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Schuldenschnitt gelungen: Europa wird zum Ersatzgläubiger Griechenlands

Finanzminister Evangelos Venizelos strahlt: Der griechische Schuldenschnitt-Deal mit den Banken scheint gelungen, an die Stelle von 110 Milliarden Euro Verbindlichkeiten gegenüber privaten und öffentliche Banken rücken für Athen nun 130 Milliarden Euro frischer Kredite von seinen Partnerländern.

Laut dem Think Tank "Open Europe" übernehmen die europäischen Steuerzahler künftig 85 Prozent der durch den Deal kaum gesenkten griechischen Schuldenlast. Nach Meinung von Beobachtern wird Athen fortan mindestens zehn Jahre lang von Leistungen aus dem Rettungsschirm EMS abhängig sein.

Für die privaten Gläubiger bergen die neuen Bonds indes viele Vorteile. Da sie englischem Recht unterliegen, können diese nach der möglichen Einführung der Drachme nicht abgewertet werden. Außerdem erhalten die Privatbanken rund 55 Milliarden als "Zucker" und zur Rekapitalisierung ihrer Banken.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Europa, Bank, Griechenland, Schuldenschnitt
Quelle: www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.03.2012 10:43 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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US-Ökonom Nouriel Roubini spricht Tacheles:
„Die Wahrheit ist, dass die meisten Gewinne in den guten Zeiten bis zum PSI privatisiert wurden, während die Verluste nun sozialisiert wurden. Die Steuerzahler der offiziellen Gläubiger Griechenlands, und nicht die privaten Bond-Besitzer, werden am Ende den größten Anteil der Verluste zu bezahlen haben, die sich aus der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Insolvenz Griechenlands ergeben.“
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09.03.2012 11:46 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Aus Financial Times Deutschland: "Wer glaubt, mit der Privatgläubigerbeteiligung seien die Lasten der Griechenland-Rettung irgendwie gerechter verteilt worden, täuscht sich. Nicht die privaten Anleger stemmen den Hauptteil der Griechenland-Rettung, das macht die öffentliche Hand, die Steuerzahler Europas. Die Privatanleger sind - im Vergleich zu einer Pleite Griechenlands - dagegen immer noch gut bedient mit diesem Deal. Weshalb der Bankenverband IFF vor Ablauf der Umtauschfrist auch sehr geschickt für die Annahme geworben hat - mit einem Billionen-Horrorszenario bei einem Scheitern.

(...) bei diesen langen Verhandlungen über die Privatgläubigerbeteiligung eine merkwürdige Umdeutung von Investitionsrisiken geschehen: Denn natürlich sind Gläubiger immer mit im Boot, wenn ein Schuldner in Schwierigkeiten steckt. Das muss man nicht erst populistisch einfordern. Wer es trotzdem tut, macht sich erpressbar. "
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09.03.2012 23:14 Uhr von Zitronenpresse
 
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Grichenland: ist ja hier im Forum ein Dauerbrenner.
Ich kann nur ALLEN empfehlen, sich das hier anzuhören:
http://alternativlos.org/...

Eine Pflichtübung in Sachen Euro-Politik, vor allem im Bezug auf Griechenland.

Vor allem auch, damit hier nicht immer wieder die gleichen Fehl-Interpretationen gemacht werden.
Danach wird einem dann schon selber klar, dass das Gelingen des Schuldenschnittes keine Eurostabilisierung auf Dauer ist.

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