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Protest gegen Hartz-IV-Kürzungen bei der Freiwilligen Feuerwehr

Aufwandsentschädigungen für arbeitslose, aber ehrenamtlich tätige Feuerwehrleute sollten keinen Einfluss auf die Höhe ihrer Hartz-IV-Bezüge haben.

Dafür hat sich am gestrigen Mittwoch die Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler ausgesprochen. Hintergrund ist, dass seit einem Jahr die Bezüge gekürzt werden, wenn man für sein Engagement Aufwandsentschädigungen über 175 Euro erhält.

Einen öffentlichkeitswirksamen Schritt gegen diese Regelung hat die ehrenamtliche Ausbilderin und Jugendwartin der Feuerwehr getan - sie ist zurückgetreten.


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WebReporter: Havelmaz
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Protest, Hartz IV, Feuerwehr, Freiwillige, Ehrenamt
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.03.2012 11:59 Uhr von quade34
 
+33 | -0
 
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der Rücktritt ist: das falsche Signal. Kämpfen ist angesagt. Die Aufwandentschädigungen für Ehrendienste müssen Tabu sein für jedweden Zugriff. Weder Arge noch Finanzamt sollten sich daran vergreifen dürfen.
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15.03.2012 12:16 Uhr von Mailzerstoerer
 
+30 | -2
 
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Na hoffentlich brennt mal: das Haus der beteiligten Argemitarbeiter nieder,dann kann kein ehrenamtlicher mehr löschen kommen.In Amerika gibts Städte wo per Erlass die Feuerwehr nicht mehr löschen darf, wenn die Brandopfer ihre Feuerwehrgebühren nicht zahlen.
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15.03.2012 12:34 Uhr von S0u1
 
+6 | -8
 
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@Mailzerstoerer: Und genau DAS! würde ich in Deutschland auch wieder einführen ...
Dann wären endlich die die finanziellen Sorgen mancher Freiwilligen Feuerwehren erledigt ...
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15.03.2012 12:36 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -2
 
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Gilt das dann auch für alle anderen Berufe?
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15.03.2012 17:03 Uhr von ptahotep
 
+8 | -0
 
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@Dracultapes: Es gab mal eine Zeit wo es noch Arbeitgeber gab, die es honorierten wenn ein Arbeitnehmer eine ehrenamtliche Tätigkeit sei es bei der Feuerwehr, Sanitätsdienste oder ähnliches nach ging und diesen dann für die Zeit des Einsatzes ohne weiteres frei stellte und der Person auch, besonders bei Nachteinsätze, genug Zeit zum Ausschlafen/Ausruhen gegeben hat. Genauso wurden auch Blutspender, sofern die unentgeltlich Blut spendeten, für die Zeit frei gestellt.
Aber das ist schon lange her und AFAIK im Rahmen der Gleichbehandlung, Kosteneffizienz und wirtschaftsschädigendem Verhalten (da ja die gewerblichen Dienste damit unterdrückt werden) eingeschränkt oder gar gar ganz eingestellt worden.
Die Human-Ressources haben ihrem einzig wahren Herrn zu dienen.
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15.03.2012 17:14 Uhr von DerMaus
 
+5 | -0
 
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Lieber Gott, bitte mach dass alle Finanzämter in Deutschland von Blitzen getroffen werden und anfangen zu brennen. Mal schaun wie sich die Verhandlungsposition der Feuerwehr dann verändert.

Mal ehrlich, wenn es hier noch sowas wie Helden gibt, dann sind das die Jungs von der Feuerwehr. Einfach ekelhaft mit denen so umzuspringen.
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15.03.2012 17:15 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -1
 
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@ptahotep: Ja weil der Herr sie ja unbedingt mit Hartz 4 beglücken will. ber hauptsache erstmal irgendeinen Text rausrotzen.

Die Frage bleibt bestehen. Gilt das auch für in einem Verein ehrenamtlich arbeitende Admins/Trainer sonstwas?

Solch eine Regelung ist nur Fair. Allerdings sollte sie für alle gelten.
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15.03.2012 18:30 Uhr von mort76
 
+5 | -0
 
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Dracultepes, mit welcher anderen Beschäftigung, bei der man ehrenamtlich bei Tag und Nacht unter Lebensgefahr das Hab und Gut fremder Menschen schützt, möchtest du das denn gleichsetzen?

Im Altenheim, Tierheim oder sonstwo gibt es garnix für ehrenamtliche Arbeit. Da stellt sich das Problem von vornherein nicht.

Die freiwillige Feuerwehr erspart dem Staat einen Haufen Geld, weil diese Arbeit sonst von teuren Fachkräften in ständiger Bereitschaft erledigt werden müßte- es ist also nicht so, daß der Staat hier Geld VERLIERT...der sollte sich freuen, wenn dort genügend Leute mitmachen, und da die meisten freiwilligen dort auch berufstätig sind, steht das der Arbeitsvermittlung auch nicht im Weg.

