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Prof. Sinn: EZB-Rat raubt uns durch Finanzierung Südeuropas die Ersparnisse

Deutschlands Haftung für Eurozone, EZB und IWF beläuft sich aktuell auf 643 Milliarden Euro, so Prof. Hans-Werner Sinn. Dazu kommen 500 Milliarden Euro Targetforderungen via EZB, da Südeuropa fortweg deutsche Überschüsse mit billigem Geld aus der Druckerpresse bezahle - die Hälfte des deutschen Auslandsvermögen.

Da Targetforderungen marktgängige Schuldtitel ersetzt haben und nicht fällig stellbar sind, sei laut Sinn die Altersvorsorge der Deutschen stark bedroht. Endet das Euro-System, würden diese Forderungen vollends verfallen. Schon plane die EZB zugunsten Südeuropas eine weitere Aufblähung dieses Systems um 500 Milliarden Euro.

Längst sei Deutschland erpressbar geworden, glaubt Sinn, und habe im 70 Prozent vom "Club-Med" besetzten EZB-Rat wenig zu melden. Dieser täte alles daran, weiterhin normale Kreditschulden durch billige Notenbankkredite zu ersetzen. Am Ende, schätzt Sinn, werden 3,5 Billionen Euro Staatsschulden der Südländer vergemeinschaftet sein.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: EZB, Schuldenkrise, Finanzierung, Rat, Hans-Werner Sinn
Quelle: www.faz.net

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.02.2012 09:28 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+12 | -3
 
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Vorneweg: Das Interview in der FAZ ist unbedingt lesenswert, die News in keinster Weise ein Ersatz.

[edit]

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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23.02.2012 09:51 Uhr von Rechthaberei
 
+2 | -1
 
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Sein Ifo Institut weiß halt zu viel: http://de.wikipedia.org/...


[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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23.02.2012 09:56 Uhr von sv3nni
 
+14 | -1
 
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einer der wenigen die ne ahnung haben: unser finanzminister hat sie jedenfalls nicht..
hier noch ein paar interessante links zu dem thema
Hans-Werner Sinn
http://www.youtube.com/...
Andreas Popp
http://www.youtube.com/...
Dirk Müller vs Rösler & Waigl
http://www.youtube.com/...
Dirk Müller & Co
http://www.youtube.com/...
Dirk Müller / Tagesnews
http://www.cashkurs.com/

[ nachträglich editiert von sv3nni ]
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23.02.2012 09:57 Uhr von Klassenfeind
 
+5 | -0
 
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Deutschland ist wegen: der 2 Billionen Euro Schulden erpressbar und die Banken wissen das.
Eigentlich müssten alle Kanzler und alle Regierungspolitiker die mitverantwortlich für diesen Schuldenberg sind, zur Kasse gebeten werden.
Stattdessen wird der jetzige laue Aufschwung der gerade wieder abschwingt, als großer Erfolg von Schwarz / Gelb gefeiert.
Es müssen nach wie vor Kredite aufgenommen werden und die Kommunen sind so pleite wie noch nie.
feiern könnte ich da nicht.

Lustig wird es, wenn die Beschlossene Schuldenbremse in kraft tritt, gute Nacht...Deutschland.

Weil das so ist,rettet man die Banken, bei denen diese Länder Schulden haben und nicht die Länder, die Verschuldet sind.

Weil, die Banken braucht man noch...

[ nachträglich editiert von Klassenfeind ]
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23.02.2012 10:11 Uhr von Aviator2005
 
+5 | -2
 
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Braucht mann jedesmal einen Professor? um festzustellen, das wir gerade ohne Ende abgezockt werden????

Egal ob in der Familie, auf der Arbeit oder in der Freizeit,
Das Euro-Thema ist überall gegenwärtig.

Wir sind uns alle bewußt, das das was gerade passiert, nicht richtig für die Zunkunft Deutschlands und deren Bürger ist.

MUSS den jedesmal erst einmal ein hoch studierter die Herren Politiker mit der Nase in die Schei*** drücken?

Der Herr Prof. Hans-Werner Sinn hat echt den Durchblick und wenn jetzt unsere Bundestrulla nicht aufwacht, sind wir mehr als am Arsch.

