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Ex-Bundespräsident Horst Köhler verzichtet auf Ehrensold

In der nach dem Rücktritt von Christian Wulff entbrannten Debatte um den so genannten "Ehrensold" für ehemalige Staatsoberhäupter hat die "Bild am Sonntag" nun Neues enthüllt. Ex-Bundespräsident Horst Köhler, Amtsvorgänger von Christian Wulff, erhält demnach keinen Ehrensold.

Hungern muss der 2010 zurückgetretene Köhler allerdings nicht. So war Köhler vor seiner Wahl zum höchsten deutschen Staatsamt unter anderem Präsident des Sparkassenverbandes und Chef des Internationalen Währungsfonds IWF.

Unterdessen kritisierte Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim den Umfang des Ehrensold. Insbesondere Zusatzleistungen wie Büro, Personal und Dienstwagen sollten im Falle Wulffs nochmal überdacht werden. "Christian Wulff ist unehrenhaft aus dem Präsidentenamt ausgeschieden", so die Begründung.


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Präsident, Ex, Horst Köhler, Ehrensold
Quelle: www.derwesten.de
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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.03.2012 10:57 Uhr von Rheinnachrichten
 
+40 | -1
 
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Köhler war zudem einige Jahre lang so genannter "Sherpa" der Bundesregierung, also Staatssekretär. Auch dort dürfte er
Pensionsansprüche erworben haben.

Man darf bei der Gier mancher Repräsentanten aber schon froh sein, dass ein Ex-Präsident die Kirche im Dorf lässt und sich etwas bescheiden zeigt.
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04.03.2012 11:08 Uhr von ollolo
 
+83 | -2
 
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Ich wette, daß unser allerliebster, ehemaliger Abzock-Präsident Wulff GARANTIERT NICHT freiwillig auf sein Ehrensold verzichtet.
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04.03.2012 11:44 Uhr von matoro
 
+49 | -1
 
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das passt aber genau zu wulff: er hat sich ja sehr viel spendieren lassen, nun auch den ehrensold?

[ nachträglich editiert von matoro ]
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04.03.2012 11:44 Uhr von CoffeMaker
 
+21 | -4
 
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@ollolo jo, so wie er am Sessel klebte wird er auch an dem Ehrensold kleben so das nicht mal Chuck Norris in wegkicken kann ^^
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04.03.2012 11:51 Uhr von Finalfreak
 
+44 | -0
 
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Verkehrte Welt: Horst Köhler hätte ich den Ehrensold eher gegönnt.
Er ist freiwillig zurückgetreten und das nachdem er nur die Wahrheit gesagt hat.
Und nun verzichtet er freiwillig auf den Sold ... guter Mann.
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04.03.2012 11:57 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+11 | -0
 
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Hat Wulff sich überhaupt schon zum Ehrensold geäußert?

Es ist absolut unwahrscheinlich, dass er darauf verzichtet.
Aber man hat schon Pferde kotzen sehen. Ich lass mich gerne positiv überraschen.
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04.03.2012 11:58 Uhr von swac
 
+31 | -0
 
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@ Finalfreak: Köhler hat und hatte auch Ehre, Anstand und vor allem Verstand, alles Eigenschaften, die man bei Wulff nie gefunden hat
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04.03.2012 12:01 Uhr von Golan
 
+29 | -0
 
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Überrascht mich nicht. Köhler war einer der wenigen die jemals sowas wie Rückrad gezeigt hat und wurde dafür aus dem Amt gemobbt.
So jemand passt eben nicht ins Bild unserer schmarotzenden und korrupten Politikerelite.
Selbst heute hat er noch mehr Anstand als alle anderen zusammen.
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04.03.2012 13:02 Uhr von klaudis
 
+12 | -0
 
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Hut ab: für Köhlers Einstellung,Arschtritt und Knast für Wulff,kann sich ja sein Geld beim Tüten kleben verdienen....
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04.03.2012 14:04 Uhr von Otul
 
+4 | -0
 
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Solche Politiker sind rar: Auf Ehrensold zu verzichten ist ein feiner Zug daran sollte sich Wulff auch ein Beispiel nehmen und es gleich tun anstatt den Hals nicht voll genug zu kriegen

[ nachträglich editiert von Otul ]
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04.03.2012 15:11 Uhr von AdvancedGamer
 
+2 | -0
 
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Köhler: Er fiel Machtspielchen und Intrigen zum Opfer, weil die Merkel keine Lust mehr auf nen Babysitter hatte, da hat sie sich halt den Unterschriftenstempel ins Amt geladen.

