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Blutbrustpavian-Weibchen haben wegen neuem Männchen in der Gruppe Fehlgeburten

Im äthiopischen Simien Mountains Nationalpark hat ein US-Forscherteam fünf Jahre lang die Population wilder Blutbrustpaviane (Dscheladas) untersucht. Die seltenen Blutbrustpaviane findet man ausschließlich im Hochland Äthiopiens. Als einzige Primatenart ernähren sie sich fast rein vegetarisch.

Die Forscher haben eine verblüffende Entdeckung gemacht: Kommt ein neues dominantes Männchen in die Gruppe, haben die schwangeren Weibchen oftmals eine Fehlgeburt. Sie wollen damit verhindert, dass das neue Männchen den Nachwuchs tötet, da dieser nicht von ihm gezeugt wurde.

Bisher wurde dieser Bruce-Effekt nur vor 50 Jahren an Mäusen in Gefangenschaft entdeckt. In den ersten Wochen, nach Ankunft des Männchens, wurden etwa 80 Prozent der Schwangerschaften abgebrochen. Eine erfolgreiche Anpassungsstrategie, die nun zum ersten Mal an freilebenden Tieren nachgewiesen wurde.


WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Gruppe, Natur, Fehlgeburt, Weibchen, Männchen
Quelle: derstandard.at

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