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150.000 Privatversicherte zahlen keine Beiträge - sie sind nur notfallversorgt

Wer privat versichert ist, verdient gut, so die allgemeine Vorstellung. Doch es gibt bundesweit 150.000 Fälle, in denen Privatversicherte um das Existenzminimum herum leben und sich deshalb nicht einmal die Minimalbeiträge leisten können. Dazu zählen Kleinunternehmer, Geschiedene und Rentner.

Früher wären Nichtbeitragszahler aus der Krankenkasse geflogen. Die Gesundheitsreform von 2009 schreibt jedoch vor, dass jeder Deutsche versichert sein muss, egal wie viel er verdient. Die Beitragsausstände betragen bei Privatversicherungen bereits 550 Millionen Euro.

Das Problem haben sich die Versicherungen allerdings im Wesentlich selbst zuzuschreiben. In Provisionsgier nahmen Versicherungsmakler etliche Fälle an, bei denen im Vorfeld klar war, dass sie sich eine PKV nicht leisten können. Einsteigertarife unterhalb der gesetzlichen Mindestbeiträge wurden angeboten.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Opfer, Pleite, Beitrag, Gesundheitsreform, Krankenversicherung, Ulla Schmidt
Quelle: www.spiegel.de
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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.03.2012 13:41 Uhr von no_trespassing
 
+20 | -4
 
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Die Privatversicherungen sollen mal schön das ausbaden. In Kassel hat ein Ganove namens Mehmet Göker eine Vertriebsbutze mit 1000 Mitarbeitern aufgemacht und dort genau an diese Fälle PKVs vermittelt. Der hat dann 48 Mio. Euro Schulden angehäuft und sitzt heute in der Türkei, wo er sich für viele Millionen Immobilien gekauft hat. Bezahlen darf diese Eskapaden der normale Beitragszahler, dem einfach höhere Beiträge aufgebrummt werden.

http://www.spiegel.de/...
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08.03.2012 14:45 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+4 | -4
 
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Na zum glück: dürfen manche Menschen nciht zu einer gesetzlichen KK wechseln...

Idiotie pur
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09.03.2012 12:36 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -0
 
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@BastB ganz so einfach ist die Rechnung bei Selbständigen nicht.
Beispiel:
Man kauft im ersten Jahr eine Maschine für 50.000 Euro, verdient im ersten Jahr auch 100.000 Euro. Bleiben zum Leben (stark vereinfacht) noch 50.000 Euro.
Da die Maschine auf 10 Jahre abgeschrieben wird, verrechnet das Finanzamt im ersten Jahr aber 95.000 Euro Gewinn - statt nur 50.000 - und will dafür Steuer. Danach richtet sich dann auch die Krankenkasse. Trotz guter Auftragslage und Gewinne kommt man durch die Abschreibungsgesetze in eine dumme Notsituation.
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10.03.2012 17:17 Uhr von Katatonia
 
+2 | -0
 
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@wok! Vollkommener Unsinn, den Sie hier schreiben.

"Und damit dem Staat zu 100% auf der Tasche liegen - sehr sinnvoller Vorschlag."

Wenn ich sowas lese, weiß ich gleich, mit welch Menschen ich es zutun habe. Aufgrund von Usern wie Ihnen, leben hunderttausende in Armut, obwohl sie das nicht müssten. Sie haben einen gesetzlich garantierten Anspruch! Und Geld ist nicht alles im Leben. Und wer diesen Anspruch, aufgrund von Tiraden, wie von Ihnen, aus reiner Dummheit nicht annehmen will, der ist am Ende selbst der Geschädigte. Ihnen ist es doch egal, wenn Jemand erkrankt und verstirbt. Ihnen scheint es nur um ihre verkorkste ideologische neoliberale Einstellung zu gehen, aber nicht um den Menschen oder dem Staat.

Und mal zu den Fakten - das Jobcenter oder die Arge zahlt sämtliche PKV und GKV Beiträge. Sie sind jedenfalls voll versichert im Leistungsbezug.

"Das Amt zahlt übrigens NICHT die 220 Euro Mindestbeitrag für die GKV."

Wo Sie diesen Unsinn her haben, weiß ich nicht. Auf jedenfall irren Sie gewaltig. Denn dann wäre Niemand versichert. Es gibt bei der GKV übrigens keine gestaffelten Beiträge. Anders bei der PKV. Und nebenbei, als Selbstständiger empfehle ich immer die gesetzliche GKV als freiwillig Versicherter. Ist auch nicht teurer als die PKV und sie haben wesentlich mehr Garantien und Stabilität. Und ein ca. 300 € Beitrag bis zu ca. 3800€ Einkommen je nach Kasse ist in Ordnung. Da zahlen Sie als Arbeitnehmer wesentlich mehr.

[ nachträglich editiert von Katatonia ]
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10.03.2012 22:18 Uhr von Lachsi|Original
 
+1 | -0
 
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PKV: lohnt sich nur dann wirklich, wenn man darauf steht, von geldgeilen Privatpatient-Ärzten behandelt zu werden. Ach und man wartet ggf. weniger, aber im heutigen Tablet/Smartphone/UMTS-Zeitalter ist Warten keine verlorene Zeit mehr.

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