Und ich kann dir auch verraten: Arbeitsamtsmitarbeiter und Politiker arbeiten garantiert nicht als ehrenamtliche Feuerwehrleute...

Also, die Frage bleibt bestehen:
du siehst KEINEN Unterschied zwichen der Arbeit für die Feuerwehr und der Arbeit für einen Sportverein?
DER rettet weder mein Leben noch mein Haus, .

[ nachträglich editiert von mort76 ]
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15.03.2012 19:07 Uhr von Dracultepes
 
+0 | -0
 
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@Mort76: Aber die Unterschiedlichen Tätigkeiten sind doch egal. Es geht nicht darum das ich der Meinung bin Feuerwehrleute gehören anständig entlohnt allein wegen der Gefahr. Sondern darum ob eine "Aufwandsentschädigung" für Ehrenamtliche Tätigkeiten auf den Hart4 Satz angerechnet werden soll und ob man dann so fair ist das für alle zu tun.

Natürlich haben Feuerwehrleute eine andere Arbeit als Krankenpflegerinnen und? Natürlich könnt ihr sagen das macht sie zu gleicheren Menschen. Aber kommt dann bei der nächsten News nicht mit Fairness oder gleichheit wenn es andere trifft.
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15.03.2012 20:07 Uhr von mort76
 
+3 | -0
 
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Dracultepes, es gibt aber sonst keine Entlohnung für Ehrenamtler, also stellt sich die Frage nicht...und keine soziale Einrichtung würde auch nur annähernd 175€ zahlen.

Ich finde auch, daß es eben einen Unterschied macht, ob man Kassenwart desFußballvereins oder eben Feuerwehrmann ist- die riskieren ihr Leben für uns, und deswegen gönne ich denen die paar Kröten gerne...ein Profi-Feuerwehrmann kostet ein Vielfaches.

Man sollte vielleicht auch einkalkulieren, daß es immer weniger Menschen gibt, die zur freiwilligen Feuerwehr gehen wollen- da stellt sich dann wieder die Frage, ob es der Bevölkerung nutzt, wenn man dort auch noch den finanziellen Anreiz streicht.
Irgendwann brennts und keiner will löschen...
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15.03.2012 20:23 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -0
 
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@mort76: Dann ist das Internet zu unrecht voll mit x threads zu Ehrenämtlern die Geld verdienen und keine Feuerwehrleute sind.

http://www.gutefrage.net/...

Und es stellt sich auch die Frage ob es nicht vllt der Bevölkerung nutzt wenn wenn Menschen im Sozialen Bereich die ein Ehrenamt haben wie dreck behandelt werden.

Feuerwehrleute sind nichts besseres. Denn wenn wir so anfangen dann geht das nicht gut aus.
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15.03.2012 22:35 Uhr von Isarae
 
+0 | -0
 
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Auch im Rettungsdienst und Sanitätsdienst wird einiges übers Ehrenamt gemacht. Bei uns z.B. werden die Wochendschichten auf dem RTW von Ehrenamtlichen gefahren, Sanitätsdienste auf öffentlichen Veranstaltungen ebenso... Und es betrifft ja nicht nur Arbeitslose, sondern auch Geringverdiener. Auch diese dürften nicht mehr als 175 € mtl. an AWE erhalten, wobei das erstmal erreicht werden müsste. Immerhin gibts ja die AWE nicht in enormer Höhe sondern eben als Entschädigung von z.B. 1,60 €/h
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16.03.2012 07:52 Uhr von mort76
 
+1 | -0
 
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Dracultepes, die Arbeit für irgendeinen Sportverein ist kein Ehrenamt, das man mit der Arbeit eines Feuerwehrmannes gleichsetzen kann, sondern ein Hobby. Sowas macht man nicht aus caritativen Gründen. Ich nenne mich auch nicht "ehrenamtlicher Musiker", wenn ich Kassenwart im Kirchenchor bin, obwohl es auch irgendwie der Gemeinde nutzt.
Sowas macht man aus Spaß.

Die ehrenamtliche Arbeit in Heimen, mit Behinderten, Alten oder bei der Feuerwehr ist da eine ganz andere Hausnummer...das macht man nicht aus Spaß, sondern aus Hilfsbereitschaft.

In meinem eigentlichen Berufsfeld im Behindertenbereich gibt es tatsächlich echte Ehrenamtler, und im sozialen Bereich bekommt man eine Aufwandsentschädigung, die die anfallenden Kosten deckt, weil man für ein Ehrenamt nicht auch noch draufzahlen soll.
Um dort auf 175€ zu kommen, müßte man ca. 110 Stunden pro Monat ehrenamtlich arbeiten (also so gut wie hauptamtlich)- aber Gewinn macht man nicht, denn das Geld geht schon für die Fahrkosten wieder drauf.
DAS ist das Geld, um das es in deinen Links geht.

Nimmt man den Leuten diese Geld, bezahlen sie quasi dafür, dich aus deinem brennenden Haus zu retten, dich im Rettungswagen zu versorgen oder dir zu helfen, wenn du im Altenheim landest.
Wäre das fair?

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