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"Nord-Euro": Olaf Henkel sieht Frankreich-Wahl als Scheideweg

Ex-BDI-Chef Olaf Henkel sieht die Frankreich-Wahl als möglichen Wendepunkt in der Euro-Frage. Unabhängig vom Wahlausgang werde die Schuldenbremse am Widerstand François Hollande scheitern, selbst bei einem Sieg von Nicolas Sarkozy reiche es zu einer Zweidrittelmehrheit in der Nationalversammlung nicht.

Das Scheitern der Stabilitätsunion, so Henkel, werde dann auch in Deutschland die Fachwelt und Presse zum Umdenken bewegen. Für Berlin könne die mangelnde Kooperation Frankreichs als willkommenes Argument für einen Euro-Ausstieg genutzt werden. Dann müsse das Thema Nord-Euro auf den Tisch.

Ziel müsse ein neuer Währungsverbund mit wettbewerbsfähigen Staaten wie Finnland, Österreich und den Niederlanden sein. Frankreich jedoch, welches besonders viele Bonds der taumelnden Südländer bunkere und daher auf Deutschland als Mitgläubiger im Euroraum setze, bringe nicht die Voraussetzungen mit, so der 72-Jährige.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Euro, Frankreich, Wahl, Nicolas Sarkozy, Bonds, Henkel, Nord
Quelle: www.handelsblatt.com

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14.03.2012 10:08 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+12 | -2
 
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Olaf Henkel sieht schwarz: Auch Italiens Staatschef Mario Monti rücke bereits von vereinbarten Stabilitätsauflagen ab. Das gemeinsam mit Portugal in tiefer Rezession steckende und mit wachsenden Arbeitslosenzahlen konfrontierte Spanien stehe kurz vor einem "spektakulären" Generalstreik. Griechenland erfülle keineswegs die Auflagen für ein zweites Staatspaket, sondern halte sich lediglich kurzfristig mit Schuldenerlass und Geldgeschenken über Wasser.

Doch so logisch und vernünftig die Argumentation für einen Nord-Euro erscheint, wird er wohl an der Target-II-Problematik und den bis dahin unterzeichneten EMS-Vertrag scheitern: Frau Merkel hat sich erpressbar gemacht hat. Indem bei der EZB praktisch das gesamte Sparkapital der Bundesbürger nur noch als Targetforderungen der Bundesbank gegen Südeuropa eingebucht ist - und somit wesentliche Teile der deutschen Lebensversicherungen und Altersvorsorge vom Fortbestand des Euros abhängig sind - ist die Transferunion bereits "alternativlos" vorprogrammiert.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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14.03.2012 12:30 Uhr von sicness66
 
+2 | -2
 
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Über Henkel kann ich nur lachen: Vor Jahren der große Eurobefürworter (war ja klar, da hat Deutschland gut Kasse gemacht), dann die DM zurückgefordert und jetzt auf einmal den Nordeuro propagieren. Schön das Fähnchen im Wind. Die Wortwahl ist mit "V2" und "Endsieg" überdies frappierend.
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14.03.2012 12:51 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+3 | -1
 
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@sincess66: Das ist richtig, Henkel ist - wie viele seiner Zunft - ein geläuterter Euro-Befürworter (...sie erklärten Euro-Skeptiker Lafontaine zu einem Populisten, die Hofpresse folgte mit Hurra).

Bekannt ist er auch als neoliberaler Hardliner, der für das "Redlining" von Städten und Gemeinden eintritt.

Das macht seinen aktuellen Vorschlag eines Nord- und Südeuros jedoch nicht verkehrter.
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14.03.2012 13:31 Uhr von verni
 
+2 | -0
 
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Was diese Verbrecher: nicht erwähnen aber hinter dem Rücken des volkes so beschliessen, was für die kommenden Generationen heftige Folgen haben könnte und uns aller Ersparnisse berauben kann: http://newsbote.com/...
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14.03.2012 13:57 Uhr von irykinguri
 
+1 | -2
 
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ja führen wir doch auch: den ost-und west euro ein, süd-osteuro, süd-süd-ost...ost-ost-süd...

dann für hessen bitte den hesseneuro. für frankfurt den ffm-euro den man zu einem kurs von 1:2 tauschen kann....

gut das deutschland dann wieder mit erfolgreichen ländern einen währungsbund eingeht, nachdem frankreich mit schland die führung hatten, frankreich die schulden übernommen hat und schland dann sagt verpisst euch ihr habt die ganzen miesen kredite....
in 10 jahren müssen wir aber wieder neue partner suche, denn durch unsere hohen exporte haben unsere handelspartner wieder ne negative handelsbilanz (ja wir haben dann ihr geld und die haben plunder aus taiwan der hier zusammengeschraubt wurde und dann "made in germany" ist....)

vielleicht ist frankreich ja dann wieder fit wenn wir die die nächste dekade nicht um ihr bunt bedrucktes papier bringen..... dann könnten die wieder in eine neue union mit ihnen bilden. (aber nur bis die uns wieder allen scheiss abgekauft haben und pleite sind)
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14.03.2012 14:03 Uhr von sicness66
 
+1 | -0
 
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@Baron: Sicherlich ist ein "Nordeuro" diskutabel. Aber wenn dieser Vorschlag aus dem Munde eines Wendehalses kommt (Halma hat das richtig beschrieben) ist es immer zweifelhaft, was dahinter steht.
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14.03.2012 15:12 Uhr von Baran
 
+3 | -0
 
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Euro: eine Währung die ein Großteil in D nie haben wollte und jetzt noch weniger. Wieder ein Stück Diktatur...

Für die Firmen hats vlt was gebracht aber nicht den Menschen, deutsche Politik ist GEGEN den Bürger gerichtet.

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