Wir können nur hoffen, das Gauck seinen Job mit Ehr und Verstand durchzieht und das Ansehen des Amtes wieder mehr Glanz verleiht.
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04.03.2012 15:33 Uhr von Paganini
 
+1 | -10
 
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Ihr seid so leicht zu manipulieren: Erstmal vorweg: Ich bin auch kein Freud von Christian Wulff. Menschlich war der mir von Anfang an nicht symphatisch. Aber hier muss man einfach mal den Advocatus diabolus spielen. Noch ist er für keinerlei Fehlverhalten von irgendeiner Instanz für schuldig befunden worden. Bevor man Konsequenzen zieht - wie immer die auch aussehen mögen -, sollte man erst einmal die Fakten abwarten. Dieses Recht würde jeder andere Bundesbürger für sich auch einfordern.

Zweitens finde ich die Aktion von Herrn Köhler wirklich mehr als lächerlich. Dass er nun nicht am Hungertuch nagen muss, sollte sich ja jetzt herumgesprochen haben. Warum erfolgt ausgerechnet jetzt während der Causa Wulff diese ach so hehre Geste, auf den ihm zustehenden Sold zu verzichten? Das grenzt ja nazehu an Bild-Polemik. Warum hat er nicht sofort nach seinem Ausscheiden aus seinem Amt auf den Ehrensold verzichtet?

Der Ehrensold für unsere Bundespräsidenten, für die gewählten Repräsentanten unseres Volkes, ist für uns Steuerzahler doch nun wirklich ein Tropfen auf den heißen Stein. Natürlich träumt jeder Ottonormalverbraucher nun davon, wie es wäre, jährlich 200.000 Euro geschenkt zu bekommen und dafür nichts mehr tun zu müssen, und da muss man sich ja nun mal aufregen, wo kommen wir denn da hin ...

Man mag sich ja über diese Dinge aufregen, aber da fehlt doch der logische Schluss. Warum regt man sich über solche Dinge erst hinterher auf? Wer kritisiert denn den demokratischen Prozess, die erst zur Wahl unseres Präsidenten führen: die Bundesversammlung. Versteht eigentlich heutzutage noch jemand, warum es die gibt und dass sich über diese Institution eine Menge intelligenter Menschen Gedanken gemacht haben, um ein Fiasko wie das Dritte Reich nicht noch einmal geschehen zu lassen.

Wenn man diese Institution nicht für perfekt hält, dann steht es jedem frei, diese Situation zu kritisieren und sich politisch dafür einzusetzen, dass sich etwas ändert. Dazu muss man sich halt mal engagieren.

Engagieren heißt in dem Zusammenhang aber nicht, dass man versucht, bestehende Regelungen ständig rückwirkend zu ändern, nur weil man sich durch manipulierende Medien und Politiker glaubt, ein Urteil gebildet zu haben. Darum geht´s nämlich, um ein Urteil. Wär der 08/15-Bürger nämlich heutzutage ein Richter, der ein Urteil fällen müsste über alles, was so passiert, dann wären wir wieder im Mittelalter bei Lynchjustiz und Steinigung ...
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04.03.2012 16:27 Uhr von Justus5
 
+5 | -0
 
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Zur Info Was in der ganzen Diskussion hier überhaupt nicht erwähnt wird, ist, dass Wulff seinerzeit beim Köhler-Rücktritt ganz schön zu den Treibern zählte. Okay, er wusste sicherlich nicht, dass Köhler tatsächlich zurücktritt, und er sein Nachfolger werden könnte.

