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Unangenehmes wird von Chefs immer öfter ausgelagert: "Vollstrecker" kündigen

So mancher Chef möchte seinen Mitarbeitern nicht die unangenehme Wahrheit ins Gesicht sagen, dass man ihn nun feuern müsse. Deshalb werden solche Kündigungsgespräche immer öfter "outgesourct".

Immer öfter werden deshalb so genannte "Vollstrecker" engagiert, die diese Aufgabe übernehmen, die für die Unternehmen, "die Drecksarbeit erledigen, womit sich keiner die Finger schmutzig machen will und was die Führungsetagen überfordert".

Alena Schröder hat ein Buch über diese neue Methode geschrieben und beschreibt darin auch die Gefühle der Gekündigten, die in einem solchen Fall noch mehr gedemütigt werden und es dem Arbeitgeber in Form von Klagen heimzahlen wollen.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Chef, Firma, Kündigung, Vollstrecker
Quelle: www.sueddeutsche.de
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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.03.2012 12:25 Uhr von fexinat0r
 
+19 | -7
 
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Feige? Zeugt es von Feigheit oder davon dass es auch Führungskräfte gibt, die moralische Probleme mit den Kündigungen haben?
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12.03.2012 12:52 Uhr von smoke_
 
+20 | -1
 
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Meine Chefin hat damals ihre Tochter losgeschickt um mir das Kündigungsschreiben zu überreichen. Weil der Arbeitsvertrag noch einen Monat lief, hat sie es geschafft mir während der gesamten restlichen Zeit vollständig aus dem Weg zu gehen.

Gefeuert wurde ich übrigens einen Tag nachdem ich mein Urlaubsentgelt gefordert habe. Immerhin bekommen die Mitarbeiter dort seitdem erstmals Urlaubsentgelt ausgezahlt. ^^
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12.03.2012 13:20 Uhr von shainibraini
 
+11 | -3
 
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dazu gibt es einen tollen film "up in the air" heißt er, mit george clooney in der hauptrolle.
demnach ist das anscheinend ein recht großer und teurer berufszweig.
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12.03.2012 13:50 Uhr von Aviator2005
 
+12 | -1
 
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..fexinat0r na klar, zeugt es von Feigheit.... deswegen ist er ja Führungskraft...... Chef.. Filialleiter... etc.

Das sollte er schon können/müssen.

Der Chef kündigt immer die nächste Hierachiestufe oder selten auch mal eine Ebene tiefer. Das ist OK. Kann er das nicht, sollte er sich Gedanken machen ober er oder sie den richtigen Posten gewählt hat.

Ein altes Sprichwort sagt:
" Der Fisch stinkt vom Kopf her".

Aber wieder mal ein gutes Beispiel für die "Führungselite" dieser Welt. Läden kaputt sanieren, Boni und Co. abkassieren, aber dann nicht die Verantwortung tragen.

Motto:

Keine Zähne im Mund aber "La Paloma" pfeifen....

//Fazit:

Wenn alles dann schief gelaufen ist, geht man halt ins Kloster.
(Nein... das war kein willentlicher Hinweis auf unseren EX-BP, aber sollte mal erwähnt werden ;-) )
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12.03.2012 15:17 Uhr von xjv8
 
+6 | -0
 
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Alter: Hut, dass habe ich schon vor 20 Jahren erlebt. Da musste halt der Steuerberater erklären, dass die Kosten für die Arbeitsvorbereitung zu hoch sind. Heute sind es halt "Vollstrecker" Solche Chefs mit so einem Führungsstil laufen unter der Bezeichnung: "Kein Darm im Ars**"
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12.03.2012 15:20 Uhr von Sarein
 
+0 | -2
 
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der film mit: clooney zeigt dar wirklich gut udn weist auch auf probleme hin fannd den toll
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12.03.2012 15:28 Uhr von Alice_undergrounD
 
+12 | -1
 
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ein chef: der einen mitarbeiter nicht feuern kann ist eine fehlbesetzung und gehört selbst gefeuert.
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12.03.2012 16:03 Uhr von Perisecor
 
+5 | -8
 
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Das hat nichts - aber auch rein garnichts - mit "können" zu tun.

Wenn ich mich recht erinne geht "Up in the air" relativ gut auf die Hintergründe ein.

Letztlich geht es darum, dass Kündigungen - vor allem in größerem Maßstab - professionell durchgezogen werden, also den gekündigten Menschen auch direkt eine entsprechende Hilfe zur Verfügung gestellt wird.


Da die Geschäftsführung idR das Unternehmen leiten soll, ist sie schon von der Aufgabenstellung her nicht dafür zuständig und speziell qualifiziert, so etwas durchzuführen.



Das sieht von sehr weit unten natürlich anders aus...
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12.03.2012 16:24 Uhr von Alice_undergrounD
 
+2 | -7
 
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@ Perisecor: "Letztlich geht es darum, dass Kündigungen - vor allem in größerem Maßstab - professionell durchgezogen werden, also den gekündigten Menschen auch direkt eine entsprechende Hilfe zur Verfügung gestellt wird."

das ist bullshit, warum sollte eine firma weitere kosten aufwenden, für einen mitarbeiter den sie eh los sind? im gegenteil, je weniger hilfestellung er bekommt, desto geringer ist die gefahr, dass er bei der konkurrenz einen job kriegt xD

das hat freilich was mit mangelnder sozialkompetenz zu tun, der billigste und effizienteste weg jemanden zu küpndigen ist und bleibt der klassiker - sie sind raus, lohnsteuerkarte abholen etc...wer das als chef nicht kann hat versagt.

