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Schweiz: Volksinitiative zu "Bedingungslosem Grundeinkommen" gestartet

Mit einem großem Festakt wird am 21. April in der Schweiz die Volksinitiative zum Bedingungslosen Grundeinkommen gestartet. Die Initiative wird dazu im gesamten Jahr mit Veranstaltungen, Vorträgen, Diskussionsrunden und einer Unterschriftenaktion auf sich aufmerksam machen.

Die Volksinitiative ist eine lose Gruppe von Menschen die für das Bedingungslose Grundeinkommen kämpfen. Nach Angaben der Homepage ist die Initiative weder politisch noch konfessionell gebunden oder untersteht anderen Organisationen.

Das Volksbegehren will jedem Schweizer ein Einkommen von 2.500 Franken erkämpfen. Zur Finanzierung sei beispielsweise eine Konsumsteuer denkbar. Zur Unterstützung des Volksbegehrens sind 100.000 Unterschriften notwendig.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Schweiz, Unterschrift, Grundeinkommen, Volksinitiative
Quelle: www.extremnews.com

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06.03.2012 11:04 Uhr von zkfjukr
 
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Und was ist: mit deutschland? Oo
Mit grundeinkommen statt h4 kommt der staat finanziell nicht schlechter weg, aber die bürger besser.

(noch dazu verstößt h4 gegen jegliche grundgesetze dt´s)
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06.03.2012 11:19 Uhr von stoniiii
 
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Gut so!
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06.03.2012 11:32 Uhr von Bibabuzzelmann
 
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Ei dann will ja keiner mehr Arbeiten: Hört man dann immer von den Weltfremden *g

Was aber dagegen spricht sind die Zahlen der Freiwilligen, die sich beim Bund melden, oder sich im Sozialen Bereich einbringen, obwohl sie keiner dazu zwingt, finde ich....es sind gar nicht genug Plätze da, um jedem einen zu geben....damit hat man vorher nicht gerechnet. Macht doch dann keiner mehr, wenn es freiwillig ist, haben alle gesagt lol

Die Schweizer werden uns in Zukunft wohl allen davon ziehen *g

[ nachträglich editiert von Bibabuzzelmann ]
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06.03.2012 11:54 Uhr von CoffeMaker
 
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"Geld fürs nix-tun bekommen. Arbeiten gehen wenn man Bock hat. Man ist ja dann motivierter... LOL "

Was ist da der Unterschied zu jetzt?

"Wie sollte das bei uns sein? 1000€ BGE? Das sind ca 300 € (für einen Single) mehr als bei H4"

Sind nur 270€ mehr, ab nächstes Jahr glaub ich sogar nur noch 260€ mehr.

@atze.friedrich du hast dich nicht wirklich mit dem thema befasst sonst wüsstest du das das prinzip das gleiche ist nur das das ganze vereinfacht wird.
Viele Firmen suchen immer nur kurzzeitig Arbeitskräfte, bei der Umständlichkeit von heute geht keiner die Rennereien ein um mal einen Monat aus dem Harz4 zu sein. Beim Grundeinkommen gehst du zur Firma, arbeitest und es wird gleich mit der Steuer verrechnet. Noch einfacher gehts schon nicht mehr.



[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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06.03.2012 12:30 Uhr von hujiko-san
 
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Ich arbeite tagtäglich ehrenamtlich neben Freiberuflichkeit und Studium. In meiner Umgebung halten das Viele ähnlich, und da wird das BGE heiß diskutiert, nicht weil sich viele Chancen ausschließlich für das ehrenamtliche Segment bieten würden. Auch viele Forschende in Kleinprojekten, an denen die Wirtschaft vorerst kaum Interesse hat, die Finanzierung zähflüssig über Nebenjobs etc. abgedeckt wird, erkennen da eine Menge Potenzial.
Ich kenne auch eine Menge Paare, die gern ein paar Kinder mehr hätten, und sich vorstellen könnten, dass einer der Beiden als Hausfrau/-mann voll tätig wäre, sofern sie es sich denn leisten könnten. Und sorry, nein, der übliche H4-Satz, oder ein Einkommen allein, ist eben nicht ausreichend um seine Kinder ordentlich fördern und fordern zu können. Was allein die Anschaffung eines brauchbaren Instruments kostet...

