25.02.12 10:15 Uhr
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Prof. Wolfgang Gerke: EMS mündet in Umverteilung zugunsten der Gläubiger

Nach Meinung von Wolfgang Gerke, emeritierter Professor für Bank- und Börsenwesen, hätte es in der Eurozone zu keiner schlimmeren Fehlentwicklung kommen können. Die Peripherie habe die Chancen des billigen Euros nicht für den Aufbau genutzt, sondern zum Erhalt ineffizienter und korrupter Strukturen.

Die Krise, so Gerke, werde nun nicht mit einem Knall enden, sondern in eine kontinuierliche Umverteilung von Sparern an die Gläubiger der Schuldenstaaten münden. Über die Inflationsrate gedenke die Politik diesen Prozess zu steuern. Berlin habe tatenlos zugeschaut, wie die EZB zu einer Bad Bank umgebaut wurde.

Infolge politischer Ratlosigkeit sei der EMS die konsequente Fortsetzung dieses falschen Weges. Dem Bundestag als "alternativlos" zur Abstimmung angedient, zementiere der EMS wohl unumkehrbar die Transferunion. Das gesamte Vehikel erscheine den Bürgern infolge raffinierter "Winkelzüge" völlig intransparent.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Schuldenkrise, Gläubiger, Europäische Union, Umverteilung, Wolfgang Gerke
Quelle: www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de

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25.02.2012 12:45 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@Bleissy: Du schreibst:
Griechischer Pleite - "...was aber geht mich das an !?"

Nun ja, die würde Deutschland schon jetzt rund 40 Milliarden Euro kosten - Hilfen für Griechenland (z. B. Rekapitalisierung der Banken) nicht mit eingerechnet.

Grund: Fr. Merkel und Hr. Schäuble haben sich mächtig verzockt. Sie dachten und denken, sie könnten halb Europa binnen Monaten umerziehen und verpfändeten in diesem naiven Gedanken die deutsche Steuerbasis gleich hinterher.

So aber kaufen sie sich Zeit, vielleicht schaffen sie es ja noch bis zu nächsten Wahl, den Offenbarungseid zu verschieben....glauben tut es indes keiner mehr.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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25.02.2012 13:31 Uhr von Python44
 
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@ Bleissy: Das Problem ist, dass wir mit Griechenland in der Eurozone so oder so in den Arsch gekniffen sind:

Geht Griechenland Pleite, geht der Wechelskurs des Euro satt in die Knie -> alles was wir importieren müssen Öl, Rohstoffe, sämtlicher Kram aus Asien wird schlagartig um den gleichen Faktor teurer. Experten reden von mindestens 20-30 Prozent - für den Normalbürger hieße das z.B. Spritpreise von 2 Euro !!!
Gleichzeitig steigen für alle anderen noch-nicht-pleite-Länder die Zinsen für ihre Staatsverschuldung, wodurch andere Wackelkandidaten wiederum pleite gehen könnten und sich eine Abwärtsspirale für alle bildet !

Du meinst es betrifft dich nicht, wenn deine Nachbarn ihren Kredit nicht bezahlen ? Was meinst du was deutsche Kreditunternehmen für Ratingsysteme haben ! Wenn du im falschen Bundesland, in der falschen Stadt, in der falschen Strasse wohnst, zahlst du ein vielfaches an Zinsen für den gleichen Kredit, den dein Zwillingsbruder mit dem gleichen Job in einer "besseren" Gegend bezahlen müsste, wenn deiner nicht gleich von vorneherein abgelehnt wird !!!

[ nachträglich editiert von Python44 ]

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