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Deutschland: Zahl der "digitalen Außenseiter" höher als bisher angenommen

Nach einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) hat das Sinus-Institut die Zahl der so genannten "digital outsiders" neu hochgerechnet. Mit 27 Millionen, die keinen Zugang zum Internet haben, liegt die Zahl deutlich über der bisheriger Analysen.

Zentraler Untersuchungsgegenstand war dabei der Gegensatz zwischen dem Sicherheitsbedürfnis auf der einen und dem Freiheitswunsch auf der anderen Seite. Dabei stellte sich heraus, dass die bisherige Unterscheidung zwischen "Onlinern" und "Offlinern" um eine weitere "Bruchlinie" ergänzt werden muss.

Neben 41 Prozent "natives" (oder internetaffinen Nutzern) gebe es rund 14 Millionen so genannte "immigrants", die das Internet mit Vorsicht und zurückhaltend nutzen. Dabei zeige sich: "Wer sich im Internet nicht auskennt, fordert Schutz, doch wer sich sicher fühlt, wünscht Freiheit", so die Autoren.


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Deutschland, Internet, Zahl, Zugang, Außenseiter
Quelle: www.koeln-nachrichten.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.03.2012 15:30 Uhr von Rheinnachrichten
 
+3 | -1
 
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Lesenswert, lesenswert.

Wird da etwa jetzt auch mit dem Internet statistische Optimierung betrieben, frei nach dem Motto: "Höher, schneller, weiter". Langsam muss sich wohl auch das Internet auf Sättigungseffekte einstellen.

Viel wichtiger:
Als bekennender "Internet-Immi" will ich doch dazu mal die Meinung der vielen "Natives" hören. Freu mich auf Eure Beiträge....
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01.03.2012 15:54 Uhr von Mordo
 
+3 | -2
 
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Zum DIVSI: https://www.divsi.de/...

"Das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) ist eine gemeinnützige Gesellschaft. Ihr erklärtes und ausdrückliches Ziel ist es, vertrauliche und sichere Kommunikation im Internet zu fördern. DIVSI ist eine Gründung der Deutschen Post AG."

[/Zitat]

====

Und rein zufällig versucht die selbe Deutsche Post AG, einem ihren "E-Postbrief" wie saures Bier anzudrehen. Das Motiv hinter der Gründung war demnach vermutlich eher: "Irgendwann muss es ja mal hinhauen."
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01.03.2012 15:57 Uhr von Pilot_Pirx
 
+12 | -1
 
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"Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit: im Internet" - na wer bei dem Namen nicht mißtrauisch wird ... (wie bei jedem "Deutschen Institut für...")
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01.03.2012 17:28 Uhr von SN_Spitfire
 
+1 | -4
 
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Meine Sicht: Ältere Menschen sind durchaus digitale Aussenseiter, weil sie sich die Informationen wie früher aus dem Zeitungspapier holen, anstatt aus Zeitungsportalen im Internet.
Schlimm finde ich das deswegen jetzt nicht. Man lebt sogar "sicherer"/ anonymer, wenn man mit dem Internet gar nichts am Hut hat.
Meine Eltern fragen sich heute auch, wozu sie das Internet brauchen. Sie brauchten es früher nicht und sie brauchen es heute ebenso nicht.
Finde diese Einstellung einerseits erstaunlich, auf der anderen Seite auch durchaus etwas engstirnig.
Allein aufgrund dessen, dass man bspw. billigere Strom/Gas/Wasser Anbieter suchen kann ist schon einer von vielen Gründen. Dann natürlich die mehr und mehr papierlose Verwaltung (Rechnungen per eMail etc.)

Wer ohne eMail groß geworden ist und derlei Dinge auch nicht benötigt, der kommt damit auch weiterhin problemlos zurecht. Allerdings werden diese Jahrgänge mit der Zeit mehr und mehr aussterben und das Internet als breites Kommunikationsmedium wird auf lange Sicht das Telefon ablösen bzw. ersetzen.

Bin schon jetzt ja kaum mehr auf mein Festnetztelefon angewiesen, da ich eine Festnetznummer vom Provider erhalten habe, die aber auf mein Handy umleitet.
Auf Tarife ohne Telefonkrimskrams wartet man heutzutage jedoch immer noch vergeblich... Leider müssen die TelKo-Unternehmen ja ihre hohen Grundpreise irgendwie rechtfertigen.
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02.03.2012 04:00 Uhr von 1234321
 
+2 | -1
 
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03.03.2012 02:01 Uhr von Demnogonis
 
+0 | -0
 
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Ich sehe auch ein sehr großes Problem bei der teilweise an den Tag gelegten Sturheit der digital natives. Auf der einen Seite wollen sie das Netz nutzen. Auf der anderen Seite interessieren sie sich jedoch meist nicht näher dafür und sind auch nicht bereit sich in dem Bereich weiter zu bilden, was dann zu den erwähnten Rufen nach Sicherheit führt.

Es soll ja nicht jeder wissen wie man eine eigene Webseite Programmiert, oder einen Apache Server aufsetzt, aber man sollte schon wissen was für Gefahren man im Internet ausgesetzt ist und wie man diesen Herr werden kann.

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