[ nachträglich editiert von Alice_undergrounD ]
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12.03.2012 16:36 Uhr von Perisecor
 
+3 | -1
 
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@ Alice_undergrounD: Weil es nicht Sinn der Sache ist, die zu entlassenen Mitarbeiter möglichst arg zu schwächen.

Deshalb greift man ihnen unter die Arme und zeigt ihnen neue Wege auf.


Nicht vergessen, das Konzept stammt aus den USA - dort gibt es kein so umfassendes soziales Netz mit Hartz IV und Arbeitsagenturen die jegliches Denken und Handeln für einen übernehmen und auch die Einstellung der Menschen untereinander ist anders.


Eine Firma, die sich so wie du es beschreibst verhalten würde, hätte wohl starke Probleme, für die Zukunft neue gute Mitarbeiter anzuwerben.


Und, nochmal, es geht hier in der Regel nicht um Einzelentlassungen. Es geht hier um Entlassungswellen wo auf einen Schlag 30, 100 oder 500 Leute gekündigt werden.
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12.03.2012 16:38 Uhr von Alice_undergrounD
 
+0 | -2
 
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@ Perisecor: naja ok gut, das stimmt natürlich schon, bei paar hundert leuten is es natürlich auch irgendwie sinnlos jeden einzelnen ins büro zu zitieren...
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12.03.2012 16:48 Uhr von Azeruel
 
+4 | -1
 
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"das ist bullshit, warum sollte eine firma weitere kosten aufwenden, für einen mitarbeiter den sie eh los sind? im gegenteil, je weniger hilfestellung er bekommt, desto geringer ist die gefahr, dass er bei der konkurrenz einen job kriegt xD"

Du bist "Bullshit". Lies halt was er schreibt, da steht doch eindeutig "vorallem im größeren Maßstab". Wenn dir der Vorteil der sich durch Qualifizierte Kündigungsfachkräfte (tolles Wort :D) ergibt nicht klar wird, lohnt eh keine weitere Diskussion. Führungspersonen in Großkonzernen haben weiß Gott anderes zu tun als sich um Kündigungen zu kümmern. Mag überheblich klingen, aber so schaut es nun einmal aus. Bei kleinen Firmen mag man darüber ja noch reden können, aber auch da muss ein guter Chef/Abteilungsleiter nicht unbedingt gut im Kündigen sein, moralische Konflikte gibt es auch bei starken Führungspersönlichkeiten. Deswegen können die Bilanzen am ende des Quartals ja dennoch hervorragend sein.

Sry Alice, aber du denkst in der Hinsicht zu einfach.

Anmerkung: Leider betrachten viele Leute Führungspositionen nur aus ihrer Sicht. Das mag Menschlich sein, aber oft verkennt man dabei das viele Leute auf solchen Positionen nicht prinzipiell Arschlöcher sind die nur das schlechte wollen. Manchmal muss man aber nun einmal auch gegen seinen eigenen Wille zum wohle aller z.B. einzelne Personen Kündigen...
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12.03.2012 16:58 Uhr von Azeruel
 
+2 | -0
 
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Edit: wirkt angreifender als es sein sollte. Sry dafür, und ich war wohl etwas spät ;)
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12.03.2012 17:50 Uhr von 1234321
 
+2 | -1
 
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Ich komme ihnen immer zuvor, und kündige selber per SMS.
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12.03.2012 18:40 Uhr von Floppy77
 
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@fexinat0r: "Zeugt es von Feigheit oder davon dass es auch Führungskräfte gibt, die moralische Probleme mit den Kündigungen haben?"

Gemeinhin haben Manager aber keine moralischen Probleme nach einer Kündigungswelle von Mitarbeitern das eigene Gehalt zu erhöhen, mit der Begründung dem Unternehmen durch den Rauswurf der Arbeitnehmer eine Menge Kohle eingespart zu haben.
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12.03.2012 20:26 Uhr von d_m75
 
+0 | -1
 
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da fällt einem dann doch spontan: das hier ein...

http://www.youtube.com/...
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12.03.2012 23:14 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Ist mir jetzt noch nie passiert ich habe einfach schon in drei verschiedenen Firmen plötzlich kein Gehalt mehr bekommen. Und Tage später hat irgendjemand rumgedruckst, dass der Betrieb pleite ist - und kein Gehalt mehr gezahlt werden kann. Dann musste man 3 Monate vorerst "umsonst" arbeiten, bekam dann Monate später die 3 Monate von der ARGE als Konkursausfallsgeld nachgezahlt.
Ein Betrieb hat sogar einfach kein Gehalt mehr bezahlt und der Chef hat den Mitarbeitern geraten doch zu kündigen, wem es nicht passt.
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13.03.2012 06:33 Uhr von Borgir
 
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Diese Entwicklung: unterstreicht nur die Erbärmlichkeit der Unternehmens-Bosse. Erbärmlich, arm, feige und Raffgierig.
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13.03.2012 09:03 Uhr von aquilax
 
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sorry, sorry, aber heutzutage kündigen frauen sogar ihre beziehungen per sms. bei so manchem schwachen mann geht da kurz die welt unter. das interessiert die frau aber keinen furz.

und frauen sind für männer anscheinend genau so wichtig wie geld. wären frauen für sie nicht wichtig, so würde "geld verdienen" auch nicht mehr so einen überhöhten stellenwert haben.

man(n) würde viel entspannter leben.

da kann man doch auch einem mitarbeiter über einen stellvertreter persönlich kündigen?

die zeiten und die methoden ändern sich eben. wem es nicht passt, soll selber einen gemüseladen oder was weiss ich.. eröffnen!

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