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"Merkozy" droht große Schlappe: Acht Euro-Staaten gegen Finanztransaktionssteuer

Bei der Einführung einer EU-Finanztransaktionssteuer drohen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy auf voller Linie zu scheitern. Ein am Dienstag einberufenes Treffen der 27 EU-Finanzminister zu der Thematik - gerne als Beleg für Fortschritte interpretiert - wird daran voraussichtlich kaum etwas ändern.

Eine EU-weite Lösung scheiterte bereits am Widerstand Londons und Stockholms. Doch auch gegen eine "kleine Lösung", begrenzt auf die Eurozone, regt sich erheblicher Widerstand: Mit Irland, den Niederlanden, Estland, Luxemburg, Slowakei, Malta, Slowenien und Zypern torpedieren gleich acht Staaten das Vorhaben.

Dublin und Amsterdam etwa befürchten die Abwanderung ihrer Finanzindustrie nach London. Derweil favorisieren immer mehr EU-Staaten die Einführung einer "Stempelsteuer". Doch diese dämmt die Spekulation bei Anleihen und komplexen Finanzprodukten nicht ein, sondern besteuert lediglich den Aktienhandel.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Euro, Streit, Angela Merkel, Nicolas Sarkozy, Schlappe, Spekulationssteuer
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.03.2012 10:57 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+8 | -0
 
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In vorderster Front der Ablehnungsfront natürlich wieder einmal die FDP, die ihre Klientel zu schutzen sucht. Auch Frankreich kann mit der "Stempelsteuer" gut leben, was kaum verwundert: Einigen Medienberichten zufolge stimmt Sarkozy möglicherweise nur deswegen einer Finanztransaktionssteuer zu, weil es eigentlich weiß, dass es eine solche nie geben wird. Offenbar hofft man zugunsten des Finanzplatz Paris intern auch darauf, dass der Druck von Grünen und SPD – die ihre Zustimmung zum "Fiskalpakt" von der Einführung einer Finanztransaktion abhängig machen - Berlin zum Alleingang bewegen wird. Das könnte vermutlich tatsächlich ein Schuss ins eigene Knie werden.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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13.03.2012 11:12 Uhr von artefaktum
 
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@DerBelgarath: "So wird ein durchschnittlicher Riesterrentensparer bei Anlage in einen durchschnittlichen Aktieninvestmentfond von 100€ monatlich nach 40 Jahren Laufzeit rund 14.000€ weniger im Säckel haben."

Geplant ist eine Steuer um die 0,1 Prozent auf Aktien.

Um da deine 14.000 Euro am Ende weniger zu haben, müsste dein Riesterrentensparer 14 Millionen(!) anlegen. Da stimmt was hinten und vorne nicht an der Rechnung. Wahrscheinlich mal wieder Panikmache der Banken.
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13.03.2012 11:25 Uhr von Sir_Waynealot
 
+0 | -1
 
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wieso macht deutschland denn mal nicht einen big bluff und sagt das wird so gemacht oder wir treten aus der eu und der euro zone aus.

ich wette dann kommen sie alle angekrochen.
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13.03.2012 11:51 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+1 | -1
 
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Hm, da hilft nur eins KRIEG lol
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13.03.2012 12:04 Uhr von artefaktum
 
+1 | -0
 
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@DerBelgarath: Das die Banken das erzählen, glaube ich gerne.

Wenn du so hohe Gebühren zahlst, würde ich mal die Bank wechseln.
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13.03.2012 12:51 Uhr von artefaktum
 
+1 | -0
 
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@DerBelgarath: "Ich bin nicht blöde genug für eine Riesterrente."

Ich allerdings auch nicht.

"Und es geht auch nicht um Gebühren, sondern um die Finanztransaktionssteuer. Gebühren kommen da noch oben drauf!"

Wenn du eine gewisse Summe X anlegst, und man da (nach deiner Rechnung) 14.000 Euro abzieht, was soll das sein außer Gebühren? Ansonsten wär´s ja Diebstahl von der Bank. Die können dir ja nicht ohne Begründung was von deinem investierten Geld vorenthalten.
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13.03.2012 13:07 Uhr von Criseas