Wer natürlich Produktivität mit dem Verhökern von billigem Schund an die dumme Viehherde gleichsetzt, wird freilich nicht verstehen können, an welcher Stelle sich die Rechnung ins Positive verkehren könnte.

Aber naja, es sind letztlich immer die gleichen Leute, die ohne überhaupt ein Stück weit darüber mal ordentlich nachzudenken, diese Idee kategorisch abweisen, die am lautesten wegen fehlender Kita-Plätze usw. plärren. Interessant ist, dass die meisten Leute ja ohnehin nur von sich selbst sprechen, wenn sie am "Menscheln" sind. Auf der anderen Seite natürlich auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass das Gros der Arbeitenden ihren Job eigentlich gar nicht mag, und viel lieber etwas Anderes machen würde. :D Ätsch: ich liebe, was ich tue. :P

Natürlich, des Menschen einzige Triebfeder für produktives Tätigsein ist das liebe Geld. *fasst sich an den Kopf* Deswegen gehen auch so viele Menschen zum Hartz4-Satz arbeiten, oder sind nach acht Stunden Maloche immernoch von Aufstockung abhängig. ;) Jaja, die Menschen sind natürlich eine Horde von lauter faulen, arbeitsscheuen Banditen, die nur darauf warten, endlich die Made im Speck mimen zu dürfen. ;)
Klar, die gibt´s da draußen auch. Warum auch nicht? Wenn wir aber ehrlich sind: wer arbeitsunlustig ist, kommt auch heutzutage ganz gut drumherum, ohne auch nur einen Finger krümmen zu müssen.

Aber, ich bin da überhaupt nicht blauäugig:
Eine Debatte dieser Art im Land der Neider, Autopolierer und Kehrwochenüberwacher zu führen, ist schlichtweg sinnentleert. Über aller vermeintlicher Produktivität und Effizienz wurde ja schon lange vergessen, was leben eigentlich bedeutet. Verständlich, wenn der einzige tägliche Thrill im Studium der Sonderangebote des örtlichen Discounters besteht. :D

OT:
Unabhängig vom BGE gefällt mir aber die Idee einer Konsumsteuer enorm. ^^
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06.03.2012 14:28 Uhr von hujiko-san
 
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@eternal_waltz: >>Manche haben halt noch stolz. wenn sie arbeit haben bzw. arbeiten (gehen) können tun die es auch. dann weiß man wenigstens dass man am tag was geleistet hat. des weiteren ist es immernoch besser als den ganzen tag vorm fernsehr zu verbringen.<<

Meine Rede, wobei das meiner Erfahrungslage nach eben die Meisten, und nicht nur "Manche" sind.

Wilhelm v. Humboldt hat einmal gesagt, dass das menschliche Gemüt nie heiterer gestimmt sei, als wenn es seine richtige Arbeit gefunden habe. Dem pflichte ich so bei, und begreife den Menschen als ein von Haus aus produktives Wesen, das gar nicht anders kann, als tätig zu sein.
Die Ausnahmen hiervon, drücken sich so oder so davor, und bei dem Gros Dieser lassen sich wiederum pathologische Hintergründe mutmaßen.
Des Weiteren bin ich der Überzeugung, dass Potenzial eines solchen Schrittes nicht zwangsläufig an ein paar Problemfällen relativieren zu müssen.

>>Gerade der H4-Bedürftige kann es sich NICHT erlauben, faul auf der Couch liegen zu bleiben da sonst Sanktionen im Sinne von Geldkürzungen bis hin zur kompletten Sperre drohen.<<
Eigentlich ein Irrtum, denn die paar Auflagen kann jeder halbwegs denkende Mensch mit Leichtigkeit monatlich erfüllen, ohne in die Verlegenheit zu kommen, jemals ernstlich von Arbeit bedroht zu sein. ;)

>>Es ist keine Selbstverständlichkeit, in einem Land zu leben, in dem einem so sehr unter die Arme gegriffen wird. Statt über das bisschen Hilfe uns zu freuen wird nur gemeckert und nach mehr verlangt.<<
Es geht nicht zwangsläufig um ein Mehr, sondern um eine Veränderung des Wies.

Ein BGE ließe sich auch staffeln, indem man den H4-Satz als Ausschüttung gewährt, und einen geringen, trotzdem abgabenpflichtigen Freibetrag zur Staffelung gewährt.
Das wäre allemal noch bedeutend flexibler als das gegenwärtige System, und würde denjenigen Arbeitsgruppen entgegenkommen, die auf saisonale Marktveränderungen usw. reagieren müssen, aber auch Hausleuten, angehenden Selbstständigen, usw.

