14.03.12 12:26 Uhr
 838
 

EZB: 547 Milliarden Euro deutsches Sparkapital nur noch als Target-Forderung vorhanden

Prof. Hans Werner Sinn stützt jüngste Bedenken der Bundesbank bezüglich verborgener Milliardenrisiken im Eurosystem. Da Südeuropa Defizite systematisch mit billigen Notenbankkrediten bediene, seien mittlerweile deutsche Vermögensansprüche gegen das Ausland in Höhe von 547 Milliarden Euro in Gefahr.

Zur Tilgung von Auslandskrediten sowie zum Ausgleich von Kapitalflucht und Import-Rechnungen greife Südeuropa - im Tausch gegen zunehmend schlecht besicherte Target-Forderungen - im wesentlichen auf Niedrigzinskredite des Targetsystem-II zurück und somit per Saldo vor allem auf deutsches Sparkapital der Bundesbank.

Diese nicht fällig stellbaren Forderungen - unterhalb der Teuerungsrate verzinst - würden sich beim Zusammenbruch des Euros ganz oder teilweise als wertlos erweisen. Sinn fordert daher nach dem Vorbild der US-Distriktbanken einen regelmäßigen Ausgleich der Salden mit gold- oder immobilienbesicherten Wertpapieren.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Geld, Debatte, Kredit, Forderung, EZB, Bundesbank
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

American-Airlines-Angestellte bekommen Juckreiz und Kopfweh wegen neuer Uniform
Türkische Währung auf Talfahrt: Präsident ruft Landsleute zum Devisentausch auf!
Marktforschung: Menschen in Deutschland geben mehr Geld für Schokonikoläuse aus

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
14.03.2012 12:26 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+12 | -1
 
ANZEIGEN
Ergänzend zum Verständnis: Geschäftsbanken Südeuropas finanzieren nicht nur Importwaren aus Deutschland zunehmend via Notenbanken über das Targetsystem der EZB, sondern mit dem billigen Geld auch Außenstände gegen deutschen Kreditinstitute oder Versicherungen abgelöst – mit der Folge sinkender Verzinsung der Einlagen hiesiger Versicherter und Sparerr. Faktisch finanziert die Bundesbank die kompletten Forderungen mit eigenen Assets vor, indem sie bilanziell gegen schlecht besicherte und sehr wackeliger Auslandsforderungen klammer Eurostaaten eingetauscht werden. Diese wiederum werden als Verbindlichkeit bei den PIIGS-Notenbanken eingebucht.

Gemeinsam mit der niederländischen Notenbank finanzierte die Bundesbank auf diese Weise über Jahre das Gro der Defizit-Politik Südeuropas. Da jedoch die Bundesbank-Assets begrenzt sind und wir im Dezember 2011 bereits an diese Grenze stießen (...dem Wunsch der Politik, weitere Assets aus dem Goldschatz zur Verfügung zu stellen, wollte Jens Weidmann nicht nachkommen), wurde eine Erweiterung der Geldmenge via Geldtender zwingend. Kurzum: Längst ist die durch den ClubMed dominierte EZB zum Finanzier des Lebensstandards Südeuropa geworden.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
Kommentar ansehen
14.03.2012 14:38 Uhr von a.maier
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@bertl058: Dein Geld ist nicht weg! Es gehört jetzt nur jemand anderem.
Kommentar ansehen
14.03.2012 16:16 Uhr von sagnet23
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Kenn mich leider in dem Thema nicht so gut aus:
Heist dass jetzt, dass die Bürger der EU Staaten, die bisher halbwegs Vernünftig Haushalten (Deutschland, Frankreich..) unter Umständen ihre Bareinlagen (Sparkapital) bei den Banken nicht mehr ausbezahlt bekommen, also dass dass Geld weg ist?

Refresh |<-- <-   1-3/3   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Starkoch Jamie Oliver verbrannte sich beim Nackt-Kochen den Penis
"Rock am Ring"-Festival findet wieder am Nürburgring statt
Fußball: Spieler der dritten Liga verprügelt gleich mehrere Gegner auf Feld


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?