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Baden-Württemberg: Justizminister befürwortet Zwangsarbeit für Häftlinge

Der Justizminister von Baden-Württemberg, Rainer Stickelberger (SPD), hat eine Verordnung befürwortet, wonach Gefangene in den Haftanstalten des Landes arbeiten müssen.

"Ohne Arbeit geht nichts. Das gilt innerhalb der Gefängnismauern genauso wie außerhalb. Arbeitspflicht ist deshalb sehr wichtig für die Resozialisierung", so der 61-jährige Minister. In zehn der 16 deutschen Bundesländer ist die Arbeitspflicht für Strafgefangene dagegen abgeschafft worden.

Demgegenüber gibt es ein größeres Therapie-Angebot für die Gefangenen. Das Land Baden-Württemberg spart durch die Gefangenen-Arbeit nebenbei auch Personalkosten, so zum Beispiel für die Küche oder Reinigungsdienste.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Baden-Württemberg, Justizminister, Zwangsarbeit
Quelle: www.bild.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.03.2012 21:34 Uhr von Hawkeye1976
 
+8 | -2
 
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Äh ja und wie soll das funktionkieren?
Schon heute gibt es in den JVAs mehr Häftlinge als verfügbare Arbeit. Oder möchte der Herr Justizminister die Jungs morgens mit der Minna in die Fabriken karren lassen? Die Industrie wird sich freuen: Häftlinge sind noch billiger, als Billiglöhner oder 1€-Jobber. Ah, okay, schon verstanden, Herr Minister.....
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01.03.2012 21:46 Uhr von SNnewsreader
 
+10 | -3
 
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Ja, gleich wieder ..."Billige Arbeitskräfte" Wenn hier in Freiburg ein "Insasse" aus der Haft kommt und durch seine Arbeit Geld bekommen hat (Arbeit in der Küche, Reinigung etc.) dann hat der auch anschließend was in der Tasche! Dafür hat er auch etwas geleistet. In anderen Bundesländern /Städten, Kommunen ....) gehen die gleich zum Sozialamt. So haben die aber gelernt ein geregeltes Leben zu haben.

Lacht, aber ich betreue hin und wieder "Knackies" und die, die in einer "Arbeit oder Qualifikation" waren, gab es kaum "Rückkehrer" ... Wer von Euch hat diese Erfahrung? Bitte erst denken, denn das ist ein sehr sensibles Thema (Arbeit macht frei) ... daher bin ich auch sehr dafür das es die Öffentlichkeit diskutieren soll. Hier eine Bundesweit-Entscheidung zu treffen sehe ich moralisch sehr bedenklich, der soziale Aspekt ist nämlich viel zu wenig in dem Artikel.

Ich habe sehr gute Erfahrung damit, denn die Knackies lernen etwas und sitzen die Zeit nicht blöd ab. Zudem gibt es dadurch viele Vergünstigungen.

Also informiert Euch bitte selber und polemisiert das nicht. Deutschland hat ganz andere Probleme und die zensierte Presse lenkt gerne davon ab.

LG
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01.03.2012 22:08 Uhr von CoffeMaker
 
+7 | -2
 
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"Bitte erst denken, denn das ist ein sehr sensibles Thema (Arbeit macht frei) "

So sensibel ist das Thema nicht. Der Knast ist in erster Linie Strafe und in zweiter eine Resozialisierung.
Wie hoch sind die Chancen das ein Knackie der 5 und mehr Jahre absitzt ohne zu arbeiten sich nach der Haft wieder in die Gesellschaft intigriert wenn er keine Ambitionen zu Arbeit hat., weil die verliert sich jeh länger ein Mensch ohne Arbeit ist (selbe Problem bei Langzeitarbeitslose).

In den 10 von 16 Bundesländern macht den gleichen Fehler wie viele Richter ihre Urteile. Samthandschuhe für Kriminelle sind fehl am Platze. Man glaubt mit gut Zureden die Leute zu ändern, die hinter dem Rücken die Justiz einfach mal nur auslachen.

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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01.03.2012 22:20 Uhr von SNnewsreader
 
+3 | -2
 
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CoffeMaker: Ja, dafür ein + ..... einen Knacki den ich betreut habe hat von seinen 49 Lenzen 16 im "Hotel" verbracht. Erst die letzte 12 Monatige Urlaubsreise hat ih etwas "resozialisiert". Er hat im Knast gekocht und wurde sehr hoch angesehen, denn "Chicken-Marco" hat so gut gekocht, das er höchstes Ansehen hatte. Das habe ich ausgenutzt, GNADENLOS! Er ist nämlich draussen, hat bald eine eigene Bude und kann sich mit der Kohle auch eine kleine Einrichtung leisten (wir helfen natürlich). Er hat keinen Bock mehr auf "Bruch" und arbeitet jetzt als Betreuer für Behinderte. Putzt, kocht und macht das so gut, das er wohl bald eine Festanstellung bekommt.

Das ist keine Ausnahme! Von anderen Mithäftlingen sagt aber auch er:"Die sind weder willig, noch fähig".

Also bitte ... dieser "Feldversuch" ist doch besser als der Mist, den die im Moment praktizieren ....

.... ich kenne in den wenigen Monaten (etwa zwei Jahre) noch um 20 Personen, wo das funktioniert. Übrigänse .... mit dem "Koch" bin ich sehr gut befreundet nun und er hat mein vollstes Vertrauen und bereits einige Wochen hier "gehütet", als wir im Urlaub waren. Perfekt! (Ich bin sicher nicht "Blauäugig" ;-)

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