Das "Hire and Fire"-Prinzip muss nicht schlecht sein, wenn man versteht, es sinnvoll in den bestehenden Sozialstaat einzubetten.
Gegenwärtig ist es tatsächlich so, dass ich es mir drei Mal überlegen muss, einen Job anzunehmen, bei dem mir von Vornherein klar ist, dass diese Anstellung meinetwegen nur drei Monate fortdauert. Die behördlichen Mühlen mahlen langsam, und so ist mir am Ende der drei Monate zumindest eine kurze Zahlungslücke schon garantiert.
Ich selbst habe schon in Firmen mit einem naturgemäß stark fluktuierenden Arbeitskraftbedarf gearbeitet, dessen Schwankungen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht durch Personaldienstleister abgedeckt werden konnte.

Klar, volkswirtschaftlich gesehen ist das Alles aus dem Kalten nur schwerlich kalkulierbar, und Deutschland nicht der geeignetste Nährboden für derartige Experimente. Generell sollte man allerdings nicht allzu leichtfertig über dieses Konzept urteilen. Wischen für derartige Ansätze vorschnell vom Tisch, und geben den allerorts unreflektiert herausposaunten Rufen nach weiteren Verschärfungsmaßnahmen nach, dürfen wir mit Gewissheit annehmen, dass unser aller Zukunft dem US-amerikanischen Ist-Zustand entspricht.
Und Sorry: das kann einfach nicht unser Ziel sein, in einem Land zu leben, in dem sich junge Menschen mit Potenzial in sinnlosen Kriegen verheizen lassen, nur um sich irgendwie die Möglichkeit auf ein Studium zu verschaffen. Ein Land, in dem es Menschen mit zwei Vollzeitarbeitsstellen gibt, die unterhalb der regionalen Armutsgrenze leben.
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06.03.2012 14:50 Uhr von Perisecor
 
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BGE hat zwei große Probleme, weshalb es auf absehbare Zeit nicht eingeführt werden kann.

1) Ein solches Projekt, welches Lokal beschränkt ist - also z.B. nur auf ein Land - klappt nicht, da äußere Einflüsse zu schädlich sind. Noch problematischer wird es, wenn das Land nicht autark ist, sprich Rohstoffe oder gar Verbrauchs-/Luxusgüter importieren muss.

2) Ein genereller Preisanstieg. Wenn jeder Bewohner (theoretisch) 1000€ mehr zur Verfügung hat, dann kostet der Fernseher eben nicht mehr 500€, sondern 1000€. Oder 200g Wurst eben nicht mehr 2,50€, sondern 5€.


Beides wäre - theoretisch - nur dann zu umgehen, wenn ein abgeschotteter Bereich entstünde. Also ein Nordkorea-Szenario oder ein Kontinent á la Nordamerika oder eben der gesamte Planet Erde.


Die politischen Konsequenzen (stop jeglicher Immigration u.ä.) noch nicht beachtet.



Ja, Ponyhof-Szenarien sind schön und jeder Mensch wird irgendwann mal davon träumen oder geträumt haben. Eine reale Umsetzung scheitert aber am Ende an der reellen Begrenztheit von Ressourcen.
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06.03.2012 14:53 Uhr von Perisecor
 
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@ hujiko-san: "dass unser aller Zukunft dem US-amerikanischen Ist-Zustand entspricht."

In den USA muss niemand in die Armee eintreten, um studieren zu können. Studienkredite sind für quasi alle Menschen verfügbar und ein Stipendium ist noch leichter zu bekommen als in Deutschland.

Und bei einer "Armutsgrenze", die dank Durchschnittseinkommen extrem hoch angesiedelt ist, kann man es sich auch erlauben, arm zu sein und trotzdem besser zu leben, als z.B. ein Gutverdiener in der Zweiten Welt.
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06.03.2012 16:21 Uhr von Teffteff
 
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@Perisecor: Also Dein letzter Kommentar ist ja wohl aus Gebrüder Grimm oder Eulenspiegel. -Kann ja wohl nur ironisch gemeint sein oder? Oder Provokation wie immer? Mach Dir aber keine Hoffnung auf so einen Mist werde ich nicht weiter eingehen.
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06.03.2012 16:30 Uhr von Perisecor
 
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@ Teffteff: Du hast mal wieder jegliche Argumente in deinem Kommentar vergessen.

