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Krankenkassen machen 20 Milliarden Euro Überschuss - Wolfgang Schäuble will Teil davon

Die deutschen Krankenkassen häuften einen Gewinn von 20 Milliarden Euro an. So viel Geld weckt vor allem Begehrlichkeiten beim Bundesfinanzministerium. Wolfgang Schäuble will einen Teil davon für den Bundeshaushalt einkassieren.

Das geschieht über Umwege. Aus den Reserven des Gesundheitsfonds will der Finanzminister zwei Milliarden Euro entnehmen und den Steuerzuschuss des Bundes absenken. Die Versicherten sollen am 01.01.2013 0,1 Prozentpunkte weniger Beiträge bezahlen, also 15,4 Prozent.

Die FDP fordert hingegen, die Praxisgebühr abzuschaffen. Bei dieser Forderung spielt die Union aber wohl nicht mit. Einige hundert Millionen sollen hingegen für Zuschüsse verwendet werden, wenn Bürger private Pflegezusatzversicherungen abschließen.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Milliarden, Wolfgang Schäuble, Teil, Einnahme, Überschuss
Quelle: www.spiegel.de

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10.03.2012 12:27 Uhr von no_trespassing
 
+34 | -4
 
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Geht mal zum Zahnarzt ohne Zahnzusatzversicherung. Da bekommt ihr in der GKV in den Backenzähnen nur noch das billige giftige Amalgam. Wer Kohle hat, bekommt Kunststoff, wer noch mehr Kohle hat Keramikinlays.

Was am ästhetischsten aussieht und am körperverträglichsten ist, braucht man nicht erwähnen.

Die Bürger merken gar nicht, wie sie durch die EU ausgeplündert werden. Die zahlen munter Praxisgebühr, ihre Behandlung trotz Versicherung selbst. Deutscher Michel, schlaf schön weiter.
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10.03.2012 12:39 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+20 | -5
 
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"Biggest outsell ever": Transferunion – sei willkommen. Wir erleben den wohl größten Ausverkauf eines zuvor 15 Jahre lang "vorbildlich" arm reformierten Volkes zugunsten von Banken,Fakelaki-Regierungen sowie sozial (zurecht) großzügigeren Staaten.

Während die Bundesbürger sich auf schon mal auf die Riester-Pflegeversicherungspläne der FDP einstellen können, fließen künftig Krankenkassenbeiträge sowie eingesparte Bundeszuschüsse in Sozialsysteme fremder Haushalte sowie Zinsen und Kredite von Privatbanken, bei denen sich hiesige Bürger nie verschuldet haben.

Und dies wird erst der Auftakt sein - selbstverständlich "befristet", was man angesichts der Billionen-Pulverfässer sofort geneigt zu glauben.

Erinnert alles verdächtig an die Wiedervereinigung – auch deren Finanzierung wurde bekanntlich zu einem "befristeten" Billionen-Abenteuer und rapiden Wohlstandsabfall in Deutschland. Doch dies hier dürfte alle Dimensionen kräftig sprengen.

Das schicke ist, Medienberichten zufolge schickt Wolfgang Schäuble ein erwünschtes "Greifen der Schuldenbremse schon ab 2013" als Argument vor - unter lautem Applaus von Deutschlands radikalster Arbeitgeberlobby "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM). Übrigens eine Schuldenbremse, die der kommende französische Präsident Francois Hollande kategorisch ablehnt (siehe: http://is.gd/...).

Das ganze ist der Beginn eines üblen Ausverkaufs des Sozialstaates, des "biggest outsell ever" - wie uns eine US-Zeitung schon im vergangenem Jahr mitleidig ankündigte, dessen dicksten Pillen am Ende die Schwächsten fressen müssen.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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10.03.2012 12:47 Uhr von joe.marc
 
+25 | -0
 
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ist wohl eher mal an der Zeit den Versicherten etwas zurückzugeben.
Die Praxisgebühr abzuschaffen wäre auch noch denkbar.
Aber Herrn Schäuble die Kohle zu geben.......
...... damit er es denen gibt bei denen es eh nicht ankommt.
Ist die schlechteste Option!!!!!!
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10.03.2012 13:00 Uhr von JanaMella
 
+17 | -0
 
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Also ich: muss jedes mal, wenn ich ihn sehe an Gollum denken, der seinen Schatz will.. =)

[ nachträglich editiert von JanaMella ]
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10.03.2012 13:04 Uhr von Alois_Besenstiel
 
+14 | -0
 
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Die Krankenkassen machen Super Gewinne, während die Leistungen drastisch gekürzt werden. Ist ja wohl klar, dass das Geld für die Rettung europäischer Schuldenstaten und Banken verwendet wird.
Unsere schlimmsten Feinde wählen wir alle vier Jahre selbst.
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10.03.2012 13:07 Uhr von CrazyWolf1981
 
+11 | -0
 
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Wundert mich nicht: Schließlich muss Griechenland und die Politikerdiäten, Ehrensold etc. irgendwie bezahlt werden...
Ich find die Reaktion der Krankenkassen aber auch mies. Die sagen das Geld soll dazu verwendet werden, damit in schwierigen Zeiten die Beiträge für die Versicherten nicht steigen müssten. Und sobald die mal ne Million weniger Gewinn haben, wirds gleich auf den Versicherten abgewälzt, die würden nie sagen: wir haben Reserven, alles is gut.

