28.02.12 20:52 Uhr
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EZB bringt Notenbankpresse wieder auf Hochtouren

Es ist wieder soweit: Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) bereits Ende Dezember rund eine halbe Billionen Euro Liquidität bereit gestellt hat, wirft sie am morgigen Mittwoch erneut die Notenbankpresse an. Grund ist der brach liegende Interbankenmarkt, da sich die Banken untereinander misstrauen.

Im Rahmen dieser "langfristigen Refinanzierungsoperation (LTRO)" wird den Geschäftsbanken Gelegenheit gegeben, sich zum Niedrigzinssatz von ein Prozent und Laufzeit von drei Jahren mit beliebig viel Geld vollzusaugen. Beim ersten Dreijahrestender griffen 523 Banken zu und orderten zusammen 489 Milliarden Euro.

Diesmal schätzen Experten die Nachfrage auf 200 bis 1.000 Milliarden Euro. Oftmals reichen Banken einen Teil der Kredite rentabel in Staatsanleihen weiter, wodurch sich klamme Staaten günstig refinanzieren können. Oftmals werden die Gelder aber auch als Einlagefazilität bei der EZB geparkt.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Geld, Bank, EZB, Zins, Liquidität
Quelle: www.focus.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.02.2012 20:52 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Die Preisfrage ist: Werden die Banken in der Lage sein, diese Kredite in drei Jahren zu bedienen? Wünschenswert wäre es, da die akzeptierten Sicherheiten oft von zweifelhafter Natur sind. Für etwaige Abschreibungen steht zu 27 Prozent die Bundesbank, sprich der Bundesbürger, gerade. Bräche das Eurosystem komplett zusammen, verlöre Deutschland - aufgrund des Tagetsystems, eine Art innereuropäisches Kontokorrent-Verrechnungssystem - mehr als die Hälfte seiner Auslandsvermögen. Die komplette Altersversorgung wäre in Gefahr. Langfristige Targetkredite ersetzen übrigen längst vorweggenommenen Eurobonds.

Die Geldschwemme-Aktionen der Bundesbank (Dreijahrestender, LTROs) wurden notwendig, da die Möglichkeit zur Targetkreditvergabe an nationale Notenbanken klammer Staaten – welche zunehmend Kredite der freien Finanzmärkte ersetzte - im Dezember 2011 an ihre Grenze stieß. Die Bundesbank, zu diesem Zeitpunkt bereits mit rund 500 Milliarden Euro für Kredite der PIIGS-Staaten (zwangs-)verbürgt, verfügte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr über genügend Assets, um ihrer "Lieferpflicht" nachzukommen. Nur noch durch Aufnahme von Depositen, wobei sie übrigens bereits selbst zum Nettoschuldner gegenüber privaen Kreditinstituten wurde, konnen grenzüberschreitende Überweisungen ausgeführt werden. Da sie sich weigerte, Goldvermögen zu verkaufen, blieb der EZB nur noch das Drucken von (Digital-)Geld, sprich das Aufblähen ihrer Bilanz. Im Dezember sprang ihr dabei die US-Fed über Dollar-Swaps, ebenfalls frisch aus der Druckerpresse, zur Seite.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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28.02.2012 22:08 Uhr von Hebalo10
 
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Wie so oft, es heißt nicht "eine halbe Billionen" oder "eine Millionen", vorne dran steht "EINE", also: "eine Billion", "eine Million" oder "eine halbe Billion"!
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28.02.2012 22:17 Uhr von Clemens1991
 
+3 | -2
 
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Das wird noch einen ganz dicken Hund am Ende der Geschichte geben...

Inflation ---> Währungsreset

(mein Tipp)

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