Aber natürlich ist Wissen aus erster Hand Mist - du beschäftigst dich ja lieber mit realitätsfremden und absolut theoretischen Dingen wie dem Inhalt dieser News.


Übrigens auch etwas, was man sich im Sozialstaat Deutschland erlauben kann. In seiner eigenen Welt leben und die Realität ignorieren.
Das solltest du, der das ausgiebig nutzt, auch mal zu schätzen wissen.
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06.03.2012 16:56 Uhr von Teffteff
 
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Perisecor: Meinst Du nicht, dass DU wichtige Details weggelassen hast?
z.B. diese:
1. In den USA ist man nach einem Studium so hoch verschuldet, dass man für die nächsten 15 Jahre nur die Verbindlichkeiten abarbeiten kann (wenn man überhaupt einen Job danach bekommt)
PS: Du kannst mir glauben, ich habe hier Wissen aus erster Hand

2. Ohne Nebenjob oder reiches Elternhaus ist Studium garnicht möglich

3. In den USA gehen so gut wie nur Arme und Schwarze zur Armee, weil sie keine Chance auf Arbeit oder Studium haben. In Deutschland entwickelt sich das auch bereits dorthin ist aber noch meilenweit entfernt von den Gegebenheiten in den USA.

Jetzt habe ich mich doch geäußert. So einen Schei... der Deine Ideologie untermauern soll, kann man aber unmöglich stehen lassen.
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06.03.2012 17:19 Uhr von Perisecor
 
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@ Teffteff: "1. In den USA ist man nach einem Studium so hoch verschuldet, dass man für die nächsten 15 Jahre nur die Verbindlichkeiten abarbeiten kann (wenn man überhaupt einen Job danach bekommt) "

So? Ein Studium an manchen staatlichen Universitäten ist grundsätzlich kostenlos.

Ein Studium an einer privaten Elite-Uni kostet, je nach Schwerpunkt und Dauer, $200.000-$500.000 - inkl. Unterkunft und Verpflegung.

Wer also ein Medizin-Studium für $500.000 in Harvard oder an der Johns Hopkins bestanden hat und dann nur $33.000 pro Jahr zum Abbezahlen zur Verfügung hat, hat grundsätzlich irgendwas im Leben völlig falsch gemacht oder wendet übermäßig viel Geld für sein Leben auf und hat deshalb niedrige Raten.

Im Vergleich hierzu ein paar Zahlen zu Durchschnittslöhnen:
http://mdsalaries.blogspot.com/
Es ist davon auszugehen, dass Absolventen der Top-Unis auch am oberen Ende der Bezüge stehen.



"2. Ohne Nebenjob oder reiches Elternhaus ist Studium garnicht möglich"

Natürlich.

a) Stipendien - decken sowohl staatliche Unis ab als auch private, manche zahlen alles, manche nur einen Teil. Wer halbwegs gute Noten hat und bei der Vorstellung überzeugt, kann eins bekommen.

b) Privatkredit. Gibt quasi jede Bank sofern man halbwegs ordentliche Noten hat.
Muss aber zurückgezahlt werden.

c) "Reiche" Eltern sind nicht nötig. Selbst ärmere Leute können etwas für ein späteres Studium zurücklegen, ab der unteren Mittelschicht gibt es eigentlich keine Probleme mehr. Ausnahmen wären hier bestimmte Studienfächer an Elite-Unis, die einfach sehr teuer sind, hierfür gibt´s dann aber a) oder b) zur Unterstützung.



"In den USA gehen so gut wie nur Arme und Schwarze zur Armee"

Nö.

2005 waren es etwa 14% Schwarze
http://www.boston.com/...

2005 waren es ebenfalls knapp 14% der Soldaten, welche aus dem ärmsten Fünftel der Bevölkerung entstammen. Diese steigen aber auch oft auf, u.a., weil sie sich stärker anstrengen.

Die Anzahl an Rekruten aus wohlhabenderen Familien nimmt seit Anfang des Jahrtausends immer weiter zu.

http://urly.de/...

Hier ist ein extrem ausführlicher Bericht über die Herkunft der Soldaten bzw. Rekruten - inkl. Rasse und Einkunft der Familie.



So viel also zu deinen Infos aus erster Hand.

