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Fußball: Kopftuchverbot für islamische Frauen - UN fordert von FIFA Aufhebung

Seit 2007 dürfen aus Sicherheitsgründen keine Kopftücher mehr getragen werden. Die Fußballnationalmannschaft der Frauen aus dem Iran hielt sich im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen in London nicht an diese Regel und wurde prompt vor der zweiten Qualifikationsrunde disqualifiziert.

Nun forderte Willi Lemke, UN-Sonderbeauftragter für Sport, FIFA-Präsident Sepp Blatter auf, das Kopftuchverbot aufzuheben. Stattdessen schlägt Lemke ein Kopftuch mit Klettverschluss als Kompromiss vor.

Lemke erklärte, dass die Aufhebung des Verbotes die Botschaft an den Islam aussenden würde, "dass jede Spielerin die Freiheit hat, zu entscheiden, ob sie dieses bestimmte Kleidungsstück tragen möchte oder nicht." Mit dem Verbot verstoße man laut Lemke gegen kulturelle Befindlichkeiten.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Fußball, UN, FIFA, Forderung, Aufhebung, Sepp Blatter, Kopftuchverbot, Willi Lemke
Quelle: www.sport1.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.02.2012 21:04 Uhr von netzantichrist
 
+17 | -3
 
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hmmm "dass jede Spielerin die Freiheit hat, zu entscheiden, ob sie dieses bestimmte Kleidungsstück tragen möchte oder nicht."

ja,genau,die freiheit,stimmt,das symbolisiert ja ein kopftuch,hatte ich ganz vergessen,bin aber auch manchmal dumm....

btw:heute mal ein plus für crushial,vermummte frauen und titten trennen welten :)

[ nachträglich editiert von netzantichrist ]
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29.02.2012 21:37 Uhr von Klassenfeind
 
+4 | -13
 
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Dem Vorschlag von Willi Lemke: kann ich mich durchaus anschließen, problematischer wäre es, wenn die Damen in der Burka auflaufen würden.
Die einen tragen das Kopftuch aus Überzeugung, die anderen, aus anderen Gründen..stört mich erst mal nicht, solange die Kopftücher schön bunt, wie bei den jungen muslimischen Frauen sind und nicht so schwarz in grau, wie bei den älteren Damen...wo dann mitunter Beerdigungsfeeling aufkommen kann.

Also, beim Fussball, Kopftuch mit Klettverschluss, wäre eine denkbare Lösung.
Da müssen jetzt nur die Mullahs noch zustimmen..nicht das die eine oder andere Spielerin nach ihrer Rückkehr in den Iran, sich vor dem Kadi wiederfindet..
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29.02.2012 21:49 Uhr von kingoftf
 
+13 | -6
 
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Festtackern: wäre auch noch möglich, dann hält das noch besser
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29.02.2012 22:18 Uhr von Zitronenpresse
 
+3 | -9
 
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@AntiPro: Wo haben sie die Freiheit etwas abzulegen, wenn sie dazu gezwungen werden?

Bitte erklären.
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29.02.2012 22:44 Uhr von sicness66
 
+8 | -3
 
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Welch Ironie: Man fühlt sich von einem System in seiner Freiheit unterdrückt, um dann ein Symbol der Unfreiheit anzukleiden.
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29.02.2012 23:09 Uhr von Zitronenpresse
 
+4 | -7
 
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@sicness66: Es wird ja nur von Uns als ein Symbol der Unfreiheit gesehen.
Mit der gleichen Blindheit, die wir dem Islam vorwerfen sind auch wir geschlagen, wenn wir annehmen, dass unsere Symbolik allgemeingültig ist.
Darin liegt die eigentliche Ironie:
Zwei Gruppen werfen sich (zurecht) Blindheit vor, und es ist eben diese Blindheit, die einen die Ironie nicht sehen lässt.

Religion geht mir auf den Sack - aber wenigstens hat man was zu lachen!
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01.03.2012 00:46 Uhr von sicness66
 
+9 | -4
 
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Zitronenpresse: Selbst wenn die Frauen es aus religiösem Selbstverständnis oder was auch immer für Freiwilligkeiten tragen, hat das auf dem Fußballplatz nichts zu suchen. Die FIFA schreibt die Kleidung vor und gut ist. Da haben sich auch die Vereinten Nationen raus zu halten. Toleranz geht eben nicht nur in eine Richtung.

Leider bin ich gerade überfragt, ob es im Schimmsport auch ein Kopftuchverbot gibt, und ob sich die UN auch dort einsetzen würde...
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01.03.2012 12:52 Uhr von >rno<
 
+4 | -0
 
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@sicness66: >>Leider bin ich gerade überfragt, ob es im Schimmsport auch ein Kopftuchverbot gibt, und ob sich die UN auch dort einsetzen würde...

<i>
Kopftuchtragende Frauen dürfen gar nicht schwimmen. Es könnte ja sein, dass von der ach so gefährlichen Verlockung der Frauen etwas auf das Wasser "abfärbt". Männliche Schwimmer können das Becken dann nicht mehr benutzen, da der Strömungswiderstand aufgrund ihrer Erregung stark zunimmt ...
</i>
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01.03.2012 13:12 Uhr von omar
 
+2 | -1
 
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Warum nicht sowas wie Badekappen? Wie beim Schwimmsport...
Dort steht nichts ab und kann auch nichts hängen bleiben...
Dem Verbot lag ja eine Gewährdung der Spielerinnen zu Grunde und keine Diskriminierung wegen der Religion.
Dass es bescheuert aussieht ist dann das Problem der Spielerinnen...
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01.03.2012 15:46 Uhr von Fabrizio
 
+1 | -4
 
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gilt das auch für Nonnen: oder wie darf man sich das Verbot in der Praxis vorstellen?
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02.03.2012 12:55 Uhr von CroNeo
 
+1 | -0
 
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Kompromiss: Kopfverband: Denn damit scheint die FIFA kein Problem zu haben:

http://www.n-tv.de/...
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03.03.2012 22:04 Uhr von shadow#
 
+1 | -2
 
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Lemke hat zwar Recht zieht aber nicht die notwendigen Schlüsse.
Denn das Verbot war lediglich politischer Bullshit und hatte weder was mit der Sicherheit noch den Frauen zu tun.

Ginge es nämlich darum, hätte die FIFA ihren Mitgliedsverbänden schlicht diktiert dass es keine Vorschriften zum Tragen oder Nichttragen von Kopfbedeckungen geben darf und geschlechtsneutrale Vorschriften zu Farben, Sichtfeld, Sicherheitsmechanismen und Material von Kopfbedeckungen erlassen.

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