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Jörg Krämer: EZB-Geldschwemme "nagt an Bonität deutscher Staatsanleihen"

Deutsche Staatsanleihen werden im Zuge der europäischen Schuldenkrise an Bonität einbüßen, warnt Jörg Krämer, Chefvolkswirt bei der Commerzbank, in einem Interview gegenüber dem "Handelsblatt". Grund sei der Umbau der Währungsunion in eine südlich gerichtete Transferunion", die Probleme des Euros wachsen.

Die EZB finanziere mit ihrer Politik der Geldschwemme indirekt die Staatsdefizite der PIGS-Staaten, so der Ökonom. Wie schon beim ersten Dreijahrestender im Dezember hätten sich vor allem Banken der Peripherie mit billigem Geld eingedeckt und diese in Staatsanleihen der eigenen Länder weitergeleitet.

Indem die EZB die Renditen von Bonds klammer Staaten zu drücken versuche, verringere sie den Druck für erforderliche Strukturanpassungen. Für Deutschland sei die Geldpolitik viel zu locker, schon jetzt werde dies durch steigende Immobilienpreise signalisiert. Nach 2013 werde die Inflationrate deutlich steigen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, Finanzen, EZB, Inflation, Bonität, Staatsanleihen
Quelle: www.handelsblatt.com

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.03.2012 09:19 Uhr von thatstheway
 
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Wann merkt es die EU ? das sie mit dem Euro auf ein totes Pferd gewettet haben.
Die Grundidee einer gemeinsamen Währung war nicht schlecht, aber die Durchsetzung ist aufgrund der unterschiedlichen Mentalitäten nicht gewährleistet.
Auf der einen Seite die finanzstärkeren Länder die unentwegt Transferleistungen an die ärmeren Mitgliedsstaaten zahlen müssen und dabei den eigenen Binnenmarkt stark vernachlässigen bzw. teilweise sogar unterdrücken.
Und auf der anderen Seite die "armen" Länder die nicht bereit sind ihre Infrastruktur zu verbessern und von denen keine Leistung zurück kommt.
Fazit, es ist nur ein GEBEN der finanzstärkeren Länder und ein NEHMEN der "ärmeren" Länder , kein ständiges Geben und Nehmen im Austausch, so wie es ursprünglich gedacht war.
Aber das sind Politiker, mit aller Macht erst einmal etwas zwangsweise durchsetzen und wenn es negativ verläuft, weisen diese jede Schuldzuweisung ab.
Deshalb fordere ich Berufspolitiker, die entsprechend ihrer Aufgabe ausgebildet werden ; so richtig mit Prüfung durch unabhängige Stellen ( falls es so was überhaupt gibt ).
Es kann doch nicht sein das eine erst Familien- und dann
postwendend eine Arbeitsministerin ist, und von beiden Sachen keine Ahnung hat. Abgesehen davon, das sie weiß wie man Nachwuchs produziert.
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01.03.2012 12:42 Uhr von Bibabuzzelmann
 
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@thats: "Deshalb fordere ich Berufspolitiker, die entsprechend ihrer Aufgabe ausgebildet werden ; so richtig mit Prüfung durch unabhängige Stellen ( falls es so was überhaupt gibt )."

Naja, ich weiss net....meinste solche Leute hätten noch viel für Menschen übrig ? Geht doch jetzt schon kaum um die Menschen selbst im Land....nagut, kommt halt drauf an, wie man die ausbilden würde ^^

Finde allerdings auch komisch, dass da anscheinend jeder jeden Posten übernehmen kann, das stimmt :)
Aber ich nehme an, die lassen sich auch zwischendurch (falsch) beraten, von irgendwelchen Wirtschaftsweisen...jo, die werden sicher öfter mal von Fachleuten manipuliert ^^

[ nachträglich editiert von Bibabuzzelmann ]

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