26.02.12 10:44 Uhr
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Forscher manipulieren Pest-verwandtes Bakterium und machen es inaktiv

Forscher vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und der Ruhr-Universität Bochum haben nun einen Mechanismus entdeckt, mit dem sie den Pesterreger ausschalten können. Dazu benutzten sie den nächsten Verwandten des Pesterregers, nämlich Yersinia pseudotuberculosis.

Ihre Untersuchungen beschränkten sie auf eine besondere Eigenschaft von Yersinien. Deren molekulares Thermometer startet das Programm der krankmachenden Bakterien nur bei 37 Grad Celsius.

Durch genetische Veränderungen konnte das Thermometer auf eine gleichbleibende niedrigere Temperatur eingestellt werden und so blieben die Bakterien inaktiv. Nun soll gezielt ein Wirkstoff entwickelt werden, der diesen Mechanismus auslöst.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Bakterium, Pest, Infektionskrankheit
Quelle: derstandard.at

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.02.2012 12:54 Uhr von Schoengeist
 
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ich würde meinen man müsste das Bakterium auf eine HÖHERE Temperatur einstellen, ab wann es aktiv wird, z. B. auf 45 Grad. Wenn es auf eine niedrigere Temperatur eingestellt wird, passiert nach meiner Meinung folgendes: alles unter 37 Grad Körpertemperatur lässt die Bakterien im Körper aktiv werden (was man ja nicht will). Kann sein, dass das ein Denkfehler ist, aber nur so ergibt das für mich einen Sinn.
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26.02.2012 13:03 Uhr von bigX67
 
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darüber bin ich auch gestolpert eine (er-)klärung des sachverhaltes würde mich freuen.
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26.02.2012 14:44 Uhr von SpiritOfMatrix
 
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Könnte es sein: das die Bakterien sich nur bei genau 37°C sich einschalten. Also darunter und darüber instinktive sind. Dann kann man auch eine kältere Temperatur einstellen. ;)

[ nachträglich editiert von SpiritOfMatrix ]
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26.02.2012 15:22 Uhr von schepert
 
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Bis 37° wird das Anti-Immunprogramm blockiert: Solange sich das Bakterium ausserhalb des Körpers befindet (< 37°), blockiert der Regulator YmoA (molekulare Thermometer), das Anti-Immunprogramm von Yersinia.
Steigt die Temperatur auf mindestens 37° (das Bakterium kann davon ausgehen das es sich in einem Lebewesen befindet), so wird das Anti-Immunprogramm von Yersinia nicht mehr blockiert.
Das Anti-Immunprogramm produziert nun Faktoren, mit denen die Angriffe des menschlichen Immunsystems abwehrt werden und sogar Immunzellen abgetötet werden.

Ganz einfach ausgedrückt:
Unter 37°C wird der Regulator YmoA aktiviert, damit das Bakterium inaktiv bleibt.
Wenn künstlich YmoA zugeführt wird, bleibt das Bakterium auch über 37°C inaktiv.


Original-Quelle:
http://www.helmholtz-hzi.de/...
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26.02.2012 17:07 Uhr von eckttt
 
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I Am a Legend: mal abwarten was daraus wird wenn wir es "Freilassen"....

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