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Bundesregierung übernimmt Bürgschaft für Brasilien-Kernkraftwerk

Die SPD stellte eine Anfrage an die Bundesregierung. Die Antwort die diese bekam mutet seltsam an. Denn Deutschland wird eine Exportkreditgarantie für den Bau des dritten Blocks eines Kernkraftwerkes (KKW) in Brasilien übernehmen.

Dies wird mit der Sicherheit des Reaktors begründet, da dieser ein moderner Druckwasserreaktor sei. Jedoch steht noch ein weiteres Gutachten aus. Dieses soll prüfen "ob und wie die Erkenntnisse aus der Havarie von Fukushima beim Bau des Kernkraftwerks Angra 3 berücksichtigt werden".

Die Bundesregierung selber sieht keinen Widerspruch zur Energiewende in Deutschland, da sie auf die Sicherung von Arbeitsplätzen sowie auf die Souveränität der Staaten verweist "einen anderen Energiemix zu wählen".


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WebReporter: H311dr1v0r
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Brasilien, Energie, Bundesregierung, Kraftwerk, Kernkraftwerk, Bürgschaft
Quelle: co2business.com

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.03.2012 15:19 Uhr von Didatus
 
+2 | -3
 
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Dieses Gutachten? Warten auf dieses Gutachten:
http://www.spiegel.de/...
"Dies wird mit der Sicherheit des Reaktors begründet, ..." klingt da irgendwie ziemlich ironisch, wenn das Gutachten sagt, dass das Kernkraftwerk noch schlechter gegen Flutwellen gesichert ist, wie Fukushima. Zeigt mal wieder schön, was für einen Bullshit unsere Politiker verzapfen.
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06.03.2012 16:38 Uhr von Perisecor
 
+3 | -3
 
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@ Didatus: Und da Brasilien auch viel öfter von Erdbeben und Tsunami heimgesucht wird als Japan, ist das auch ganz wichtig.

Erinnert mich immer an den geforderten Tsunamischutz für AKW in der Schweiz und Süddeutschland...
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06.03.2012 17:01 Uhr von Didatus
 
+2 | -4
 
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@Perisecor: Sag das mal den 180.000 Brasilianern die 2010 durch den Tsunami obdachlos wurden.
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06.03.2012 17:22 Uhr von Perisecor
 
+3 | -0
 
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@ Didatus: Das war kein Tsunami, sondern eine Überschwemmung - ausgelöst durch Regenfälle im Inneren des Landes.


http://www.zeit.de/...


http://de.wikipedia.org/...

http://de.wikipedia.org/...
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06.03.2012 17:48 Uhr von Didatus
 
+1 | -1
 
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@Perisecor: Mea Culpa. Da hatte ich mich durch diesen Artikel fehlleiten lassen:
http://de.globalvoicesonline.org/...

Du hast Recht. Es waren Niederschläge welche diese Katastrophe ausgelöst hatten.

Nichts desto Trotz hat Brasilien über 7000km Küstenlänge. Warum sollte es da unwahrscheinlich sein, dass Brasilien von einem Tsunami getroffen wird? Ist daher also eher weniger mit einem Tsunamischutz für die Schweiz zu vergleichen.
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06.03.2012 18:19 Uhr von Perisecor
 
+3 | -1
 
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@ Didatus. Kein Problem, Fehler passieren, ich bin auch zuerst auf dem von dir genannten Artikel gelandet und war verwirrt, da ich meinte, dass ich dann davon gehört hätte. ;)

Natürlich gibt es in Brasilien gewisse Risiken - neben Wasser auch die einfache Gefahr durch die hohe Korruptions- und Kriminalitätsrate.


Die Gefahr im Vergleich zu Japan ist aber, rein von der Sache her, geringer, da es eben (bisher) diese starken und ständigen tektonischen Verschiebungen nicht gibt.

Natürlich darf man deshalb nicht auf jeglichen Schutz verzichten, da kann ich nur zustimmen.

Die ständigen Vergleiche mit Fukushima oder Tschernobyl, obwohl völlig andere Voraussetzungen vorliegen, finde ich nur langsam ein wenig ermüdend. Auch, weil das in keinem anderen Land so extrem betrieben wird wie in Deutschland.

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