07.03.12 12:19 Uhr
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Trauerfall Jussef El-A: Todesopfer gehörte laut Staatsanwalt zu Angreifern (Update)

Wende im Fall Jussef El-A. (18), der in Neukölln im Verlauf eines Fußballstreits und anschließender Hetzjagd einer Stichverletzung zum Opfer fiel. Nun widersprach Oberstaatsanwalt Martin Steltner Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky: "Er war kein Streit-Schlichter, sondern unter den angreifenden Jugendlichen."

El-A. soll mit circa 20 Jugendlichen herbeigeeilt sein, als Sven N. (34) und Oliver H. (39), eine Art Sozialarbeiter in Neukölln, einen Streit zwischen einem 19-Jährigen namens Fathi und einem Landsmann zu schlichten versuchten. Die Streithähne verbündeten sich kurzerhand, der Mob begann eine Hetzjagd auf die Schlichter.

Das Duo flüchtete in eine Wohnung, der bewaffnete Mob tobte vor der Tür. Während Oliver H. Reißaus über den Garten nahm, suchte Sven N., ermutigt durch einen türkischen Vermittler, erneut das Gespräch. Doch der Mob griff erneut an, dabei bekam El A. offenbar in Notwehr das Messer des schwer verletzten Sven H. ab.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Messer, Staatsanwalt, Todesopfer, Aussage, Messerstich, Widerspruch, Berlin-Neukölln
Quelle: www.berliner-kurier.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.03.2012 12:19 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+21 | -2
 
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Nachtrag: Sven N. trug einen Schädelbasisbruch davon. Den Ablauf am besten noch einmal ausführlich in der Quelle nachlesen, der Platz in der News war dazu doch arg knapp bemessen.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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07.03.2012 12:26 Uhr von jaycee78
 
+3 | -9
 
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Notwehr: So einen ähnlichen Fall hatten wir doch schon mehrmals:

http://www.tz-online.de/...
(vorerst 4 Jahre Haft)

http://www.express.de/...
(Freispruch)

Ich hoffe sehr, dass die Streitschlichter im aktuellen Fall der autonomen Szene angehör(t)en und die Gefängnisstrafe deshalb keinen Unschuldigen trifft.
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07.03.2012 13:44 Uhr von Hopdedik
 
+4 | -37
 
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07.03.2012 14:43 Uhr von One of three