10.03.12 09:11 Uhr
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Gerichtsvollzieher dürfen Schuhe anlassen

Am Freitag hat das Landgericht Limburg in einem Urteil entschieden, dass Gerichtsvollzieher ihre Schuhe beim Betreten einer fremden Wohnung anlassen dürfen. Geklagt hatte eine Türkin.

Sie verweigerte dem Vollstrecker den Zutritt zur Wohnung, weil dieser nicht die Schuhe ausziehen wollte. Die Frau argumentierte, es sei in ihrem Kulturkreis üblich, dass man beim Betreten der Wohnung die Schuhe auszieht.

Der Richter entschied anders. Der Vollzugsbeamte ist kein Gast, sondern setzt einen staatlichen Auftrag durch. Daher darf er selbst entscheiden, ob er die Schuhe auszieht oder nicht.


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WebReporter: Igor-Schlitz
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Urteil, Klage, Schuh, Gerichtsvollzieher
Quelle: www.wetterauer-zeitung.de

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44 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.03.2012 09:11 Uhr von Igor-Schlitz
 
+75 | -21
 
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Also Integration funktioniert normalerweise so, das man sich an die Kultur des Landes anpasst, in dem man wohnt. Nicht anders herum.
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10.03.2012 09:35 Uhr von Sonnflora
 
+65 | -75
 
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10.03.2012 09:43 Uhr von jaycee78
 
+24 | -29
 
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das ist ein gefährlicher Beruf: Wenn ein Polizist oder Gerichtsvollzieher im Einsatz mit dem Messer angegriffen wird und wegen der Socken auf dem glatten Boden ausrutscht, ist er so gut wie tot.
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10.03.2012 09:55 Uhr von Gryzli
 
+48 | -40
 
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@Verfasser des Textes: Sorry aber wenn ich dein Statement zur Deutschen Kultur lese (anpassen) muss ich lachen.

...Ist es in Deutschland üblich mit Schuhen in der Wohnung zu laufen? Das heist also du gehts draußen auf der schmutzigen Straße, Weg etc. wo jemand z.B.ein Kaugummi wegschmeist, hinspuckt, Hundekot rumverteilt liegt (oft siehst du nichteinmal wo du hintritst, könnte ja einer schon vorher verteilt haben) und dann kommst du damit nach Hause und läufst damit in der Wohnung weiter rum.
Was ist wenn du kleinkinder hast?

Also sorry aber in meiner Kultur zíeht man immer die Schuhe aus, ich denke die Türkin meint das genauso nur hat der Richter es anders aus ihrem Mund interpretiert.

Ich fordere jede Person die zu mir kommt auf die Schuhe im Flur auszuziehen. Ich kann aber gerne mit Kacke Schuhe zu dir auf nen Tee vorbeikommen (Sarkasmuss off :D)
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10.03.2012 10:38 Uhr von CoffeMaker
 
+30 | -16
 
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Kultur hin oder her, es war kein Polizeieinsatz von daher sollte der Beamte wenigstens Überzieher bei haben.
Auch in der deutschen Kultur ist es nicht üblich mit Dreckbotten in der Wohnung rumzulaufen.
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10.03.2012 10:46 Uhr von KingPiKe
 
+30 | -11
 
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@Newsersteller: Ich weiß ja nciht wie es bei euch ist, aber bei uns zieht man sich auch die Schuhe aus, wenn man die Wohnung betritt. Und ich kann dir versichern, dass ich Deutscher bin und meine Vorfahren auch (zumindest soweit, wie ich es zurückverfolgen konnte). Wenn es draßen regnet, würde ich nur ungern wollen, dass der Gerichtsvollzieher meinen Teppich vollsaut. Wenn er seine Schuhe nicht ausziehen will, dann hat er sich überzieher mitzubringen. Ganz einfache Sache. Denn es ist meine Wohung, mein Teppich und meine Regeln.

Nur weil es sich hier jetzt um eine Türkin handelt, braucht man nicht die Integrationskeule schwingen.
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10.03.2012 10:48 Uhr von KingPiKe
 
+20 | -30
 
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10.03.2012 11:12 Uhr von KingPiKe
 
+21 | -15
 
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@Micha23: Eine Fußmatte macht doch nur den groben Dreck vom Schuhe. Trotzdem bleibt noch genug dran. Denn im Profil bleibt noch genug hängen.
Ob du auch noch diese ansicht hat, wenn jemand mit nassen dreckigen Schuhen deine Wohnung betritt?

