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Demokratie kann laut US-Studie nicht funktionieren: Wähler sind zu dumm

Laut einer Studie der amerikanischen Cornell Universität kann unsere Form von Demokratie nicht richtig funktionieren, weil die Wähler schlicht zu dumm seien, den richtigen Kandidaten zu finden.

Im demokratischen Prozess sollte eine Mehrheit den besten Politiker mit der besten Idee erkennen. Doch in Wirklichkeit werde das Mittelmaß gewählt, wie die Studie herausfand.

Wenn es zum Beispiel um das Thema Steuern gehe, verfügen die Wenigsten über fundiertes Wissen, um zu entscheiden, welcher Politiker ein Experte sei.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Studie, Wahl, Wähler, Demokratie, Dummheit
Quelle: www.dailymail.co.uk

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.03.2012 14:49 Uhr von Didatus
 
+21 | -2
 
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Dem stimme ich sogar zu: Dem stimme ich sogar zu und schließe auch mich dabei mit ein. Ich habe einfach nicht die Zeit mich immer über alle wichtigen Themen ausreichend zu informieren, um wirklich eine vernünftige Wahl treffen zu können. Dafür ist die Politik einfach schon viel zu komplex geworden.
Ich sehe das ja alleine an dem Bereich, wo ich Ahnung habe: Computer und Internet
Wenn ich sehe, was da die Politiker oftmals für einen Bullshit verzapfen, frage ich mich, wie das in anderen Bereichen aussieht, wo ich nicht so die Ahnung habe. Aber ich kann mich nicht in jedes Fachgebiet erst einarbeiten, um die Politiker richtig bewerten zu können.
Aber was will man machen? Politik vereinfachen, so dass sie leichter zu verstehen ist? Geht das denn überhaupt?
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01.03.2012 14:51 Uhr von Thallian
 
+21 | -1
 
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Da geht es zwar eher um Medien: aber ich fühle mich dennoch an ein wunderschönes Gedicht von Kurt Tucholsky erinnert:

An das Publikum

O hochverehrtes Publikum,
sag mal: Bist du wirklich so dumm,
wie uns das an allen Tagen
alle Unternehmer sagen?
Jeder Direktor mit dickem Popo
spricht: "Das Publikum will es so!"
Jeder Filmfritze sagt: "Was soll ich machen?
Das Publikum wünscht diese zuckrigen Sachen!"
Jeder Verleger zuckt die Achseln und spricht:
"Gute Bücher gehn eben nicht!"
Sag mal, verehrtes Publikum:
Bist du wirklich so dumm?

So dumm, daß in Zeitungen, früh und spät,
immer weniger zu lesen steht?
Aus lauter Furcht, du könntest verletzt sein;
aus lauter Angst, es soll niemand verhetzt sein;
aus lauter Besorgnis, Müller und Cohn
könnten mit Abbestellung drohn?
Aus Bangigkeit, es käme am Ende
einer der zahllosen Reichsverbände
und protestierte und denunzierte
und demonstrierte und prozessierte...
Sag mal, verehrtes Publikum:
Bist du wirklich so dumm?

Ja dann...
Es lastet auf dieser Zeit
der Fluch der Mittelmässigkeit.
Hast du so einen schwachen Magen?
Kannst du keine Wahrheit vertragen?
Bist also nur ein Griesbrei-Fresser-?
Ja, dann...
Ja, dann verdienst dus nicht besser

(Kurt Tucholsky)
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01.03.2012 14:58 Uhr von Clemens1991
 
+4 | -5
 
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hmm Dann lieber eine Experten-Demokratie....

aber das hat auch Nachteile wie Beeinflussbarkeit etc.

Aber es wird sich eh nix ändern, außer zur EU-Dikatur hin.
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01.03.2012 15:00 Uhr von Tolado11
 
+1 | -2
 
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Stimmt: leider...
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01.03.2012 15:02 Uhr von Mecando
 
+13 | -0
 
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Deswegen wählt man ja eine Partei, in den Hoffnung, dass diese für entsprechende Bereiche auch entsprechende Experten abstellt.

In der Realität gehts dann aber weniger nach Fachwissen, Lobbys entscheiden...
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01.03.2012 15:16 Uhr von Again
 
+3 | -3
 
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Gibt auch andere: Probleme, etwa dass Demokratie oft in Parteipolitik ausartet, oder eben extrem populistische, aber auch unsinnge Dinge versprochen/gemacht werden, nur um gewählt zu werden.

