27.02.12 16:20 Uhr
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Neue Studie: Biosprit nicht schuld an teuren Lebensmitteln

Laut dem Gießener Ökonomen Michael Schmitz sind Biokraftstoffe nicht schuld an hohen Lebensmittelpreisen.

Im Auftrag zweier Vereine (VDB und Ufop) hat sich der Ökonom dem Thema Biosprit und Lebensmittelpreise angenommen. Reis würde angeblich ohne Agrokraftstoff keinen Cent billiger werden.

Weizen hingegen würde gerade mal drei Prozent günstiger, Raps und andere Ölsaaten sieben Prozent. Einzig Zucker scheint aus der Regel auszubrechen, ohne Biosprit wäre Zucker um 21 Prozent günstiger.


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WebReporter: DP79
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Preis, Lebensmittel, Bio, Kraftstoff, Biosprit
Quelle: www.green-hype.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.02.2012 16:20 Uhr von DP79
 
+4 | -0
 
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Sehr interessante Studie, in der Quelle finden sich weiterführende Links zu den genannten Verbänden. Allerdings gleich vorweg: Beide Verbände haben direkt mit dem Thema Biosprit zu tun!
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27.02.2012 16:50 Uhr von Jolly.Roger
 
+13 | -0
 
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Der Witz des Tages

1. VDB und Ufop sind Verbände in der Biosprit-Branche....

2. Die Studie an sich:
"Reis würde angeblich ohne Agrokraftstoff keinen Cent billiger werden. "
Reis wird ja auch nicht für die Produktion von Biosprit verwendet. Und auf den unter Wasser stehenden Reisfeldern kann man kaum andere Pflanzen anbauen....

"Weizen hingegen würde gerade mal drei Prozent günstiger"

Wird auch sehr selten für Biotreibstoffe verwendet, weil zu teuer.

"Raps und andere Ölsaaten sieben Prozent"

Die werden nur als Zusatz beim "Biodiesel" verwendet, geringe Abnahmemengen, deshalb geringer Einfluss.

"Einzig Zucker scheint aus der Regel auszubrechen, ohne Biosprit wäre Zucker um 21 Prozent günstiger."

Na sowas, "nur" Zucker....der Stoff, der zu Ethanol wird?
Der Stoff, der überwiegend für Biosprit-Produktion verwendet wird in Form von Zuckerrohr, Zuckerrüben oder Zuckerhirse? Sachen gibts.....!
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27.02.2012 17:00 Uhr von uhrknall
 
+3 | -2
 
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viele Nahrungsmittel nicht teurer Kann sein, denn Nahrungsmittel werden hauptsächlich in unserem eigenen Land angebaut. Die Rohstoffe für Sprit werden zum großen Teil aus anderen Ländern importiert. Dort glaube ich eher, dass die Preise steigen, oder sogar die Leute hungern, nur damit wir Biosprit haben...

Wie auch immer: Ich tanke keine Lebensmittel.
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27.02.2012 17:25 Uhr von ryzer
 
+3 | -4
 
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nur zum nachdenken: während kinder in afrika verhungern, tanken wir überteuerten biosprit. während kinder in afrika verhungern schmeissen wir täglich massen an "guten" lebensmitteln in den müll
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27.02.2012 17:29 Uhr von Jolly.Roger
 
+7 | -0
 
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@ryzer: Die Lebensmittel, die hier verrotten, kann ich nicht rechtzeitig nach Afrika schaffen.

Aber die Lebensmittel, die in anderen Ländern angebaut und hier zu Biosprit gemacht werden, dagegen kann man was machen....
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27.02.2012 17:31 Uhr von zabikoreri
 
+2 | -0
 
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Biosprit würde nur dann Sinn machen, wenn wir ihn selbst herstellen würden. Aber dazu müssten wir vielmehr Anbauflächen haben. Man sollte vielleicht mal überlegen, ob man in Berlin ein gewisses Grundstück schon mal für die Erzeug von Biosprit freiräumen sollte.
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27.02.2012 19:41 Uhr von Mordo
 
+1 | -0
 
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@ zabikoreri: "Man sollte vielleicht mal überlegen, ob man in Berlin ein gewisses Grundstück schon mal für die Erzeug von Biosprit freiräumen sollte."