Aber es ist schon einfacher die Kulturkeule zu schleudern ;)
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10.03.2012 11:14 Uhr von KingPiKe
 
+15 | -4
 
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@AntiPro: Ja, das "gewalttätige" habe ich tatsächlich überlesen. Bitte entschuldige meinen Ton ;)
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10.03.2012 11:16 Uhr von Ich_bins_wieder
 
+17 | -7
 
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Finde ich auch mehr als recht, der Mann arbeitet und kann sich nicht jeden Geflogenheiten von irgend welchen Ländern weit weg anpassen. Zudem wie der Richter vollkommen richtig sagt: Er ist kein Gast und setzt ein Gesetz durch. Zudem ist auch die Aussage der Türkin "es sei in ihrem Kulturkreis üblich" durchaus so auszulegen, dass es in der Türkei eine Behörde auch nicht wirklich muss, sondern es aus Höflichkeit kann wenn sie möchte!
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10.03.2012 11:18 Uhr von sagnet23
 
+17 | -7
 
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@Autor: "Also Integration funktioniert normalerweise so, das man sich an die Kultur des Landes anpasst, in dem man wohnt. Nicht anders herum." Stimmt vom Prinzip her: Aber in meiner Wohnung, in meiner Privatsphäre gelten MEINE Regeln, MEINE Kultur, solange niemand belästigt wird.

@Richter am Gericht: Es ist keine Kulturfrage, es ist eine Hygienefrage. Und es ist peinlich, dass ein Richter uns damit sagen möchte dass wir Deutschen Dreckig sind

Ansonsten: Es ist zwar kein Polizeieinsatz, der folgt allerdings, wenn man dem GV nicht folgeleistet. Der Titel den er in der Hand hält ist vollstreckbar, da hat die betreffende Person keine Chance.
Es ist halt so, jedem kann es passieren dass man in eine Zwangslage kommt, die Lebensumstände können dazu führen, dass so ein nettter (und dass meine ich so) Herr vor der Tür steht.
Bei mir hab ich erst durch den GV erfahren, dass da noch Rechungen aus gemeinsamen Zeiten offen waren, kleine Rache dass ich sie aus der Wohnung geklagt habe....

Trotzdem sind die meisten einsätze des GV mangelnde Zahlungsmoral / falsche Einstellung zum Konsumverhalten: Absolutes NoGo
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10.03.2012 11:33 Uhr von quade34
 
+14 | -0
 
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Wir haben: für Handwerker und andere Gäste billige Überzieher bereit zu liegen. Das ist keine große Sache und bewahrt andere Menschen vor Peinlichkeiten beim Abstreifen der Schuhe.
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10.03.2012 11:40 Uhr von Again
 
+10 | -12
 
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Igor-Schlitz: "Also Integration funktioniert normalerweise so, das man sich an die Kultur des Landes anpasst, in dem man wohnt. Nicht anders herum. "
Ist es denn in Deutschland anders? Ich latsche hier niemandem mit Schuhen durch die Wohnung.

Hauptsache mal wieder was gegen die bösen Migranten gesagt ^^
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10.03.2012 12:26 Uhr von Margez
 
+11 | -5
 
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Ich fordere Polizisten müssen auch die Schuhe bei Einsätzen ausziehen und besonders das SEK!

Und Blumen könnten sie zumindest auch mitbringen!

/Ironie off
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10.03.2012 12:30 Uhr von ThomasHambrecht
 
+8 | -6
 
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Sie kann auch zum Gerichtsvollzieher kommen und ihm dort das Geld geben. Sie kann es genausogut überweisen. Der gute Mann wirft in aller Regel ein Schreiben ein, dass man das Geld innerhalb einer First an ihn persönlich (in seiner Sprechstunde) oder per Überweisung zahlen kann. Der kommt nämlich erst, nachdem man ihn hängen lassen hat.
Und wenn Sie ihm das Geld an die Haustür bringt, stellt er auch im Hausflur die Quittung aus.
Weiss ich - mein Schulkamerad ist GV.

Aber das ist wahrscheinlich eine von denen die Schulden macht, nie zahlt und auf keine Mahn- und Amtsschreiben reagiert - oder kein Deutsch lesen kann.