[ nachträglich editiert von CrazyWolf1981 ]
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10.03.2012 13:17 Uhr von Tastenhauer
 
+6 | -0
 
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Bei z.B 2000 Euro: Brutto ergibt das eine Ersparnis von 2 Euro.
Und genau diese kann sich der Depp in einen Ort eurer Wahl reinstecken. Diese Krankheit gehört mittlerweile ausgemerzt.
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10.03.2012 13:34 Uhr von thatstheway
 
+1 | -2
 
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Ich weiß nicht, wie viel Geld diese geldgierigen Politiker noch wollen um es
sinnlos zu verprassen.
Diese 20 Mrd. sind eh nur ein Tropfen auf den heißen Stein,
lasst das Geld bei den "Kranken"kassen und sorgt dafür das der ohnehin schon hohe Beitrag stabil bleibt und nicht noch höher wird.
Denkt mal ein bisschen vorausschauend, aber das ist wohl zuviel verlangt.
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10.03.2012 14:03 Uhr von rolf.w
 
+6 | -1
 
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Preise: Die Kassen klagen über zu hohe Medikamentenpreise, gleichzeitig machen sie Gewinn.
Das erklär mal einer den Pharmakonzernen.
Die Kassen machen Gewinn, gleichzeitig klagen Krankenhäuser über zu wenig Geld.
Die Kassen machen Gewinn, gleichzeitig beklagen Ärzte ihre schlechte Bezahlung in Krankenhäusern.
Die Kassen machen Gewinn, gleichzeitig sind Ärzte im Krankenhaus übermüdet, weil ihre Schichten nicht enden wollen/es zu viele sind.
Die Kassen machen Gewinn, gleichzeitig fehlt es im Gesundheitswesen an allen Ecken an Personal.

Man könnte die Liste beliebig fortsetzen aber ich glaube, sie zeigt jetzt schon was man mit dem Geld machen sollte. Es dem Kunden/Patienten zurückzuzahlen ist zwar populär, hilfreich wäre es nicht. Investieren heißt die Devise und zwar hauptsächlich in Krankenhäuser.
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10.03.2012 14:37 Uhr von rolf.w
 
+2 | -0
 
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Oh, hier lesen auch Vertreter der Krankenkassen mit.
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10.03.2012 15:35 Uhr von Floppy77
 
+4 | -2
 
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Und was macht der Schäuble mit den 2 Mrd? Gibt er bestimmt den Griechen, damit die anderen Ländern dann Waffen abkaufen können. Ich könnte kotzen...
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10.03.2012 16:30 Uhr von Boron2011
 
+5 | -0
 
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Es gibt noch Länder auf der Erde, in denen ist die Gesundheitsversorgung kostenlos. Dort ist Gesundheit ein Grundrecht und die Menschen nebst deren Gesundheit liegen dem jeweiligen Staat am Herzen.

Was hier bei uns stattfindet, und damit meine ich in jeder Hinsicht, ist einfach nur noch erbärmlich und abstossend.
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10.03.2012 16:30 Uhr von Multiversal
 
+2 | -0
 
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sofern ich weiss,dürfen die Kassen doch: gar keinen Überschuss besitzen,irre ich etwa?
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10.03.2012 16:39 Uhr von Skipp76
 
+0 | -11
 
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11.03.2012 16:04 Uhr von Alois_Besenstiel
 
+0 | -0
 
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@Minipet: ähhm, den welchen sie damals mit dem Messer attackiert haben haben war Oscar Lafontaine. dem Schäuble hat man in die Wirbelsäule und in die Nuss geschossen.
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16.03.2012 19:47 Uhr von Katzee
 
+0 | -0
 
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Gesundheitsfond: Seit 2009 erhalten die Krankenkassen ihre Gelder aus dem Gesundheitsfond, in den Arbeitnehmer, Arbeitgeber und das Finanzministerium einzahlen. Allein 2009 und 2010 waren das insgesamt etwa 16 Mrd. Euro aus Steuergeldern. Da sollte es nicht verwundern, dass Herr Schäuble nun einen Teil des Geldes wieder zurück fordert. Es bleibt noch genug übrig, damit sich die Krankenkassenvorstände ihre Boni einsacken können.

@ Boron2011
In den USA hat Präsident Obama gegen den Widerstand der Republikaner und der us-amerikanischen Mittelschicht endlich durchgesetzt, dass arme Menschen aus Steuergeldern eine eigene Krankenkasse erhalten. Dafür wird er als Kommunist beschimpft und diffamiert. Bei uns ist das idR eine ganz normale Sache.

Oder schau Dir mal das englische Gesundheitssystem an. Marode bis in die Knochen. Eine ordentliche Gesundheitsversorgung ist nur noch für Wohlhabende möglich.

Welches System ist hier erbärmlich?

[ nachträglich editiert von Katzee ]

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