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Deutschland weigert sich, die Mehrwertsteuer für Kunst zu erhöhen (Update)

Vor wenigen Tagen forderte die EU-Kommission von Deutschland, die Mehrwertsteuer für Kunst- und Sammlerstücke von momentan sieben auf 19 Prozent anzuheben (ShortNews berichtete).

Jetzt meldete sich Monika Grütters, Vorsitzende des Bundestags-Kulturausschusses, zu Wort. Sie erklärte, dass Deutschland keinesfalls den Mehrwertsteuersatz für Kunst anheben werde.

"Das geht ins Mark der Kulturnation, wenn wir hier nachgeben müssten", argumentierte sie. Ihrer Aussage nach sei der Mehrwertsteuersatz extra so niedrig angesetzt, damit Künstler hierzulande besser gefördert werden können.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Deutschland, Update, Kunst, Mehrwertsteuer
Quelle: www.monopol-magazin.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.03.2012 20:44 Uhr von rubberduck09
 
+21 | -4
 
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Seit wann ist Kunst ´täglicher Bedarf´? Denn nur der Kram sollte 7% erlaubt haben.

Zudem sollte bei vielem, was als ´Kunst´ angeboten wird, noch 100% Schmerzensgeld obendrauf gepackt werden.
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01.03.2012 21:21 Uhr von Bob_Kelso
 
+15 | -1
 
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Kunst: Also bei dem, was manchmal als "Kunst bezeichnet würd, würd ich die Steuer noch höher ansetzen....
Echt schlimm, was es teilweise zu sehen gibt!
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01.03.2012 22:46 Uhr von majorpain
 
+12 | -1
 
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man: Hammer Mineralwasser 19% Kunst 7 %.
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02.03.2012 03:49 Uhr von Inc.
 
+2 | -5
 
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Ich glaube viele sehen hier nur Kunst wenn sie auf shortnews klicken. Ich lobe bei weiten nicht oft die Regierung, aber da unterstütze ich Sie voll und ganz!
Richtig, Kunst braucht niemand um täglich zu überleben, Kunst kann man auch mal völlig ignorieren. Aber wenn die Kunst so finanzell belastet wird, trifft es eben nicht nur diese völlig durchgeknallten Künstler, sondern auch alle Kunsthandwerker und Klein-Künstler die auch mal zuständig sind ein Stadtbild zu verschönern. Ja ich meine Verschönern! Den oft ist es eben die simple und dezente Kunst die man einfach schön findet, die dann für den Betrachter ganz einfach und stimmig ist.
Wem die Kunst nicht zusagt der kann sich entscheiden sie zu irgnorieren, und das ist auch völlig in Ordnung,
dafür ist sie auch da.
Kunst zu fördern halte ich für wichtig!
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02.03.2012 04:49 Uhr von Rechthaberei
 
+3 | -0
 
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Dann erhöht doch die Hotelsteuer. .
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02.03.2012 07:29 Uhr von shadow#
 
+4 | -0
 
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Ins Mark der Kulturnation! Und in den Geldbeutel der Kunsthändler...
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02.03.2012 09:18 Uhr von killozap
 
+0 | -6
 
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Lebensmittel: werden durchgehend mit 7 Prozent besteuert. Einzig Speisen, die in einem Restaurant genossen werden,w erden mit 19 Prozent besteuert.
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02.03.2012 09:38 Uhr von manbearpig
 
+1 | -2
 
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Täglicher Bedarf? Also wenn es um den täglich notwendigen Bedarf geht, dann würde ich Übernachtungen auch in einer fremden Stadt schon dazuzählen, genauso wie den Kino-, Museums-, Konzert- oder Theaterbesuch, oder Bücher.

[ nachträglich editiert von manbearpig ]
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02.03.2012 10:01 Uhr von flushbox
 
+1 | -5
 
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Was für ein Unsinn 1. Ein Kunsthändler schlägt die Mehrwertsteuer auf. Ihm kann egal sein, ob 7% oder 19%. Nur für den Käufer würde es teurer werden.

2. Im Gegensatz zu Autoreifen wechseln Kunstobjekte relativ häufig den Besitzer. Während für Autoreifen die Mehrwertsteuer nur einmal fällig wird, fällt die Mehrwertsteuer bei Kunstobjekten bei jedem einzelnen Verkauf über den Kunsthandel an. Gerade bei hochwertiger Kunst sollte man das nicht unterschätzen. Da kann es durchaus passieren, dass ein und dasselbe Gemälde innerhalb von 10 Jahren gleich 8 Mal den Besitzer wechselt. Der Staat kassiert jedesmal mit.

3. Die Mehrwertsteuer für "Sammlerstücke" beträgt nicht 7%. Völliger Unsinn. Es geht ausschließlich um Kunstobjekte und wirklich hochwertige Antiquitäten. Die Definition per Gesetz ist sehr eng gefasst und der ermäßigte Steuersatz kann wirklich nur in den seltensten Fällen angewandt werden.

4. Werden Kunstobjekte und Antiquitäten nur selten mit 7% versteuert. Im Kunsthandel kommt viel häufiger die Differenzbesteuerung zum Einsatz. Ein Beispiel:
Ich kaufe ein Kunstobjekt für 12.000 Euro und verkaufe es für 14.500 Euro. Bei 7% beträgt die Mehrwertsteuer 948 Euro. Bei der Differenzbesteuerung sind nur 399 Euro fällig. Oder glaubt hier irgendjemand, man bekommt Kunstobjekte geschenkt? Die Gewinnmarge bewegt sich in 99% der Fälle in wirklich überschaubaren Grenzen.


Nur als kleiner Anreiz zum Nachdenken.

@manbearpig
" Museums-, Konzert- oder Theaterbesuch"
... werden staatlich gefördert
"oder Bücher"
... werden, wie alle Drucksachen!, mit 7% versteuert.

Erst informieren, dann motzen.

[ nachträglich editiert von flushbox ]
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02.03.2012 10:11 Uhr von killozap
 
+0 | -1
 
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Die Differenzbesteuerung: ist was ganz normales, so fern das Kunstwerk von jemandem erstanden/verkauft wird, der Umsatzsteuer-Anzugberechtigt ist.
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02.03.2012 10:16 Uhr von flushbox
 
+0 | -3
 
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Noch ein kleiner Tipp! Wer privat Kunstobjekte kauft, ein Jahr lang behält (Spekulationsfrist!), und anschließend wieder verkauft, der bezahlt überhaupt keine Steuern. Selbst wenn er 10 Millionen dabei verdient.

Wenn es ein so einträgliches Geschäft ist, was hindert euch dann, nebenher ordentlich Geld zu scheffeln? Kauft eure Picassos für DreiEuroFufzig und verscherbelt sie anschließend für Millionen ...
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02.03.2012 12:31 Uhr von sicness66
 
+0 | -2
 
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Völlig richtig: Es kann nicht sein, dass die EU sich schon wieder in unsere Steuerangelegenheiten einmischt, nur weil der EU-Durchschnitt 15% verlangt. Es geht ja hier nicht nur ausschließlich um den Kunsthandel, sondern um kulturpolitische Förderung. Zudem genießen Schriftsteller oder Musiker ebenfalls den ermäßigten Steuersatz. Wieso dann nicht bildende Künstler auch ?

Warscheinlich ist Brüssel Berlin als Kunststandort schon international zu groß geworden...

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