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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10.03.2012 12:44 Uhr von DerMaus
 
+8 | -10
 
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Auch für mich als Deutscher gehört es zur Kultur unseres Landes auf Verlangen eines Haus-/Wohnungsbesitzers seine Schuhe beim Betreten der Immobilie auszuziehen.

Aber die Schweine sind mal wieder gleicher als die anderen Tiere...
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10.03.2012 12:48 Uhr von hboeger
 
+8 | -2
 
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Hallo Leute ! Wegen so einem Mini-Problem soviel Geschrei ?

Wo sind wir eigentlich !
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10.03.2012 12:50 Uhr von Heldentum
 
+10 | -6
 
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das kenn ich zu gut, 20 Paar Schuhe vor der Tür und es stinkt im Ganzen Haus.
einfach nur eklig.
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10.03.2012 13:13 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -2
 
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Das ist kein Höflichkeitsbesuch Der Gerichtsvollzieher kommt nicht zum Höflichkeitsbesuch.
Wenn der kommt, hat man auf alle Schreiben (auch Schreiben vom Gericht) nicht reagiert und auch keinen Zahlungsvorschlag gemacht. Der kommt mit einem Gerichtsurteil, dass auch nicht beachtet wurde.
Wir sind dann in der Situation, dass er (im Beisein der Polizei) die Tür aufbrechen darf um Gegenstände zur Pfändung aus der Wohnung zu entfernen. Da sind dreckige Schuhe wirklich das kleinste Problem.
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10.03.2012 13:22 Uhr von sooma
 
+2 | -3
 
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"Die Frau argumentierte, es sei in ihrem Kulturkreis üblich, dass man beim Betreten der Wohnung die Schuhe auszieht."

Nicht nur in ihrem! Auch bei uns bleiben die Strassenschuhe
draussen. Besucher bekommen Filzschluppen. Aus und Punkt.

[ nachträglich editiert von sooma ]
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10.03.2012 13:33 Uhr von Petabyte-SSD
 
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Gerichtsvollzieher. Sorry, ich habe so dreckige Füsse.

Wohnungsbesitzerin: Macht nichts, Sie haben ja Gummistiefel drüber ...
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10.03.2012 13:43 Uhr von irykinguri
 
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@ autor: nein integration ist wenn man in ein land kommt und sich nicht anpasst, sondern die meschen die dort leben in reservate steckt.

oder dürfen das nur eure verwandten vorfahren die ausgewandert sind?
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10.03.2012 13:51 Uhr von Netznews
 
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@Igor "Also Integration funktioniert normalerweise so..."

Eine dumme Bemerkung... Ich habe einen weisen Teppich in WZ und da willst du mit deiner auf Spuke, Nasenschleim Rotze usw. getretene Schuhe darauf laufen? Ich will nicht wissen, wie dein Teppich Zuhause aussieht, falls die einen hast.

Es soll Menschen geben, die sogar mit Schuhen ins Bett gehen.

Es gibt sowas, wie Hausschuhe und Überzieher, warum sollte man die nicht anziehen, wenn man drum höflich gebeten wird?

Die Türkin hat nur Pech gehabt mit dem NSU sympatirenden Richter, sonst ist das auch in deutscher Kultur üblich, falls es sich nicht um eine Messie-Wohnung handelt.

[ nachträglich editiert von Netznews ]
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10.03.2012 14:26 Uhr von Dracultepes
 
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Tja benehmen hatte der Gerichtsvollzieher nicht. Das hat nichts mit dem türkischen Kulturkreis zu tun sondern mit Hygiene.

Hier werden die Schuhe auch ausgezogen. Wir sind ja keine Assis.

Aber man kann sich doch auch entsprechend verhandeln. Vielleicht ausversehen in Hundescheiße treten und den Gerichtsvollzieher im Büro aufsuchen.

Da geht einiges.
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10.03.2012 14:54 Uhr von iarutruk
 
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Keiner wagt es anzusprechen, dass in den meisten Haushalten die Ausgehschuhe beim Betreten der Wohnung gegen Pantoffeln getauscht werden.

Das Ausziehen der Schuhe bei Islamisten und Buddhisten geschieht aus religiösen Gründen, nicht wie viele denken aus hygienenischen. Und wenn ich in einem Land bin, o das Usus ist muss ich mich daran halten. Und in Deutschland ist es generell nicht gebräuchlich, deshalb finde ich das Urteil des Richters in Ordnung.

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