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Meinung: Beleidigung in der Öffentlichkeit stehender Personen wird zur Normalität

Einem Kommentar der Politologin und Bundesvorstands-Kandidatin der Piratenpartei Julia Schramm zufolge werden Beleidigung und Beschimpfung von Personen, die in der Öffentlichkeit stehen auf deren Seiten in sozialen Medien üblich.

Den Grund dafür sieht Schramm vorrangig in der Entgrenzung der Kommunikation im Internet, kommunikative Barrieren und Machtgefälle werden aufgehoben.

Langfristig fürchtet die Politologin, dass dies dazu führen könnte, dass hauptsächlich "Menschen mit ausgeprägt narzisstischer Natur" politische Ämter übernehmen könnten, da sich "empathische, reflektierte und idealistische Menschen" nicht der ständigen ungefilterten Kritik aussetzen wollen.


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WebReporter: Thallian
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Beleidigung, Meinung, Öffentlichkeit, Normalität
Quelle: www.sueddeutsche.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.03.2012 14:02 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+2 | -1
 
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Hier tritt folgendes Dilemma zu Tage: Ich versuche mich so annonym im Internet zu bewegen, wie es nur irgendwie geht: Ich bin nicht bei Facebook, habe Firefox so eingestellt, dass Cookies gelöscht werden, wenn ich es schließe, habe das Webprotokoll beim Google-Account gelöscht und "pausiert" - und benutze keinen Realnamen. Wer meinen richtigen Namen oder meine Emailadresse googelt, der bekommt kein Ergebnis, über das Rückschlüsse auf meine Person geschlossen werden könnten, ich "google" mit scroogle (bzw. jetzt mit ixquick) und verwende Proxy-Server.

Aber ich mache mir nichts vor: Annonym bin ich deshalb noch lange nicht. Die Restannonymität, die uns im Internet noch bleibt, sollten wir verteidigen. Jeder Einzelne sollte sich aber an die eigene Nase fassen, ob er seine persönliche Freiheit und Annonymität im Internet nicht auch missbräuchlich einsetzt.

Ein einfaches Beispiel: Ich habe mich gefreut, als Christian Wulff zurückgetreten ist - und mich über den Ehrensold geärgert, weil ich der Meinung bin, dass sich dieser Mann nicht als Bundespräsident eignet. Diese Meinung habe ich auch im Internet vertreten, beleidigend war ich aber nie. Ähnliches gilt für die Griechenlandhilfen. Man kann dafür oder dagegen sein. Die Art und Weise, wie öffentliche Personen oder ganze Nationen teilweise pauschal durch den Dreck gezogen und mit (teilweise unter die Gürtellinie gehenden) Beleidigungen (teilweise sogar Drohungen) überzogen werden ist beschämend und feige.

Beschämend, weil man soetwas einfach nicht tut und feige, weil die Meisten sich das außerhalb ihrer Online-Identität nicht trauen würden. Hier wird das altbekannte "Trollen" auf eine Stufe gehoben, die einen nur noch kotzen lässt.
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01.03.2012 14:17 Uhr von thatstheway
 
+1 | -0
 
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@ Abdul_Tequilla: eine gute Meinung die du vertrittst,
auf das erst mal nen Tequilla.
Jemanden im Netz zu beleidigen ist etwas für sogenannte "Pantoffelhelden" da diese sich anscheinend sicher sind nicht erkannt zu werden, obwohl man ja nie ganz unerkannt bleiben kann.
Vor allem manche User hier denken die sind die größten und werfen mit Beleidigungen nur so um sich, aber das ist nur infantiles Gehabe.

Aber direkt zu diesem Thema muss ich sagen, dass es auch keinen verwundert ; ich denke es ist auch von vielen Menschen die blosse Ohnmacht im Glauben nichts dagegen machen zu können, deshalb wird sich halt so dazu geäußert, da man es nicht anders kann, evtl..
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01.03.2012 14:19 Uhr von Venytanion
 
+1 | -4
 
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die sollen sich nicht so haben .
die beleidigen jeden tag aufs neue millionen von ALG2-empfängern.
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01.03.2012 14:38 Uhr von Odysseus999
 
+0 | -3
 
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@Abdul Anonymität ist ein Märchen: Du schaust Fernsehen
du wirst im Fernsehen geschaut

Du surfst im Internet
das Internet surft in Dir

Du hörst Radio
Radio hört Dich

Du gehst einkaufen
Du wirst eingekauft

Du telefonierst
Du wirst telefoniert

Du programmierst
Du wirst programmiert



[ nachträglich editiert von Odysseus999 ]

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