vor Ort sind? Ich war selbst zweimal dort und habe Menschen weinen sehen. Sicherlich gibt es einige, denen das nicht nahe geht. Aber so zu tun, als würde das keinen mehr interessieren und sei dieser Besuch eine Belastung für die deutsche Gesellschaft ist schlichtweg falsch. Die junge Generation wird selbst einen Weg finden, mit dem Thema umzugehen und braucht sicherlich keine Ratschläge der älteren Generation.
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15.03.2012 16:18 Uhr von teslaNova
 
+6 | -1
 
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Was ein Unsinn: Ich habe keine Schuldgefühle wegen damals. Wieso auch. Ich war nicht da um was dagegen zu tun. Also wäre es auch quatsch sich dafür die Schuld zu geben. Aber vergessen sollte man nicht!

Wieso aber sollte man ein KZ, in denen damals soviele Menschen umkamen, vergessen? Das ist totaler Unsinn. Es erinnert uns doch daran, wie grausam Menschen sein können - anderswo auch sind - und hindert uns - hoffentlich - daran, die ganze Geschichte nochmal zu wiederholen. Denn WIR haben so eine Vergangenheit, WIR haben hier noch die alten Lager stehen, dass uns daran erinnert was geschah und genau deshalb müssen WIR es am besten wissen.

Das KZ zu ignorieren bzw. aus der Kultur zu entfernen wäre nur eine Bekennung. Eine Bekennung dazu, zu vergessen und das dürfen wir nicht.

[ nachträglich editiert von teslaNova ]
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15.03.2012 20:18 Uhr von bibip98
 
+2 | -1
 
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Broder hat nicht unrecht dieses Auschwitz Und andere KZs) sind nur noch dafür da um zu zeigen: sehr mal wie wir trauern und uns schämen.. ohne überhaupt nachzudenken was dieses Lager eigentlich ist. Es hat nur noch zwei Funktionen: für die einen der permanente Hinweis: "so wart Ihr, also schämt euch weiter und zahlt". für die anderen: "Wir waren es zwar nicht (das waren die Großväter) aber wir tun mal so, als wenn wir entsetzt wären und persönlich betroffen wären"
Es ist Geschichte geworden, ein Teil der Geschichtsbücher und nicht mehr.
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15.03.2012 21:15 Uhr von Fabrizio
 
+2 | -6
 
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Broder ist ein obskurer Clown: der Rechtspopulisten.

Mit denen will er offiziell zwar nichts am Hut haben, aber da er von denen notorisch Applaus bekommt, könnte vielleicht zu denken geben (vorausgesetzt man will das auch).

[ nachträglich editiert von Fabrizio ]
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16.03.2012 00:45 Uhr von thugballer
 
+2 | -2
 
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@fabrizio: Wenn ich was Wahres sage und Idioten sagen ich hätte recht,
besteht also eine Verbindung zwischen den Idioten und mir?

Interessante NICHT-Ansicht

@patreo
"Seine Kritik an der Toleranz halte ich aber für bedenklich, da man sie leicht auch missdeuten kann"
vorausgesetzt man will das auch
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16.03.2012 01:32 Uhr von Volksfreund
 
+4 | -3
 
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Rechtspopulist? Broder gehört zu der speziellen Volksgruppe der Jooden. Hätte ein deutscher Historiker mit der Aussage "Vergesst Auschwitz" hausiert, hätte man ihn gleich öffentlich gekreuzigt.

Manche sind eben gleich und andere gleicher.
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16.03.2012 10:09 Uhr von Urrn
 
+2 | -1
 
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Was Broder sagt oder nicht sagt ist mir pupsegal. Eine Meinung kann ich mir immer noch selbst bilden und aus der Geschichte ableiten. Und mE sollten auch in Zukunft noch Schulklassen und Touristen dieses "Disneyland des Todes" aufsuchen.
Auch wenn ich die Befürchtung habe, dass die meisten meiner Landsmänner immer noch nicht schnallen, was da vor 70 Jahren passiert ist oder was die angeblich zivilisierten Vorfahren angerichtet haben.

[ nachträglich editiert von Urrn ]

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