Hättest du dich mal besser nicht geäußert und dein Unwissen für dich behalten.

Andererseits, so lernst du wenigstens etwas. Dir traue ich immerhin zu, dass du dir die Links ansiehst und in Zukunft aufhörst, solchen Mist zu verbreiten.
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06.03.2012 20:04 Uhr von CoffeMaker
 
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"Gibt es beim BGE Sanktionen wenn man nicht arbeiten geht? Soviel ich weiß nicht. Gerade der H4-Bedürftige kann es sich NICHT erlauben, faul auf der Couch liegen zu bleiben da sonst Sanktionen im Sinne von Geldkürzungen bis hin zur kompletten Sperre drohen. "

Wer vom Amt Sanktionen reingewürgt bekommt ist nur nicht klug genug. Jeder halbwegs intelligente Harzer dreht es so das er keine Sanktionen bekommt. Was durch Sanktionen eingespart wird ist lächerlich und rechtfertigt nicht die Drangsalierung aller Harzer, weil nichts anderes macht das Amt.

"Es ist keine Selbstverständlichkeit, in einem Land zu leben, in dem einem so sehr unter die Arme gegriffen wird. "

Natürlich ist es selbstverständlich. Wenn du dem Menschen nicht die Möglichkeit gibst ohne Sklaverei (heißt Jobs die gerade mal zum Leben reichen und mehr nicht) für ihre Existenz selbst zu sorgen dann ist die Gesellschaft verpflichtet zu. Tut die Gesellschaft das nicht werden die Leute es sich von denen nehmen die es haben. Willst du das? Du kannst von einem Menschen nicht verlangen das er freiwillig in die Sklaverei geht um den Reichtum eines anderen Menschen zu mehren und sich rausreden das er das für sich selbst macht wegen dem Lebenserhalt.

Willst du das alle arbeiten musst du erstmal das System ändern-> alle arbeiten in einen Topf und teilen dann den Reichtum <- das aber will ja auch wieder keiner.
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06.03.2012 20:11 Uhr von Teffteff
 
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@Perisecor: Natürlich lese ich in den Links der Kommentare, wenn mich ein Thema interessiert. Leider ist mein Englisch eher durchschnittlich, sodass ich da etwas anderes herauslesen würde, als Du hier behauptest. Ich habe nun natürlich versucht irgendwo verlässliche Links in Deutsch im Internet zu bekommen. Leider bin ich nicht fündig geworden. Zumindest was den letzten Punkt betrifft kann ich also keine Zahlen als Gegenbeweis erbringen. Bei der Recherche im Internet sind mir aber dutzende Links mit dem gleichen Inhalt aufgefallen, welche von einem Rekrutenmangel in den USA ausgeht. Dieser wird angeblich mit der massiven Rekrutierung von Straftätern versucht auszugleichen. Ein zweiter Punkt ist die Zahlung eines Sondersoldes von 20.000 Dollar. Ich glaube nicht, dass damit die Oberschicht angesprochen werden soll. Im übrigen scheint das gleiche Schema in der gesamten westl. Welt und auch in Russland und China das gleiche zu sein. Die Bundeswehr entwickelte sich in den letzten Jahren ja auch immer mehr zur Ossi-Unterschichenarmee und tendiert weiter dahin. Wer spielt schon gerne "Kanonanfutter" wenn er 300.000 im Jahr verdient? Höchstens idiologisch Verblendete mit Hang zum Suizid.

Die obersten beiden Punkte zu den Studienkosten hast Du zumindest bei mir sogar noch untermauert. Du gibst ja selbst die Studienkosten weit höher an, als ich sie kenne. Allerdings kenne ich auch niemanden aus Harvard.

Das Argument, dass derjenige etwas falsch gemacht hat, welcher auf seinen Studienkosten sitzen bleibt, lasse ich nicht gelten. Das ist das Märchen vom "Land" bzw. Gesellschaft "der unbegrenzten Möglichkeiten". Es liegt eben nicht an jedem selbst etwas aus seinem Leben zu machen, sondern Vorurteile, gesellschaftliche Herkunft und äußere Umstände sowie Vererbung von Macht und Geld sind in dieser Gesellschaft die größten Weichensteller des Lebens. Nach Deiner Theorie bestünde die Möglichkeit das die USA ja nur aus hochbezahlten Wissenschaftlern und Theoretikern besteht. Wohl kaum anzunehmen, weil die Klassenpolitik immer für ein Oben und Unten sorgt. Das gab es übrigens auch in allen Ländern des real existierenden Sozialismus. Nur war es da nicht so gravierend, weil die Einkommsnsverhältnisse nicht so auseinander gedriftet sind.