Aber der Stachel "Wulff" sass bei Köhler sicherlich tief. Insofern ist es tolles Timing von ihm, genau jetzt öffentlich auf den Ehrensold zu verzichten.

Ich vergönn Köhler die Retourkutsche... ;-)
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04.03.2012 18:05 Uhr von Kojote001
 
+4 | -0
 
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@ Paganini: Es ist doch egal ob Wulff etwas nachgewiesen werden kann oder nicht.
Fakt 1: Er hat es nicht über die gesamte Amtszeit geschafft seinen Posten zu halten.

Fakt 2: Er ist freiwillig gegangen

Zusammengefasst muss ich sagen, wenn ein Ottonormalverbraucher vor ablauf einer gewissen Zeit aus seinem Job ausscheidet ( egal ob freiwillig oder nicht ) hat man nur begrenzt anspruch auf Arbeitslosengeld. Den hat man zwar sonst auch aber eben nicht über die volle Zeit. Und obendrein gesagt, gehe ich freiwillig ohne driftige Gründe bekomme ich auch noch eine Sperre von bis zu drei Monaten.

Wie sollte jetzt mit Christian "Schmarotzer" Wulff verfahren werden ?? Ganz einfach... aufgrund der von mir erwähnten fakten sollte die Leistung des Ehrensolds ersatzlos gestrichen werden.

Und das Herr Köhler erst jetzt diesen Schritt geht, naja es kommt etwas spät aber lieber zu spät als nie.
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04.03.2012 18:19 Uhr von Golan
 
+4 | -0
 
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@Paganini: "Warum erfolgt ausgerechnet jetzt während der Causa Wulff diese ach so hehre Geste, auf den ihm zustehenden Sold zu verzichten?"

Weil es genau die richtige Zeit ist um ein Zeichen zu setzen.

Wir leben in einer Zeit, in der grosse Konzerne und Banken Milliardengewinne einstreichen, und im selben Zug ankündigen nochmal tausende Menschen auf die Strasse zu setzen um den Gewinn noch weiter zu steigern.
Apple z.B. hat fast 100 Milliarden auf dem Konto und sie wissen nicht was sie damit machen sollen, während sich bei ihren Zulieferern massenweise Menschen umbringen weil sie zu wenig verdienen.

Das ist eine gute Gelegenheit den Menschen zu zeigen, dass man freiwillig auf Steuergelder (die einem zustehen) verzichtet, weil es einem schon gut genug geht. Man liest nämlich ununterbrochen nur von Menschen die NIEMALS genug kriegen, da tut es gut zu sehen dass es auch Top-Verdiener gibt die die Steuerzahler nicht unnötig belasten nur weil sie es KÖNNEN.

Wenn das Polemik ist dann ist es genau die richtige.

Und er hat nach seinem Rücktritt nicht darauf verzichtet weil es damals niemanden gestört hat. Heute ist aber der Grossteil der Bevölkerung gegen diesen "Ehrensold". Für einen Menschen mit Ehre und Anstand bedeutet das dem Willen des Volkes zu entsprechen, und nicht GEGEN den Willen des Volkes zu handeln, wie es heutzutage bei unserer Regierung schon auf der Tagesordnung steht.

Zu Deinem ersten Punkt: Wulff bekommt das Geld auch dann wenn er verurteilt wird, das wurde schon beschlossen. So eine Vetternwirtschaft auf Kosten der Steuerzahler wirft kein gutes Licht auf unsere Volksverräter. Die sollten sich zumindest bei ihm dafür bedanken, wenn sie schon zu gierig sind sowas selber durchzuziehen. Denn die gönnen sich in Kriesenzeiten RentenERHÖHUNGEN von denen viele Rentner einen ganzen Monat lang leben müssen.
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05.03.2012 09:06 Uhr von d-fiant
 
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@kojote: Er hatte schon immer darauf verzichtet, es kam nur jetzt erst an die Öffentlichkeit!

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