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Ratingagentur-Chef: Deutsche Steuerzahler werden EZB rekapitalisieren müssen

Die massiven Liquiditätsspritzen der EZB werden laut Sean Egan, Chef der gleichnamigen US-Ratingagentur "Egan-Jones Ratings", große Probleme nach sich ziehen: "Es ist ihnen noch nicht bewusst, aber die deutschen Steuerzahler werden die EZB rekapitalisieren müssen", so der Ökonom.

Den ersten Dreijahrestender im Dezember nutzten vor allem italienische und spanische Banken, um sich zum Niedrigzins von einem Prozent für drei Jahre mit Liquidität einzudecken. Die zweite riesige Geldspritze folgt am 29. Februar, Schätzungen gehen von einer Nachfrage zwischen 300 bis 1.000 Milliarden Euro aus.

Geldbedarf meldet auch der Internationale Währungsfond an, um weiterhin die klammen Staaten Europas unterstützen zu können. Egan erwartet daher für die nächste G20-Konferenz einen Streit zwischen IWF und Deutschland, da die Bundesregierung dies zunächst mit allen Mitteln zu verhindern suche.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Chef, Deutsche, EZB, Schuldenkrise, Steuerzahler, Ratingagentur
Quelle: www.ftd.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.02.2012 11:20 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+4 | -2
 
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Die beiden Geldtender der EZB von Dezember und Februar werden laut Quelle voraussichtlich einen Umfang von zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Euro-Raums haben !
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25.02.2012 11:27 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+3 | -1
 
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- Erledigt -

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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25.02.2012 12:16 Uhr von lowlander
 
+2 | -0
 
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die zahlen lassen, die den Nutzen haben: Andere Lösung: Die EZB setzt einen negativen Zins auf Zentralbankgeld fest, z.B. -5% p.a.. Bei den Einlagen der Geschäftsbanken bei den Zentralbanken ist das kein Problem, wird eben von den Konten abgebucht. Umlaufendes Bargeld wird für ungültig erklärt und kann gegen einen Abschlag von 6% gegen neues umgetauscht werden. Das neue Bargeld wird mit einer groß geschriebenen Jahreszahl versehen und ist nur in dem aufgedruckten Jahr gesetzliches Zahlungsmittel, danach nur noch Steuertilgungsmittel für Steuerschulden aus dem aufgedruckten Jahr.

Dabei geht es weniger um die EInnahmen aus den fünf bis sechs Prozent Demurrage (so nennt man sowas), sondern um die daraus entstehende Dynamik von Investitionen. Die gesamte Zinsstruktur wird dadurch nämlich nach unten gezogen.

Die Kosten für Otto-Normalverbraucher sind dabei minimal: Bei im Schnitt 10000€ Giro- und Sparguthaben sowie Bargeld, sind das maximal 500€. Das mag schmerzlich sein, die andere Lösung wird aber noch schmerzlicher sein - und ist vor allem reine Symptombekämpfung. Die Zinsstruktur abzusenken ist dagegen Ursachenbekämpfung. Da zudem Zinskosten auch in Preisen enthalten sind und sich diese verringern, spart rein recherisch sogar jeder mit weniger als 300 Tsd Euro Guthaben dabei mehr durch die Preissenkung als er an Demurrage zahlen muss.