04.03.12 09:30 Uhr
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Studie über Muslime: Autor erklärt, dass alles völlig missverstanden wurde

Vor Kurzem wurde eine Studie über Muslime veröffentlicht, in der ein Viertel der Muslime ohne deutschen Pass erklärten, dass sie sich nicht integrieren wollen (ShortNews berichtete). Nun meldete sich der Autor der Studie, Peter Holtz, zu Wort und moniert die einsichtige Darstellungsweise.

Er erklärte, dass in der Studie auch positive Erkenntnisse gewonnen wurden. So befragte er beispielsweise einen jungen Teilnehmer der Studie, der von sich behauptet, Atheist und gar nicht religiös zu sein. Er trinkt Alkohol und geht auf Partys.

Trotzdem ärgerte sich der junge Teilnehmer, dass er in die Schublade zu den radikalen Muslimen geschoben wird. Als Grund dafür nannte er seine Haarfarbe, die ihn von anderen Deutschen optisch abgrenzt und weswegen er sich nicht als Deutscher fühlen kann, sondern sich als Türke fühlt.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Studie, Autor, Integration, Muslime
Quelle: www.spiegel.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.03.2012 10:21 Uhr von gerndrin
 
+13 | -5
 
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LOL: Dass es nun alles "ganz anders gemeint" war, erstaunt, ändert es doch an den nachgewiesenen Prozentzahlen der Betroffenen nix bis gar nix..
Aber das kennen wir nun schon zur Genüge - auch der Koran wird regelmäßig falsch verstanden, verkehrt interpretiert oder aus dem Zusammenhang gerissen... :-)
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04.03.2012 10:34 Uhr von blz
 
+7 | -4
 
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Das war: eine wissenschaftliche Studie mit neutraler Auswertung. Nur weil diese Auswertung manchen nicht gefällt, kann man doch nicht die Studie verteufeln!?
Das war einfach die Erfassung des "ist" Zustandes. Das sollte die Politik jetzt als Anreiz sehen offen über die Situation zu sprechen und mit bedacht eine Lösung zu erarbeiten. bzw. die Weichen neu stellen.
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04.03.2012 10:59 Uhr von LoneZealot
 
+6 | -6
 
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hmm: Man ist in Deutschland optimal integriert wenn man Zitat Atheist ist, Alkohol trinkt und auf Parties geht?

Eindeutig ist hingegen diese Aussage: "Als Grund dafür nannte er seine Haarfarbe, die ihn von anderen Deutschen optisch abgrenzt und weswegen er sich nicht als Deutscher fühlen kann, sondern sich als Türke fühlt. "

Was nutzt es wenn man noch so gut Deutsch spricht und den besten Arbeitsplatz hat, man aber nicht typisch Deutsch aussieht und keinen typisch deutschen Namen hat? Nichts.

Für die Mehrheit der Deutschen IST man immer noch kein richtiger Deutscher, bestenfalls ist man Deutscher auf dem Papier. Ähnlich verhält es sich mit sog. Deutsch-Russen. Welcher Deutsche heisst schon mit Vornamen Igor?
Das ist einfach eine sachliche Feststellung.
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04.03.2012 11:30 Uhr von Wachsames.Auge
 
+10 | -4
 
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@LoneZealot: ich möchte dir widersprechen.
Ich kenne genügend Leute, die noch nicht einmal den deutschen Pass haben, aber fließend deutsch sprechen, einer normalen Arbeit nachgehen und ihre Religion gemäßigt ausüben(z.B. finde ich es unangemessen ständig irgendwo den Gebetsteppich auszurollen oder seine Kollegen von dem Koran/Bibel zuzutexten).


Solche Menschen nenne ich gut integriert.
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04.03.2012 11:47 Uhr von LoneZealot
 
+6 | -7
 
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@Wachsames.Auge: Da widerspreche ich Dir nicht, nur, sind diese Leute auch "gute Deutsche" wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit haben???

Von der Mehrheit werden diese Personen eben NICHT als Deutsche wahrgenommen.

Geht schon wieder die idiotische Minusklopperei los ...

[ nachträglich editiert von LoneZealot ]
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04.03.2012 11:51 Uhr von memo81
 
+8 | -5
 
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Richtig: Genau bei dem Thema "Integration" kräuseln sich mir die Nackenhaare:

Klar, es ist richtig, sich an Gesetze und Gewohnheiten des Landes anzupassen, ABER:
Ich bin hier geboren, rede perfekt deutsch, habe noch nie mit dem Gesetz oder Polizei zu tun gehabt (außer wie ihr alle mal 5km/h zu schnell fahren), arbeite, zahle Steuern, jahrelang getrunken und gefeiert, studiert, bin nett zu Mitmenschen (zu allen), trotzdem muss ich mir ständig den Scheiß von "Integration", "Wir sind hier in Deutschland" (es hat sich langsam in mein Gehirn eingebrannt!!) und "Du kommst hier nicht rein" hören.