Was zum Beispiel mal hergehört wäre eine vernünftige Bildungspolitik, aber da traut man sich nicht drüber. Aus den oben genannten Gründen.
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01.03.2012 15:18 Uhr von spoonyluv
 
+2 | -1
 
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Aber absolut Recht: Das ist mal eine Studie, der ich wirklich uneingeschränkt Recht gebe. Aber wir befinden uns sowieso schon in einer Postdemokratie, wie Crouch sie beschrieben hat. Ist wirklich interessant.

http://de.wikipedia.org/...
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01.03.2012 15:27 Uhr von Artim
 
+2 | -6
 
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@1984: Deshalb geht auch keiner mehr wählen ?
Deshalb haben wir seit Kriegsende eine rote, schwarze oder eine rot/schwarze Regierung ?

Ich bin eher der Meinung, dass die meissten Wähler dumm sind. Die Nichtwähler sind aber noch dümmer, wenn denen die Regierung nicht passt sollen sie auch was anderes wählen. Nichtwählen unterstützt den Mist an der Regierung noch.
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01.03.2012 15:34 Uhr von Ah.Ess
 
+6 | -1
 
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trotzdem gewisse Richtigkeit: Würde die Studie falsch sein, hätten wir nicht schon seit zig Jahren ein Wechselspiel aus SPD und CDU an der Macht. Der Bürger muss ja echt denken, dass es diesmal die anderen besser machen. Warum wählt man nicht einfach mal beide Extreme? Was soll denn schon groß passieren? Wer denkt, wir kriegen ne neue DDR mit der Linken, der hat die Rechnung nicht mit den Konzernen gemacht und wer denkt, dass die NPD gleich nen 3. Weltkrieg starten würde, hat den Schuss wohl nicht gehört...
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01.03.2012 15:40 Uhr von verni
 
+6 | -0
 
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Na und? dann müssen die Dummen die aber für etwas einen Entscheid gefällt haben auch mit den Konsequenzen klarkommen und dafür geradestehen bzw. die suppe auslöffeln. MOMENTAN, löffeln WIR den Dreck dieser beschissenen Regierung aus, den wir weder zu verantworten noch mitbestimmt haben.....was ist also besser??? Für mich ganz klar Variante 1

Übrigens, was heisst hier Wähler sind zu dumm? Wieso dürfen sie dann bitte aber wählen wenn sie so blöd sind und ausserdem habe ich das Gefühl dass unsere Herren Volksvertreter an Blödheit sowieso nicht mehr zu überbieten sind. Vollkommen weltfremd.

Für mich ist das alles wieder Propaganda hoch 10. Die Schweit stimmt auch über jeden Dreck ab wenn ein Begehren dazu aufkommt und es funktioniert wunderbar....oder was glaubt hier einer weshalb die nicht in der EU sind und keinen Euro akzeptiert haben damals...weil sie dumm sind? ;)
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01.03.2012 15:48 Uhr von John2k
 
+4 | -0
 
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Klar, Eigentlich wollen die Politiker nichts mit dem Volk zu tun haben. Wessens Interessen werden eigentlich immer vertreten? Die der Stärksten und Reichsten. Der normale Bürger hat gar keine Chance, außer es gäbe eine direkte Demokratie. Dann würde nämlich wirklich das Interesse des Volkes hervorkommen. Man könnte als Test zumindest immer eine "direkte Umfrage" starten, bevor ein neues Gesetz beschlossen wird. Damit würde sich dann zumindest ein Trend abzeichnen und die Wahrheit offenbaren. Es kann nicht sein, dass Interessen vieler Menschen von einzelnen juristischen Personen überwogen werden. Sollte dann eine positive Entscheidung kommen, dann muss die Mehrheit damit halt leben.

Da wir auch aus der Geschichte gelernt haben, wissen wir genau, was zu unterlassen ist, damit das Land wieder in Chaos gestürzt wird und im Moment ist es der Kapitalismus, der geknechtet werden muss.

Das Volk ist nicht dumm. Jeder einzelne weiß, was er will und was nicht. Das hat nichts mit Dummheit zu tun, sondern einzig und allein mit Interessenskonflikten. System und Wirtschaftsinteressen stehen immer in Konflikt mit persönlichen interessen der Menschen. Es wird Zeit, dass endlich die persönlichen Interessen berücksichtigt werden.

[ nachträglich editiert von John2k ]
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01.03.2012 16:00 Uhr von artefaktum
 
+1 | -0
 
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"Im demokratischen Prozess sollte eine Mehrheit den besten Politiker mit der besten Idee erkennen."

Diese Aussage ist aber auch nicht gerade intelligent. In der Politik geht es im Grunde immer um Wertvorstellungen und/oder Interessen. Und die sind - je nach Wähler - nun einmal unterschiedlich. Es gibt also als nicht DIE richtige Politik.

Was gute Politik ist, beantwortet der Arbeitnehmer anders als der Arbeitgeber, der Arme anders als der Reiche, usw.

