07.03.12 16:54 Uhr
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Wolfgang Schäuble will Steuerabkommen durchboxen

Wenn es nach Wolfgang Schäuble geht, soll ein Steuerabkommen über die Beträge deutscher Kunden bei Schweizer Banken noch bis Juli stehen. Bisher ist dies noch nicht möglich, da die SPD-regierten Bundesländer im Bundesrat eine Mehrheit haben und Nachbesserung fordern.

Dieser Forderung will Schäuble nun bei der Abgeltungssteuer entgegenkommen. Das Abkommen sieht eine Besteuerung von 19 bis 34 Prozent vor, je nachdem wie lange das Geld schon angelegt ist. Eine Befreiung ist nur möglich, wenn der Betroffene seine Zinserträge bereits versteuert hat.

Allerdings gibt es bereits eine EU-Zinsrichtlinie für in der Schweiz angelegte Gelder, die dem Abkommen entgegensteht und auf Widerstand seitens der Europäischen Union führt. Die SPD fordert unterdessen eine generelle Besteuerung von anonymen Einkünften mit einem Steuersatz von 35 Prozent.


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WebReporter: Marius2007
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Wolfgang Schäuble, Abkommen, Schwarzgeld, Steuerabkommen, EU-Komission
Quelle: www.handelsblatt.com

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07.03.2012 16:54 Uhr von Marius2007
 
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Wie man dem Artikel gut entnehmen kann, hat die Schweiz schon einen Gegenvorschlag unterbreitet und würde z.B. einen Steuerrabatt, der weniger als 35 Prozent beträgt, nur demjenigen gewähren, welche freiwillig Steuerinformationen preisgeben.

Das Problem ist halt das man einerseits die Steuerabkommen von Großbritannien und Deutschland hat, auf der anderen Seite die EU-Zinsrichtlinie, welche aber bei Weitem nicht alle Gelder erfasst. Das Abkommen würde aber das gesamte "Schwarzgeld" betreffen.
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07.03.2012 17:39 Uhr von thatstheway
 
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@ Autor: was ich nicht ganz verstehe,
wie kann man anonyme Einkünfte versteuern ?
wenn ich die Einkünfte in einer Steuererklärung deklariere, sind diese nicht mehr anonym !
der Quelltext wurde nicht richtig interpretiert = Minus
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07.03.2012 17:48 Uhr von Marius2007
 
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Ganz einfach: Wie ich aus ein anderen Quelle entnehmen kann , sollen ab 2014 alle deutschen Kontoinhaber in der Schweiz mit einem Steuersatz von pauschal 34 Prozent besteuert werden, egal wer das ist, wenn das Abkommen in Kraft tritt. Sprich es wird zwar kein Name genannt aber die Schweiz guckt dann, wer von den Deutschen vermutlich, wie lange, wo Geld liegen hat.

Nun plant die Schweiz als Gegenangebot für das neue Abkommen, dass man eben die Steuer auch reduzieren könnte, welche fällig wird, wenn diejenigen dazu bereit sind Steuerinformationen für die deutschen Behörde bereitzustellen.

[ nachträglich editiert von Marius2007 ]
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07.03.2012 18:25 Uhr von thatstheway
 
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@ Marius2007: ich wollte auch damit sagen das das ganze eigentlich eine farce ist, denn wenn man es richtig macht, bleibt das Geld und der Besitzer anonym. D.h. De geht leer aus = keine versteuerten Zinseinnahmen
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08.03.2012 05:28 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Abkommen versetzt Steuersünder in Champagner-Laune: Zu dem Deutsch-Schweizer Steuerabkommen hat sich Peer Steinbrück im September 2011 ausführlich geäußert, hier ein kurzer Ausschnittt:

"Im Kern weist der paraphierte Entwurf eines neuen Doppelbesteuerungsabkommens mit der Schweiz folgende schwere Mängel auf:

Er läuft auf eine Strafbefreiung derjenigen Steuersünder hinaus, die vor Unterzeichnung des Abkommens eine Steuerstraftat oder auch eine Steuerordnungswidrigkeit begangen haben. Dito werden die Mitarbeiter von Schweizer Banken, die deutschen Steuersündern serviceorientiert behilflich waren, amnestiert. Das dürfte diese Gemeinde nicht nur mit einer Champagnerlage zu feiern wissen. Auf die »Altgelder« müssen die Steuersünder zwischen 19 und 34 Prozent Steuern nachzahlen – und Schluss ist."

Zudem kritisiert Steinbrück die zweifelhafte rechtliche Grundlage für eine solche Steueramnestie.

Man muss kein Freund Steinbrücks sein (...wie ich es sicher nicht bin...), um den Artikel "Sattelt die Pferde!" höchst interessant zu finden, also ganze Quelle mal lesen:

http://www.zeit.de/...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]

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