Die Bundesaffen in der Zooanstalt zu Berlin haben immer noch nix kapiert. Soviel Unfähigkeit, wie derzeit in Berlin anzufinden ist, habe ich meinen ganzen Leben noch nicht erlebt.
Jeder Unternehemer wäre schon lange Pleite oder im Knast, wenn er so arbeiten würde, wie es unsere "Volksvertreter" gerade tun.

Der Euro verliert immer schneller an Wert. Unsere ganze Altersabsicherung (Zwangzzahlung an die Rentenversicherung, das Abzockmodell "Riester") geht somit auch verloren.

Ich freue mich schon auf die Gesichter der "fleißigen" Gesellen in 15 oder 20 Jahren, die Ihre Rente bekommen wollen. Da gibts Essensmarken und Wohngutscheine. Vorher muss aber das bezahlte Häuschen verscherbelt werden. Für den ausbezahlten Rentenbetrag wird man sich dann höchstwahrscheinlich gearde mal nen Brot kaufen können.

Ich kann nur auf das Grundgesetz hinweisen:
Art. 20 Abs. 4 Grundgesetz (GG)

http://de.wikipedia.org/...
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23.02.2012 10:24 Uhr von Clemens1991
 
+10 | -1
 
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Raus aus der EU und dem €! Klar kommt ein Crash, wenn wir jetzt austreten...

aber dieser wird noch viel größer sein, wenn wir noch warten!

Auf zwei Anti-Euro-Demos war ich schon... und ihr?
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23.02.2012 11:00 Uhr von sicness66
 
+1 | -1
 
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Zwischen den Zeilen lesen: Sinn spricht zwar vieles richtig an, aber was er zwischen den Zeilen ablässt, ist wieder die alte Leier...

"Bis zur Finanzkrise 2008 hatten wir aber unsere eigene Eurokrise Das sollten wir nicht vergessen. Wir hatten die niedrigste Netto-Investitionsquote der OECD, trugen die rote Laterne beim Wachstum, zwei Drittel des neu gesparten Kapitals liefen weg. Es gab eine Massenarbeitslosigkeit, die Schröder zu schmerzhaften Reformen auf dem Arbeitsmarkt zwang. Die Reformen haben eine Phase der Lohnmäßigung eingeleitet und die Gesellschaft vor eine Zerreißprobe gestellt. Das war wahrlich kein Zuckerschlecken."

Das ist die inhaltliche Rechtfertigung für die Agenda 2010. Als wäre die Krise der Massenarbeitslosigkeit nur über einen radikalen sozialen Kahlschlag zu lösen gewesen. Ein fatales Signal an die Südländer.

"Also derzeit sind wir Krisengewinner?

Ja, das ist aber im Wesentlichen eine Selbstkorrektur des Kapitalmarkts. Der war einige Jahre blind für die Risiken in der Peripherie. Durch die Rettungsschirme bieten wir nun aber dem störrischen deutschen Kapital Geleitschutz in den Süden, wo es eigentlich nicht hin will und verlagern damit die Wachstumskräfte erneut von Deutschland in den Süden. Das ist eine Politik, die nicht wirklich im deutschen Interesse liegt."

Erstens sind WIR keine Krisengewinner. Und wenn das deutsche Kapital nicht nach Europa gehen soll, und wir im deutschen Interesse handeln, was wollen wir eigentlich dann in einem vereinten Europa mit einheitlicher Währung, wenn wir wieder nationalstaatlich denken ?

"Wir haben Überschüsse im Außenhandel mit den südlichen Euro-Staaten, und diese sind bezahlt worden mit selbst gedrucktem Geld. Normalerweise hat der deutsche Überschuss sein Pendant in Vermögenswerten dieser Länder, die man erwirbt. In den letzten vier Jahren war das aber nicht der Fall, da unsere Kunden die Waren mit selbstgedrucktem Geld bezahlt haben. Im Süden liefen die Druckerpressen heiß und haben die Kreditvergabe unserer Banken ersetzt."

