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"Rückt endlich mehr Kohle raus": Verdi-Massenwarnstreiks unausweichlich (Update)

Verdi-Chef Frank Bsirske fordert einen "Ehrensold" für Erzieherinnen, Krankenschwestern, Feuerwehrmänner und Müllwerker. Eine Forderung von 6,5 Prozent mehr Lohn oder mindestens 200 Euro steht im Raum (ShortNews berichtete).

Mittlerweile haben die Arbeitgeber die erste Forderung von Verdi jedoch abgelehnt. So kommt es nun im Laufe der nächsten Woche offensichtlich doch zu Massenwarnstreiks.

"Bei uns ist jetzt der Ofen aus, rückt endlich mal mehr Kohle raus", hieß es auf Transparenten von nach Potsdam angereisten Arbeitern. Sie postierten sich vor dem Hotel, in dem die Gewerkschaften und Arbeitgeber verhandelten.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Update, Protest, Kohle, Verdi
Quelle: www.rp-online.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.03.2012 21:51 Uhr von Klassenfeind
 
+9 | -9
 
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So sehr ich symphatieen: für die Forderungen habe, so sehr habe ich aber auch "Bauchschmerzen", das, wenn die Gewerkschaft dies blind durchboxt, die Kommunen vllt. mit" Betriebsbedingten Kündigungen" reagiert bzw. reagieren muß, weil diese hoch verschuldet sind und nicht mehr alle Mitarbeiter bezahlen können, selbst wenn sie es wollten.

Ein fatales Signal, Wulff einen Ehrensold bis zum Lebensende zuzugestehen...für nicht mal 1 1/2 Jahre...das schafft ein Normalverdiener in 500 Jahren nicht..das Geld kommt aber vom Bund und die Kommunen haben in ein paar Jahren die Schuldenbremse im Nacken....spätestens dann, haben wir alle nix mehr zu lachen..


Und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer in Deutschland sowie eine vernünftige Erbschaftssteuer...usw. mit CDU / CSU / FDP ?? Nie !!..mit SPD / Grüne...? erst recht nicht..also woher sollen die Kommunen das benötigte Geld nehmen ?

Fordern kann man viel, wenn man selbst auf der ganz sicheren Seite steht...ich habe mal irgendwo gelesen, das Bsirske und Co. bis zu 23000 € pro Monat bekommen..das ist in etwa mein Jahresgehalt ( Brutto)....

Wie zersplittert die Gewerkschaften selbst sind, sieht man ja in Frankfurt, nix Unterstützung vom DGB, nix "Gemeinsam sind wir stark"...und das Beispiel mit den Zündhölzchen


Nun ja, ich bin in gar keiner Gewerkschaft und ich lasse mich von der Entwicklung mal überraschen...was anderes bleibt mir ja eh nicht...nur eines ist sicher, diejenigen die gegangen werden, werden ausschließlich Angestellte und Arbeiter sein, niemals Beamte.

Deren Pensionen werden uns allen noch schwer auf die Füsse fallen..
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01.03.2012 21:55 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+17 | -4
 
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Yeah. Meine Unterstützung habt ihr. Hoffe es gehen noch viel mehr Leute, noch viel mehr Berufsgruppen auf die Straße, damit dieses Billiglohnland bald der Vergangenheit angehört!

@bernd2.3

Trolle er sich zurück unter den Stein, unter dem er hervorkroch!
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01.03.2012 21:56 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+8 | -2
 
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Freilich steht den hiesigen Arbeitnehmern mehr Geld zu.

Sie werden jedoch nicht viel davon haben, da in dem jetztigem Niedrigzins- und Geldschwemme-Klima die Inflation augenblicklich auf historische Werte klettern würde.

Der Geldpolitik der EZB passt eben entweder nur für Nord- oder Südeuropa. Und das Pendel schlägt klar in Richtung Südeuropa aus.
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01.03.2012 22:55 Uhr von mort76
 
+12 | -2
 
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fake, na, dann mach mal eine Ausbildung zum Krankenpfleger, und dann sieh dir an, was du dir von dem Geld leisten kannst...aber ich vermute mal, du würdest nichtmal die Ausbildung schaffen.

Deine "Fachkräfte"-Gänsefüßchen mußt du vielleicht auch mal erklären- ich vermute mal, daß du davon ausgehst, daß man Pflege oder das löschen von Häusern nicht lernen muß, ne?

Oder, wie wäre das: wenn du das nächste Mal krank bist oder dein Haus brennt- pfleg dich selber, lösch selber, wir überbezahlten linken Querulanten können nämlich alle nix.

Klassenfeind,
das Gehalt, daß uns gezahlt wird, reicht nicht mehr zum leben, das ist seit Ewigkeiten nicht mehr erhöht worden, im Gegensatz zu allen Kosten. Die Kommunen sind pleite- wir aber auch.
Das Geld, das wir diese Woche der HypoRealEstate geschenkt haben, hätte ausgereicht, um alle Kommunen Deutschlands zu entschulden, und es wären noch 300.000€ übriggeblieben. Von Griechenland braucht man da garnicht erst anzufangen...

Es kann also keiner erzählen, es wäre kein Geld da- es wird aber eben den Reichen hinterhergeschmissen...klar, daß dann für uns nichts übrigbleibt...
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01.03.2012 23:26 Uhr von antiSith
 
+5 | -2
 
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also: ich bin grade kurz vorm Ende der Erzieherausbildung und es ist fakt das die sozialen Berufe zu wenig Geld bekommen...

bei den Erziehern alleine wird immer mehr gefordert, das die "Fachkräfte" immer mehr können müssen, wissen müssen usw.

und selbst wenn man nach der langen Ausbildung von 3-4 Jahren fertig ist kann man noch studieren usw aber dennoch kriegt man dafür nicht mehr geld....
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02.03.2012 08:43 Uhr von Leimy
 
+1 | -3
 
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nicht genug? Die Formulierung 6,5 % mehr oder mindestens 200 € klingt für mich, als wenn 6,5 % mehr sind als 200 €. Das wiederum würde bedeuten, dass die Arbeiter von denen hier geredet wird mehr als 3.000 € brutto / Monat verdienen.

