09.03.12 21:24 Uhr
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Japan schaltet ab - Nein zum Atomstrom

Noch sind in Japan zwei Reaktoren am Netz und liefern Energie - vor dem Erdbeben und dem Tsunami 2011 waren es noch 54.

Bis Ende April sollen auch die letzten beiden Atomkraftwerke vom Netz gehen. Nach erneuter Überprüfung der Atomkraftwerke sollten diese eigentlich wieder hochfahren, Proteste aus der Bevölkerung stoppten dies nun. Die Entsorgung des geschmolzenen Brennstoffes soll noch 25 Jahre dauern.

Wie es mit der Atomindustrie in Japan weitergeht ist unklar, es werden im Sommer Engpässe erwartet. Die Klimaanlagen sorgten in den vergangen Jahren dafür, dass 19 Atomkraftwerke in den Sommermonaten die Versorgung sicherstellten.


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WebReporter: Igor-Schlitz
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Japan, Fukushima, Atomkraftwerk, Reaktor, Brennstoff, Atomstrom
Quelle: derstandard.at

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09.03.2012 21:24 Uhr von Igor-Schlitz
 
+28 | -16
 
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Wenn Japan als Industrienation die Kernenergie abschaffen kann, können wir das auch. Schaltet endlich ab!
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09.03.2012 22:27 Uhr von Aggronaut
 
+31 | -8
 
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schon merkwürden: die haben trotzdem genug strom auch ohne akw.
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09.03.2012 23:16 Uhr von blz
 
+16 | -1
 
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@Aggronaut: Die Japaner befürworten den Ausstieg. Das bedeutet noch lange nicht, dass es au funktioniert.
So eine Entwicklung ist nicht in zwei Jahren abgeschlossen. Es müssen Alternativen geplant, entwickelt und gebaut werden. Das Netz muss angepasst werden usw.
Ich persönlich glaube, der Ausstieg ist der richtige Weg. Aber bitte mit bedacht und genug planung. Ich persönlich würde den Atomstrom der Energierießen (also die AKW Betrieber) so stark besteuern, dass es in den Ihrem Interesse liegt den Ausstieg selber zu planen.
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09.03.2012 23:48 Uhr von Franz_Brandwein
 
+3 | -1
 
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Andere Fragestellung: Die Frage nach dem "woher" kommt der Strom ist allgegenwärtig im Mittelpunkt. Die Frage nach dem "wohin" geht der Strom, leider selten so gerne gestellt. Wenn es wirklich stimmt, dass zum jetzigen Zeitpunkt nur ein Bruchteil der Reaktoren wie vor einem Jahr im Betrieb ist und dennoch das hochindustrialisierte Japan nicht in der Steinzeit versinkt, dann könnte die ein oder andere nicht eingeschaltete Klimaanlage im Sommer das Aktivieren zusätzlicher Reaktoren verhindern.
Nur so eine Idee....
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10.03.2012 02:14 Uhr von Prismama
 
+5 | -1
 
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hmm: Japan scheint auf dem richtigen Weg zu sein.
Klingt jetzt wahrscheinlich makaber, aber die Japaner sind eine Nation die großes Leid (leider) gewohnt ist, darum sind sie recht zäh...ich denke und hoffe dass sie auch diese Superkrise recht gut meistern werden..

Und wenn wir zusammen mit den Japanern als große Wirtschaftsnationen der Welt zeigen, dass es auch genug Strom gibt ohne Atomkraftwerke, könnte das doch auch anderen Länder überzeugen auf Atomstrom zu verzichten...
um erneuten Katastrophen vorzubeugen und nicht noch mehr nahezu unentsorgbaren Müll zu produzieren...
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10.03.2012 04:58 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+0 | -2
 
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Oh mein Gott, Nein!
Erneuerbare Energien Vs. Egomanie, "träller"
Hey, sie spielen unser Lied. Egal, auf uns einfache Leute hört eh kein Schwein. Wirschaft! Wachstum! Jeah, lasst uns beten..."LOL*
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10.03.2012 11:18 Uhr von rolf.w
 
+0 | -1
 
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Probleme: Die Probleme bei der Umstellung auf alternative Energien in Japan sind die gleichen wie in anderen Ländern. Es ist ein Politikum. Die Atomkraftlobby ist stark und hat durchaus ihre Argumente. So müssen nicht nur die alternativen Energien erschlossen werden und das für viel Geld, es müssen auch die Atomkraftwerke abgebaut und entsorgt werden und das auch für viel Geld. Von der Endlagerung der verstrahlten Überreste mal ganz zu schweigen.
Auch haben die alternativen Energien durchaus einen Nachteil, sie sind umweltabhängig. Windkraftwerke brauchen Wind, Sonnenkraftwerke brauchen Sonne, usw. Auch wären die Kraftwerke für alternative Energien flächenmäßig um einiges größer als die AKWs, wenn sie die gleiche Leistung bringen sollen.
Was natürlich eindeutig gegen die Menge an AKWs spricht ist, dass man von 54 "nur" 19 im Sommer und im Winter gerade mal 2 braucht, um genügend Strom zu erzeugen.

Was ich so nicht verstehe ist, dass man in Japan, einem durchaus sehr modernen Land, es versäumt hat, seine Stromversorgung zu vereinheitlichen sondern 5 autarke, zueinander nicht wirklich immer kompatible Stromnetze betreibt.
Ich glaube nicht, dass man in Japan Elektrogeräte einmal für das Stromnetz und einmal für ein anderes zu kaufen bekommt. Die dürften mittlerweile alle auf 50 bis 60 Hz funktionieren. Daran kann es also nicht liegen.

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