Selbst gedrucktes Geld bedeutet Wertschöpfung, bedeutet Kredite aufnehmen. So läuft das nunmal im Kapitalismus. Man tut so als wäre hier die Mafia mit Falschgeld unterwegs. Das einzige Problem dabei ist die Verzinsung. Diese ergibt sich aber über ihr Mißverhältnis des Eurowertes zur Leistungsfähigkeit der jeweiligen Wirtschaft. Daran hat sich Deutschland aber solange nicht gestört, solange die Exportgüter abgenommen wurden, wie warme Semmeln. Jetzt knallt ihnen der Laden nämlich langsam um die Ohren.

"Wir müssten zumindest das Anwachsen der Salden verhindern. Es kann nicht sein, dass die Südländer immer mehr normale Kreditschulden durch billige Notenbankkredite ersetzen, die sie sich im EZB-Rat genehmigen. Die privaten Banken wäre bereit, dem Süden mit einer Risikoprämie von vier, fünf Prozent Kredit zu geben, aber aus der Druckerpresse zieht man den Kredit zu einem Prozent. Die EZB beraubt uns auf diese Weise nicht nur unserer Ersparnisse, sondern sie macht auch den Interbankenmarkt kaputt"

Quatsch. Natürlich müssen die Südländer nun billige Kredite bekommen, was denn sonst ? Sie müssen aber für Investitionen direkt an die Wirtschaft gehen und nicht zur Refinanzierung der Banken. Deshalb sollten Banken mit "Risikoprämien von vier, fünf Prozent" gar nicht mit einbezogen werden. Der Interbankenmarkt ist schon lange kaputt - aus anderen Gründen...

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
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23.02.2012 11:02 Uhr von hans3246343
 
+3 | -0
 
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Veruntreuung: Warum werden die Politiker dann nicht wegen Veruntreung eingesperrt?
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23.02.2012 12:27 Uhr von no_trespassing
 
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Alle beschweren sich, alle wollen raus: Alle wollen nur noch raus aus dem Euro.
Aber was sind genau eure persönlichen Lösungsschritte?

Wählt ihr bei der nächsten Wahl was ganz anderes? Was tut ihr konkret?
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23.02.2012 13:00 Uhr von StoffelBUX
 
+4 | -0
 
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wir sind alle gefragt! Wenn ich mich mal so umhöre, sind alle am schimpfen! Alle halten unsere sogenannte Führung für unfähig!
Dann frage ich mich, warum werden sie dann immer wieder gewählt?? Nach meiner Auffassung liegt das daran, dass so viele nicht wählen gehen! Wenn alle, die sonst nicht wählen, plötzlich zur Wahlurne gehen würden und nicht die sogenannten Volksparteien wählen würden, was wäre dann?

Wir alle habe es in der Hand!
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23.02.2012 14:25 Uhr von lossplasheros
 
+0 | -3
 
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jaja ist klar, ihr wisst es alle besser: Das ist auch alles soooo einfach, wir treten einfach aus aus dem Euro und führen unsere eigene Währung ein.

Und dann, 2 Jahre später wenn der Export um 80% eingebrochen ist rufen alle, wir müssen zurück in den Euro, und ihr habt es alle besser gewusst.

Internet-Geschwätz eben.
Ihr sagt nur "raus aus dem Euro" - aber was dann kommt ist euch egal.

Mit "Schritt für Schritt" denken ist leider niemand geholfen
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23.02.2012 22:12 Uhr von Finalfreak
 
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lossplasheros: Die D-Mark wäre nicht unbedingt ein Nachteil.
Der Export könnte einbrechen, muss er aber nicht.
Da ein Großteil der in Deutschland gefertigten Waren, vom Import abhängig sind!
Starke D-Mark -> vermögender Staat -> vermögende Banken -> florierender Binnenmarkt.
Durch die Ersparnis beim Import, wird sich die Preissteigerung in Grenzen halten, wenn unsere Qualität weiterhin gut ist, dann ist das Siegel "Made in Germany" seine 20% Aufpreis wert.

Selbst wenn alles Krachen geht, na und? Geht trotzdem weiter und man kann sagen, man hat etwas versucht!
Nicht so wie diese Sonnenblumentaktik von unserer Regierung.

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