Und das alles, weil ich nicht deutsch aussehe, schwarze Haare und eine braunere Haut habe.

Von daher ist Integration, ein Wort, das vor 2001 kein Schwein (der größte Teil) überhaupt kannte, nur ein neues Mittel für den Pöbel, seit 9/11 die Gemüter in eine bestimmte Richtung zu lenken bzw ABzulenken.
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04.03.2012 11:54 Uhr von Finalfreak
 
+3 | -1
 
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@LoneZealot: Das ist doch völlig normal und ist überall so.
Als Fremder fällt man halt eher auf.
Das Besondere ist die Art, wie man damit umgeht.
Ob man es akzeptiert, toleriert oder ablehnt, das ist doch die Frage.
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04.03.2012 11:58 Uhr von LoneZealot
 
+7 | -5
 
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@memo81 @Finalfreak: "Und das alles, weil ich nicht deutsch aussehe, schwarze Haare und eine braunere Haut habe."

Ja, genau das ist es, nichts anderes, so traurig es ist. So wird das leider gesehen.
Mit Ausländerfeindlichkeit hat das nichts zu tun, das ist Fremdenfeindlichkeit. Die Leute reagieren reflexartig auf ihnen Fremdes mit Ablehnung, egal wie gut Deutsch man spricht und wieviel Steuern man zahlt.
Integration findet (noch) über Hautfarbe und Namen statt.
Man kann arbeitslos sein, kein Wort Deutsch reden, aber Kanadier oder weisser Amerikaner sein, da stört sich keiner dran.
Die gleiche Person mit anderer Hautfarbe hat ungleich mehr Probleme mit der sog. Integration.

Personen mit europäschem Aussehen (Weisse) werden nichtmal als Ausländer angesehen. Wer sieht schon in Schweizer oder Österreichern Fremde??

" Das ist doch völlig normal und ist überall so."

In den USA ist das nicht (mehr) so.
In Deutschland wird sich da auf lange Sicht nichts ändern, leider.

[ nachträglich editiert von LoneZealot ]
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04.03.2012 12:03 Uhr von memo81
 
+5 | -5
 
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@Lone: "Personen mit europäschem Aussehen (Weisse) werden nichtmal als Ausländer angesehen."

Ganz genau!
Wie oft ich schon Leute angesprochen habe, die wie Deutsche aussahen, kein Wort deutsch konnten, aber seit Jahren und Jahrzehnten in Deutschland leben.
Wie viele Deutsche Menschen rumlaufen, an denen man vorbeiläuft, die wahrscheinlich kein Bock auf Arbeit haben oder gestern Abend noch ein Verbrechen begangen haben.

Der Typ, mit den schwarzen Haaren und anderem Aussehn, da wird dann GENAU hingeguckt, bei "denen" kann man nie sicher sein, die integrieren sich nicht richtig.....
und schwupps sind plötzlich drei Neo-Nazis, die seit Jahren Muslime ermorden.

Und jetzt? Genau, weiter nach den Andersaussehenden Ausschau halten, und zwischendurch "Integration!! Integration!" rufen.
Ich komme vor lauter extremischen Islamisten nicht mehr aus dem Haus! (Im Grunde kenne ich auch, bei hunderten bekannten Türken, die Extremen Islamisten genau wie ihr aus dem Fernsehen).

[ nachträglich editiert von memo81 ]
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04.03.2012 12:10 Uhr von CoffeMaker
 
+6 | -5
 
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"Und das alles, weil ich nicht deutsch aussehe, schwarze Haare und eine braunere Haut habe."

Blödsinn. Ich sehe auch nicht typisch deutsch (nach der Beschreibung die du gibst sehe ich ungefähr genauso aus) aus na und nu? Deutsch zu sein bestimmt nicht das Aussehen sondern Mentalität, Kulturzugehörigkeitsgefühl, nationale Loyalität und Sprache.
Wenn du dich irgendwo angepisst fühlst wenn du das Wort "Integration" hörst musst du wohl dich irgendwo nicht als Deutscher fühlen.
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04.03.2012 12:19 Uhr von LoneZealot
 
+4 | -3
 
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@CoffeMaker: "Deutsch zu sein bestimmt nicht das Aussehen sondern Mentalität, Kulturzugehörigkeitsgefühl, nationale Loyalität und Sprache."

Das mag alles sein, nur, das sehen die Leute nicht zuerst. Was sie zuerst sehen, ist eben Dein Aussehen und danach die Sprache. Was Du für eine Mentalität, ein Kulturzugehörigkeitsgefühl oder Deine nationale Loyalität, sieht keiner auf den ersten Blick.

Die Frage ist dann doch, wie fühlt man sich als Deutscher?
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04.03.2012 12:23 Uhr von Wachsames.Auge
 
+2 | -2
 
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@AntiPro: ist ja interessant, dass du weißt, wen ich kenne....
Ein großes WOW für dich !!