Punkt "c" bei Dir halte ich im übrigen für reine Polemik und nicht zu beweisen. Nach Zahlen und Statistiken kann ich allerdings nicht das Gegenteil beweisen. Berichte von Studienkollegen meiner Frau aus den USA sprechen jedenfalls eine andere Sprache. Davon abgesehen, dass das Uni-System von der Quantität der Studenten natürlich besser ausgebaut ist. Das liegt aber daran, dass es so gut wie keine andere nachschulische Studien- oder Lehrmöglichkeit, wie es in Deutschland der Fall ist, gibt.

Also klaffen dann wieder eigene Wahrnehmung und Propaganda des Systems auseinander.

Gute Nacht.
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06.03.2012 20:30 Uhr von Perisecor
 
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@ Teffteff: a) Soldat werden hat für einen überraschend großen Teil der Menschen nichts oder weniger mit Geld verdienen zu tun. In den USA gehört es zu einem guten Lebenslauf, wenn man gedient hat - wie es in Deutschland z.B. ein Praktikum bei einer angesehenen Firma tut.
Direkt oder indirekt für die Streitkräfte zu arbeiten zeigt potentiellen Arbeitgebern, dass man bodenständig ist, nicht nur an sich denkt und vertrauenswürdig ist.
Deshalb gehen auch immer mehr Kinder aus wohlhabendem Elternhaus für ein paar Jahre in den Staatsdienst.

Eine ähnlich umfangreiche Publikation über die Zusammensetzung der US-Streitkräfte nach Herkunft dürfte es nicht geben, dazu ist das Thema zu speziell.

Aber auch mit durchschnittlichen Englischkenntnissen lassen sich, meiner Meinung nach, die Prozentzahlen abchecken. Das ganze Dokument muss dazu ja nicht gelesen werden.


Dass die generellen Rekrutierungszahlen teilweise nicht erreicht werden, stimmt. Das ändert aber die Verhältnisse nicht grundlegend - 75% Weiße in 2005 (bei 14% Schwarzen entfallen also ~10% auf Hispanics).



"Wer spielt schon gerne "Kanonanfutter" wenn er 300.000 im Jahr verdient? Höchstens idiologisch Verblendete mit Hang zum Suizid."

Deshalb geht man idR nach dem Studium und vor dem wirklichen Arbeitsbeginn zu den Streitkräften. Wer wirklich viel Geld verdient und trotzdem der Armee beitritt, wird dies aus Patriotismus tun - nach dem 11. September haben dies mehrere Sportler gemacht, ein paar haben das mit ihrem Leben bezahlt.



b) Wer eine Elite-Uni besucht, abschließt und deshalb so viele Schulden hat, der muss zwangsweise gut verdienen. Die Ausnahme wäre, wenn er einfach nicht will (-> arbeiten im kleinen elterlichen Betrieb, bei einer armen NGO o.ä.) - wobei sich dann natürlich die Frage nach dem Sinn eines solchen Studiums stellt.

Ernstgemeint: Falls du mal in die USA reist, besuche doch einfach mal einen Universitäts-Campus und rede mit den Leuten. Wie auch in Deutschland gibt es dort erstaunlich viele Leute, denen man das finanziell so garnicht zutrauen würde.
Natürlich trifft man in z.B. Eton mehr "reiche" Studenten als an der Ohio State University. Dafür gibt´s dann aber letztlich auch Stipendien.


c) Wenn man garkein Geld hat, keinen Kredit bekommt und auch nicht gut genug für ein Stipendium ist, dann muss man eben tatsächlich an einer kostenlosen staatlichen Universität studieren und nebenbei jobben.

Aufgrund der etwas höheren Löhne und der niedrigeren Lebenshaltungskosten dürfte man dabei sogar noch günstiger wegkommen als z.B. in Deutschland.



Mein Fachgebiet sind allerdings nicht Universitäten und Studienfinanzierung, ich stütze mich dabei auf meine eigenen Erfahrungen (sowohl in den USA als auch Deutschland), Berichte von Freunden und Bekannten und frei zugänglichen Quellen.

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