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München: Schöffe versteht kaum Deutsch, Doppelmord-Fall wird neu aufgerollt

Am Landgericht München muss ein Mordfall, bei dem der Angeklagte im Verdacht steht, in Portugal seine Ex-Freundin und eine gemeinsame Tochter getötet zu haben, neu aufgerollt werden.

Weil einer der beteiligten Schöffen Probleme mit der deutschen Sprache hatte, wurde das Verfahren vom Gericht ausgesetzt. Der türkischstämmige Schöffe kann sich zwar im Alltag in Wort und Schrift verständlich machen, bei komplexeren Zusammenhängen können aber Verständigungsschwierigkeiten auftreten.

Schöffen werden den Gerichten von den Kommunen vorgeschlagen und per Losentscheid zugewiesen. Die Gerichte haben keinen Einfluss auf die Zuteilung.


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WebReporter: 24slash7
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutsch, München, Fall, Doppelmord, Schöffe, Sprachproblem
Quelle: regionales.t-online.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.03.2012 09:44 Uhr von Ned_Flanders
 
+1 | -17
 
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13.03.2012 10:19 Uhr von heinzinger
 
+8 | -6
 
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Es soll hier auch Türken geben, die gar kein Deutsch können und trotzdem im Alltag zurecht kommen...
Wieso bewirbt man sich als Schöffe, wenn man die Fachbegriffe nicht versteht?
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13.03.2012 10:35 Uhr von PanikPanzer
 
+6 | -4
 
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heinzinger: Man kann sich da nicht drauf bewerben.
Man wird, sofern niemals straffällig oder sonst wie auffällig, als Schöffe von den Komunen bei Gericht vorgeschlagen. Man bekommt vielleicht irgendwann mal einen Brief wo dann drinnen steht das man bei Verhandlung X als Schöffe zu erscheinen hat.

Ob man das ablehnen kann, kann ich dir leider auch nicht sagen..
WiKi fragen.. ;)
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13.03.2012 11:46 Uhr von Jolly.Roger
 
+5 | -1
 
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"Man kann sich da nicht drauf bewerben."

???

Aus Wiki:
"Für die nächste Amtsperiode werden ab Ende 2012 wieder Schöffen gesucht. Bewerbungen für das Schöffenamt sind in vielen Gemeinden möglich. Letztlich werden die Schöffen dann im Laufe des Jahres 2013 berufen; sollten sich nicht genug geeignete Bewerber gefunden haben, auch einige, die sich nicht beworben haben. Die Berufung zum Schöffen kann nur in wenigen begründeten Fällen abgelehnt werden. "

"Für ehrenamtliche Richter wie Schöffen gilt gemäß eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom Mai 2008 eine auswahlrelevante besondere Verfassungstreue. Ferner sind ausreichende Deutschkenntnisse unabdingbar."


Es ist also nicht ganz so, wie man es aus den amerikanischen Serien von den Geschworenen kennt. "Aus heiterem Himmel" wird man wohl nicht zum Schöffen berufen....
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13.03.2012 14:52 Uhr von iarutruk
 
+1 | -4
 
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@Jolly.Roger enn du amerikanische Schöffen mit deutschen Schöffen vergleiche möchest, dann vergleichst du Äpfel mit Birnen.

Deutsche Schöffen sind in beratender Funktion zum Richter.

Amerikanische Schöffen richten nach schuldig oder unschuldig, und das ist maßgebend für die Verurteilung.

In Deutschland kann man sich als Schöffe bewerben und zwar über die Gemeindeverwaltung und diese entscheidet, ob du als schöffe geladen erden kannst.

Hier in diesem Fall hat einfach die Gemeinde versagt.
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13.03.2012 16:30 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -1
 
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@iarutruk: "... enn du amerikanische Schöffen mit deutschen Schöffen vergleiche möchest, dann vergleichst du Äpfel mit Birnen."

Genau das habe ich eben nicht vor...

"In Deutschland kann man sich als Schöffe bewerben und zwar über die Gemeindeverwaltung und diese entscheidet, ob du als schöffe geladen erden kannst."

Das, was ich oben zitiert habe...

"Hier in diesem Fall hat einfach die Gemeinde versagt. "

???
Wieso bewirbt sich jemand als Schöffe, wenn er keine DAFÜR ausreichenden Sprachkenntnisse hat?

Hätte die Gemeinde ihn wegen seiner Sprachkenntnisse, die aber im Alltag mehr als ausreichend sind, nicht als Schöffe akzeptiert, wäre sicher wieder jemand mit der Nazi-Keule gekommen...
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13.03.2012 16:41 Uhr von iarutruk
 
+1 | -4
 
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@Jolly.Roger wieviele Mensche bewerben sich und haben die erforderlichen Fähigkeiten nicht? Schaue nur in der Politik.

Da ist jetzt wohl der Schöffe, der von der Gemeinde falsch eingestuft wurde, nur ein glitzekleiner Tropfen mitten in einem Vulkan.
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14.03.2012 11:55 Uhr von Jolly.Roger
 
+1 | -0
 
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@iarutruk: Ja, der Schöffe, der sich selbst falsch eingeschätzt hat, ist nur ein klitzekleiner Tropfen mitten in einem Vulkan....;-)


Mir gings nur um die Aussage von PanikPanzer, man könne sich nicht bewerben....und somit bezweifle ich auch deine Einschätzung, dass es ein Fehler der Gemeinde war.

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