Ich kenne auch sehr viele Leute, die mir ein bissel "zu christlich" sind.

Wirklich schön für dich, dass du davon bisher verschont geblieben bist. (es kommt auch immer darauf an, in welcher Ecke von Deutschland du wohnst)
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04.03.2012 12:33 Uhr von memo81
 
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@Anti: "Ein Mensch wird von Erfahrungen geprägt und diese Erfahrungen steuern das Handeln jeden Einzelnen... "

Ganz genau, was meinst du, wie der Einzelne sich steuert, wenn er laut Erfahrung seit Jahrzehnten hört "Tut mir Leid, wir wollen keine türkischen Mierer haben", "Heute keine Ausländer, nur Deutsch-Aussehende", obwohl er sich nie was zu verschulden kam?

Und dann darf er sich heute noch anhören, dass er sich DOCH integrieren soll.

Nee nee, so einfach ist das nicht. Man erntet was man säät.
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04.03.2012 14:31 Uhr von CoffeMaker
 
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"Das mag alles sein, nur, das sehen die Leute nicht zuerst. Was sie zuerst sehen, ist eben Dein Aussehen und danach die Sprache."

Wenn du die Deutschen fragst warum sie die Südländer nicht mögen wirst du nie hören -> ich mag nicht wie sie aussehen. Das wäre (obwohl nicht korrekt bezeichnet) Rassismus. Reine Rassisten gibt es nur wenige, aber viele die andere Dinge als das Aussehen an den Südländern nicht mögen.

Die Asiaten sehen auch anders aus und warum gibt es da kein Probleme des -> nicht mögen, selbst wenn sie die Sprache nicht so doll beherrschen?
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04.03.2012 14:38 Uhr von LoneZealot
 
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@CoffeMaker: "Wenn du die Deutschen fragst warum sie die Südländer nicht mögen wirst du nie hören -> ich mag nicht wie sie aussehen"

Nein, aber sie verbinden mit dem Aussehen etwas Fremdes und das macht ihnen unterschwellig Angst. Das Aussehen ist nur der Auslöser, nicht der eigentliche Grund.

"Die Asiaten sehen auch anders aus und warum gibt es da kein Probleme des -> nicht mögen, selbst wenn sie die Sprache nicht so doll beherrschen?"

Asiaten sind nicht so häufig im Stadtbild zu sehen. Ausserdem kann das sog. Kindchenschema eine gewisse Rolle spielen das viele sich nicht direkt feindlich verhalten.

Wirklich befriedigende Antworten natürlich nie, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind unlogisch.
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04.03.2012 14:45 Uhr von Beach.Boy
 
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Tezcan hat offen ausgesprochen: was die Welt denkt.

http://diepresse.com/...

Mehr muss man dazu nicht schreiben.
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04.03.2012 22:44 Uhr von CoffeMaker
 
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"Nein, aber sie verbinden mit dem Aussehen etwas Fremdes und das macht ihnen unterschwellig Angst. Das Aussehen ist nur der Auslöser, nicht der eigentliche Grund."

Auch wieder falsch. Hat nichts mit Fremdes zu tun sonst würde man die gleiche Abneigung anderen Ethnien entgegen bringen. Es ist die mittelalterliche Mentalität (ich hoffe mal es fühlt sich jetzt keiner angepisst) der Südländer die der normale Deutsche nicht abkann. Das wollen die Leute hier nicht haben außer vielleicht eine ständig zugekiffte Claudia Roth.

"Asiaten sind nicht so häufig im Stadtbild zu sehen. Ausserdem kann das sog. Kindchenschema eine gewisse Rolle spielen das viele sich nicht direkt feindlich verhalten."

Kommt drauf an wo man lebt. Bei mir stolpert man alle Nase lang über die. Glaub mal nicht das die Asiaten keinen Dreck am Stecken haben allerdings präsentieren die den nicht so offen sondern meistens nur unter ihres gleichen (Schutzgelderpressung Prostitution ect)
Ich hab jedenfalls noch von keiner Asiatengang gehört die in den Bahnhöfen Leute zusammenschlägt und ausraubt.

Fremdenfeindlichkeit entsteht aus der Entfremdung der Bewohner zu ihrem soz. Umfeld.
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05.03.2012 05:22 Uhr von Teufelsfratze
 
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@beach.boy: völliger Schwachsinn...laut Tezcan haben also alle Deutschen dieses "spezielle" Gen....im Prinzip die gleiche Aussage wie von Sarazin nur von der anderen Seite aus gesehen...Warum gibt es jetzt keinen Aufschrei des Entsetzens? Sondersendungen? Grossdemos?Lichterketten etc...
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08.03.2012 19:47 Uhr von sooma
 
+0 | -0
 
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Wie kann man denn die Zahlen missverstehen?

Hier die Studie: http://www.bmi.bund.de/... (764 Seiten)

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