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Zwangslizenz: Bayer muss indischem Hersteller Krebsmedikamentproduktion gewähren

Ein indisches Gericht hat den deutschen Pharmakonzern Bayer zu einer Zwangslizenz verurteilt. Der indische Konzern Natco darf nun das Krebsmedikament Nexavar selbst produzieren. Dadurch sinken laut Ärzte ohne Grenzen die monatlichen Behandlungskosten von 5.500 auf 175 US-Dollar.

Natco muss Bayer eine Lizenzabgabe bezahlen, die jedoch gering ist. Bayer hält noch immer das Patent auf das Medikament und prüft deshalb ein Klageverfahren.

Ärzte ohne Grenzen ist jedoch mit dem Urteil zufrieden: "Diese Entscheidung ist eine Warnung, dass es Konsequenzen hat, wenn Pharmafirmen Preistreiberei betreiben und die Verfügbarkeit einschränken." Ärzte ohne Grenzen hofft, dass auch AIDS-Medikamente auf diese Weise reguliert werden.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Bayer, Medikament, Hersteller, Produktion, Lizenz
Quelle: www.ftd.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.03.2012 14:37 Uhr von no_trespassing
 
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Grundsätzlich bin ich dafür, dass Medizin bezahlbar sein muss. Allerdings frage ich, ob sich Inder das auch gegen einen US-Konzern getraut hätten. Hat jemand mal ein Beispiel dazu, wo das in ähnlicher Weise gemacht wurde?

Die deutsche Pharmaindustrie ist schon schwach - außer Bayer und Boehringer Ingelheim gibt es kaum große Konzerne.

Die USA würden bei solchen Urteilen mit Sanktionen drohen. Es darf auch nicht sein, dass deutsche Hersteller benachteiligt werden.
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13.03.2012 17:10 Uhr von tfs
 
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