Falls ich das alles richtig verstanden habe, finde ich diese Forderung absolut überzogen. Viel mehr sollte man sich - wie bereits erwähnt - ranmachen, und Steuern und Sozialabgaben senken. Bei den Krankenkassen sehe ich da beispielsweise potenzial.
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02.03.2012 09:38 Uhr von Mister_Kanister
 
+3 | -0
 
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@ Leimy: ja sehe ich genauso, wobei man nicht sagen kann die Forderungen sind überzogen..und es ist einfach so das Steuern und Sozialabgaben nicht gesenkt werden. das wäre naiv zu glauben. sogar wenn die Krankenkassen Milliarden mehr in der Kasse haben wird da nix geändert wie man sieht. Ich selber verdiene zwar ganz gut, trotzdem reicht es alles gerade so damit sind zwar alle monatlichen ausgaben gedeckt und die ein oder andere Kleinigkeit ist auch drin aber mit Vermögensaufbau ist nix da verstehe ich die Leute ganz gut. es gibt genug die alles nur auf pum kaufen können.. also nur Buckeln jahrelang und man hat nix davon toll
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02.03.2012 10:06 Uhr von derSchmu2.0
 
+4 | -0
 
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Lassen wir mal die Forderungen aussen vor es gibt nichts einfacheres als nicht zu tun...wenn das mal alle machen wuerden, kaemen wir hier bestimmt ein wenig weiter...dieses Nichtstun, in Fachkreisen auch Generalstreik genannt, aber der ist ja verboten, duerfte ein wenig mehr Einfluss haben, als diverse anzumeldende Demos, Empoerungen oder das Hochhalten von Schuhen...
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02.03.2012 10:35 Uhr von Nasa01
 
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@ZiemlichBelanglos: Niedriglohnland?
Wenn ich in die Werkstatt fahre und drück für einen normalen Kundendienst für die Arbeitsstunde eines Mechanikers 54 Euro ab ist mir das definiv zu teuer.
Das was hier die Löhne dermaßen drückt bzw die Arbeit so teuer macht sind die horrenden Lohnnebenkosten.
Da sollte man was zurechtrücken.
Dann bleibt dem einzelnen auch wieder mal was vom Lohn übrig das dann wiederum in den Konsum einfließt.
Je mehr die Löhne steigen desto teuerer werden die Produkte.
Wenn die Müllgebühren wieder steigen - und das werden sie nach einer Lohnerhöhung von 6,5 % auf jeden Fall - ist wieder weniger Geld übrig. Nicht jeder ist in einer Gewerkschaft. Vor allem die kleinen Betriebe werden keine Lohnerhöhungen freiwillig rausrücken.
Ergo folgt wieder die Lohn - Preisspirale.
Auch keine Lösung.
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02.03.2012 11:47 Uhr von AnonymMic
 
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@Leimy: Diese "mindestens 200 Euro mehr Forderung" von der Gewerkschaft existiert deshalb, weil ein Mitarbeiter mit 1500 Euro von einer 6,5%igen Lohnerhöhung dann nicht so viel von hätte, wie ein Mitarbeiter mit 3000 Euro. Dann würde die Schere zwischen "arm" und "reich" mit jeder neuen Tarifverhandlung immer weiter auseinander klaffen, wenn man sich nur auf prozentige Lohnerhöhungen festlegt.
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02.03.2012 11:50 Uhr von atrocity
 
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Haha: 6,5% mehr Lohn oder 200€ mehr... sauber, das soll sich mal ein normaler Angestellter trauen so etwas dreistes zu fordern... :/
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02.03.2012 18:07 Uhr von mort76
 
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super ich kann euch ja mal sagen, wie das in der Realität aussieht:
ich arbeite Vollzeit im Schichtdienst in der Pflege und habe 15 Jahre Berufserfahrung, eine gute Ausbildung und bin verheiratet.
Was gabs dafür wohl im letzten Monat?
1000€.

Im Urlaub waren wir seit 9 Jahren nicht mehr, und es bleibt niemals Geld übrig.

Wenn DANN was schiefgeht- Auto im Eimer oder sonstwas, kannst du nurnoch Schulden machen.

Was soll man dazu sagen? Ist unsere Arbeit SO überflüssig, daß man dafür schlechter bezahlt wird als ein Hilfsarbeiter?

Daß die Kommunen pleite sind, liegt ja nun nicht an unseren fürstlichen Gehältern, sondern an Missmanagment und Geldverschwendung und der Steuerpolitik der Regierung, die ja dafür gesorgt hat, daß die Einnahmen der Kommunen einbrechen.

WIR sind nicht das Problem- das wird von ganz anderen Leuten mit deutlich höheren Gehältern verursacht, und WIR, die wir für die Allgemeinheit arbeiten, sollen das nun ausbaden, wärend gleichzeitig Multimilliarden ins Auskand und an die Banken verplempert werden...toll.

Und an die Leute, die sagen, dadurch würde wieder alles teurer:
für uns ist ALLES teuer, bei diesen mickrigen Gehältern.
Wollt IHR nicht etwas von eurem Geld abgeben, damit es hier wieder billiger wird?
Nein?
Überraschend...

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