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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01.03.2012 16:02 Uhr von Rechthaberei
 
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Unsere indirekte Volksherrschaft ist lediglich: eine vierjährige Abstimmung.
Mitregieren tut man frühestens erst als Mitglied einer Partei.
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01.03.2012 17:36 Uhr von r3c3r
 
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und selbst wenn wir wählen die partei, die die sachen verspricht welche am besten zu uns passen. im endeffekt machen die dann das was sie wollen und brechen ihre versprechen.
und das alle 4 jahre wieder :-)
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01.03.2012 18:37 Uhr von sicness66
 
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Was ist Dummheit ? Wenn ich mir die Eurokrise anschaue, dann kann man nicht behaupten, dass das Volk dumm ist...
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01.03.2012 20:04 Uhr von dieterzi
 
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zum: einem muss ich mich 1984 voll anschließen und zum Anderen bleibt mir zu schreiben; Lasst euch nicht verarschen, zurzeit scheint es Europa- Weltweit ein großes Interesse daran zu geben, die Demokratie als überholtes Modell darzustellen. Das ist Schwachsinn, es gibt keine vernünftige Alternative! Wir sollen das offensichtlich glauben, wie wir an so vielen Blödsinn glauben sollen...
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01.03.2012 20:32 Uhr von gummihuhn
 
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ausgelutschtes thema: ohoo, was für eine "neuartige" diskussion über demokratie -.-
dieser quark wurde von anfang an als gegenargument gebracht.
Wie hat doch Winston Churchill so schön gesagt:
"No one pretends that democracy is perfect or all-wise. Indeed, it has been said that democracy is the worst form of government except all those other forms that have been tried from time to time."

niemand hat je behauptet, dass demokratie die ultimative staatsform ist, aber die alternativen sind sehr viel schlechter bzw gefährlicher. zudem muss man auch das was artefaktum gesagt hat beachten.

um mal einen zusätzlichen diskussionsbeitrag zu bringen:
was haltet ihr von liquid democracy?

[ nachträglich editiert von gummihuhn ]
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01.03.2012 20:44 Uhr von Borgir
 
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Wähler: sind nicht zu dumm aber zu brav und zu ruhig. Wobei, wie das in den USA ist möchte ich jetzt nicht kommentieren.
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02.03.2012 01:57 Uhr von Dracultepes
 
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weimargg: Infokrieger im Intro und gleich weggeklickt mit der Gewissheit das die Waehler zu dumm sind^^
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02.03.2012 02:56 Uhr von Brotmitkaese
 
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Nicht die Wähler: sind zu dumm, sondern die gewählten:P

Die Schwesterwelle Z.b. der war viele Jahre lang in der FDP und ist sogar Außenminister geworden ohne Englischkenntnise..

Oder Guttenberg, der sogar zu Blöd ist ne Doktorarbeit zu Fälschen xD und und und...oder starte mal ne Umfrage bei den Abgeordneten über die Eurokrise , Jeder 2te von denen weiss garnicht worüber die dort genau abstimmen..o0
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01.04.2012 12:05 Uhr von dajus
 
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NEIN, die Wähler sind nicht dumm! Sie werden einfach nur im Unklaren über die wahren Ziele der Regierenden gehalten!
In der Politik wird so viel hinter verschlossenen Türen gemauschelt und der Bürger für unmündig an den Entscheidungen erklärt, dass am Schluß der Bürger selbst an seiner politischen Willfähigkeit zweifelt. Daher lassen alle denen auf den Regierungssitzen ihren Platz beibehalten, im Glauben, "man kann doch eh´nichts ändern".
Doch gerade die Wende 1989 hat doch uns allen gezeigt, dass wir sehr Wohl in der Lage sind, etwas zu ändern!
Aber - und davon bin ich mittlerweile überzeugt - die Menschen sind einfach noch zu bequem etwas zu ändern, es geht uns allen noch zu gut!
Erst wenn uns die Konsequenzen der heutigen Politik treffen, wenn auch in Deutschland als Sparmaßnahmen eine zeitliche Begrenzung der Sozialleistungen eingeführt wird, wenn die ersten in Deutschland mit LEEREN Händen dastehen und auch keine Artbei finden, dann werden die ersten Aufstände kommen!
Deshalb, liebes Deutschland: " Schlafe noch ein weilchen! Die Politiker werden bis dahin Deutschland noch ein wenig mehr vor die Wand fahren!"
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01.04.2012 13:27 Uhr von Ginseng
 
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Doch wir Wähler sind dumm! Wir wählen immer die bestaussehensten Blender die in der letzten Zeit am wenigsten negativ aufgefallen sind, mal sehr stark vereinfacht ausgedrückt. Siehe Gerhard Schröder oder Westerwelle der sich zur letzten Bundestagswahl auf die Erstwähler gestürzt hat.

Ok, Merkel ist die berühmte Ausnahme von der Regel, da haben sie uns was ins Trinkwasser getan vor der Wahl.

[ nachträglich editiert von Ginseng ]

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