====

Aber das geht doch gar nicht. Das Olympiastadion steht unter Denkmalschutz.

[/Ironie]

*gg*
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27.02.2012 19:42 Uhr von uss_constellation
 
+5 | -0
 
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Rauchen ist nicht schädlich: gez. Dr. Marlboro.
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27.02.2012 19:46 Uhr von spoonyluv
 
+2 | -0
 
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@jolly.roger: Ich glaube du hast ryzer falsch verstanden. Ich denke, dass er eher die Doppelmoral meint.

Die Leute regen sich auf und prangern an, dass wir "Lebensmittel" tanken, aber gleichzeitig wirft unsere Gesellschaft unvorstellbar viele Lebensmittel einfach auf den Müll, bzw. produziert um einiges mehr als wir eigentlich benötigen. Nur wird das eher totgeschwiegen. Gut ist beides mit Sicherheit jedoch nicht.
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27.02.2012 19:59 Uhr von eini1
 
+2 | -0
 
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@ryzer @spoonyluv: Die afrikanischen Kinder sind ganz froh, das wir unsere Lebensmittel kompostieren.
Wir produzieren in der EU jetzt schon mehr Lebensmittel als wir verbrauchen. Der Überschuss wird dann nach Afrika verfrachtet und dort zu Dumpingpreisen auf den Markt geschmissen um es nicht vernichten zu müssen. Als Ergebnis sind die dortigen Bauern nicht mehr Konkurrenzfähig weil zu teuer und es verhungern noch mehr Menschen weil sie ihre Existenzgrundlage verloren haben.
Die Wirtschaft Afrikas ist nämlich sehr stark landwirtschaftlich geprägt. Die EU überlegt deshalb seit Jahren die Afrikaexport ganz zu unterbinden.

Aus diesen überschüssigen Lebensmitteln Sprit zu machen wäre also eine ganz gute Idee, leider ist das hauptsächlich Fleisch, das sich nicht so wirklich gut dazu eignet.
Die einzige umwelt- und hungerfreundliche Lösung sehe so aus:
Die EU importiert nur noch Nahrungsmittel die sie nicht selbst herstellen kann (Bananen, Kaffee, ...), Futtermittel gar nicht mehr. Exportiert wird kaum noch und blos zum Ausgleich der Importe (wegen den Devisen). Die komplette Überproduktion wir dann soweit möglich bevorratet oder zu Biosprit oder -gas verarbeitet.

Leider wird sich das nicht durchsetzen weil das
1. Börsenspekualtionen ziemlich Sinnlos macht.
2. Die US-Wirtschaft schwächen würde.
Und beides sind erheblich wichtiger als Umweltbedenken und verhungernde Menschen - zumindest laut derzeitiger Politik.

[ nachträglich editiert von eini1 ]
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27.02.2012 20:17 Uhr von ThomasHambrecht
 
+0 | -1
 
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Solange jeder von uns Lebensmittel wegwirft braucht man sich darüber keine Gedanken machen.
Jeder deutsche wirft (laut ZDF) jährlich für 300.- Euro Lebensmittel weg. Wieviel Prozent der Landwirtschaftsfläche würden wir da für Biosprit gewinnen?
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27.02.2012 20:53 Uhr von Floppy77
 
+2 | -0
 
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@ryzer: Die Kinder in Afrika sind auch schon verhungert, bevor es Biosprit gab und sie würden auch verhunger wenn es keinen mehr gäbe.

Wenn Biosprit verschwinden würde, dann gäb es trotzdem nicht mehr zu fressen, die Bauern würden wieder ihre Subventionen erhalten um keinen Weizen anzubauen und ihre Felder brach liegen zu lassen. Dann bleiben die Preise stabil.

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