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Einkaufwagen gegen Pkw: Gilt hierbei auch Fahrerflucht?

Nach einer Schadensverursachung durch Anstoßen eines weggerollten Einkaufswagens an einem Pkw wurde jener Nutzer zunächst von einem Amtsgericht wegen Fahrerflucht verurteilt. Der benutzte Einkaufswagen hatte sich selbstständig gemacht und ein Auto beschädigt. Die Reparaturkosten betrugen 1.496 Euro.

Der verantwortliche Autofahrer, der den Einkaufswagen nicht gesichert hatte, fuhr nach dem Schaden davon. Er wurde später ausfindig gemacht und wegen Fahrerflucht angezeigt. Eine Geldstrafe über 40 Tagessätze und drei Monate Fahrverbot lautete das Urteil.

Der Verurteilte legte dagegen Berufung ein. Das nachfolgende Landesgericht widersprach diesem Urteil. Die Bewegung eines Einkaufwagens auf dem Parkplatz stelle kein typisches Manöver des Straßenverkehrs dar, so das LG Düsseldorf. Von Fahrerflucht könne man deshalb nicht ausgehen.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Unfall, Urteil, Schaden, Fahrerflucht, Berufung, Pkw
Quelle: www.tz-online.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.03.2012 15:31 Uhr von Schwertträger
 
+10 | -4
 
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Gut, dann ist es eben eine Straftat und derjenige. ist anschliessend mit einem Fluchtfahrzeug geflüchtet. Wenn das im Strafmaß besser ist? Ich weiss ja nicht.

Tatsache ist, es handelt sich um eine Sachbeschädigung, die nicht gemeldet wurde, und wo sich der Verursacher-Feststellung durch Entfernung entzogen wurde.

Ist doch letztendlich egal, weshalb der Sack verurteilt wird, solange er verurteilt wird und das nicht Schule macht.
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14.03.2012 15:56 Uhr von FFFogel
 
+3 | -1
 
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Nicht egal Das ganze ist nicht egal, denn bei mehreren Straftatbeständen erhöht sich auch die Strafe ;)
Abgesehen davon, kann bei Verkehrsdelikten auch der Führerschein entzogen werden - bei einer einfachen Sachbeschädigung ist das nur sehr schwer möglich.

Meiner Meinung nach eine richtige entscheidung - denn auch ich sehe hier nicht, wie das wegfahren NACH vollendeter Tat eine relevanz hat - zu besagtem Zeitpunkt hat er ja kein PKW geführt oder für die tat in anderer weise eingesetzt.
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14.03.2012 17:00 Uhr von iarutruk
 
+2 | -0
 
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Ich denke das Ganze ist Ermessungssache des Richters. Aber das Landesgericht scheint nicht dieser Auffassung zu sein. Der Mann, der das Auto beschädigt hat, hat sich auf alle Fälle unerlaubt vom Ort des Geschehens entfernt und da muss er natürlich mit einer Strafe rechnen.

Dieses Beispiel sollte aber cleveren Richtern ein Signal geben. Dem Übeltäter kann keine Fahrerflucht zur Last gelegt werden und deshalb auch für diese nicht bestraft werden. Dann einfach dies unberücksichtigt lassen und die Strafe so hoch ansetzen, dass das Fahrverbot und die 3 Punkte in Flensburg darin enthalten sind.

Ist von mir natürlich ein Wunschgedanke. Ob es umsetzbar ist sehr fraglich.
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14.03.2012 17:17 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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Wenn eine Unfallflucht auch durch Fussgänger begangen werden kann, dann sollte in der Tat dieses Urteil eingesackt und der Typ nach eben diesem Paragraphen drangekriegt werden.
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14.03.2012 17:46 Uhr von iarutruk
 
+2 | -2
 
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@Schwertträger du hast mir den Ball sehr gut zugespielt. Danke dafür.

Wenn ich mit dem Fahrrad mit 1,7 Promille fahre und von der Polizei erwischt werde, dann muss ich den Führerschein abgeben, ohne, dass ich mit einem führerscheinpflichtigen Fahrzeug unterwegs war.

Wenn ich ein Auto beschädige, mich unerlaubt vom Unfallort entferne, habe einen Führerschein, dann sollte doch das gleiche Gesetz, wie mit dem betrunkenen Fahrradfahrer gelten.

Wer anderer Meinung ist, der kann mir beruhigt Minus geben.

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