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"Überlichtschnelle" Neutrinos möglicherweise durch falsche Verkabelung erklärbar

Am 22. September des letzten Jahres wurden Daten veröffentlicht, die das Potenzial zu einem größeren Umbruch in der Physik haben. Es handelt sich um Messungen von mit Überlichtgeschwindigkeit rasenden Neutrinos, was das von Albert Einstein gesetzte Geschwindigkeitslimit durchbrechen würde.

Beim OPERA-Experiment wurden Neutrinos vom CERN in Genf nach Gran Sasso in Italien geschickt. Auf den über 1.000 Kilometern schienen die Neutrinos im Durchschnitt 60 Nanosekunden früher anzukommen als erwartet, was bedeutet würde, dass sie mit Überlichtgeschwindigkeit reisen.

Laut neueren Untersuchungen ist die Erklärung für die Messung sehr simpel: Der Effekt könnte durch einen schlecht verkabelten GPS-Empfänger hervorgerufen worden sein, der eigentlich die Zeitmessung korrigieren soll. Damit stehen zumindest die von den Forschern benutzten Methoden an sich nicht in Frage.


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WebReporter: Again
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Experiment, Geschwindigkeit, Albert Einstein, CERN, Neutrino
Quelle: www.physorg.com

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.02.2012 09:14 Uhr von Kappii
 
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da kann sich jeder selbst: ein Bild machen. Entweder ist eine Theorie grundlegend falsch die vor knapp 100 Jahren erdacht wurde und schon unzählige mal bestätigt wurde oder es besteht ein technischer/menschlicher Fehler in einem der komplexesten von Menschen gebauten Experimente.
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23.02.2012 09:20 Uhr von shainibraini
 
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versteh ich nicht wie haben die denn die neutrinos ins 1000km entfernte gran sasso geschickt?

per post?
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23.02.2012 09:23 Uhr von Schischkebap69
 
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@shainibraini: Neutrinos wechselwirken kaum mit anderer Materie. Glaub die wurden einfach durchs Erdreich geschickt.

Bitte um Berichtigung falls ich falsch liege...Danke!
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23.02.2012 09:46 Uhr von V8-Zulu
 
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Welch Überraschung: Aber wehe, man fragt als Laie "können die sich nicht einfach vermessen haben". Naja, Hauptsache, die Wissenschaftler haben ihren Spaß mit dem teuren Gerät.
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23.02.2012 09:54 Uhr von STN
 
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Haben die sich in den USA auch verkabelt als sie in den US Beschleuniger das Experiment wiederholt haben und das Ergebnis bestätigt haben?
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23.02.2012 10:27 Uhr von gugge01
 
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Zum Thema Einsteinsche STVO der Natur… …. Mal ein kurzes Gedankenmodell:

Annahne: Eine Funkwelle die sich mit „erster Materie/Energie Grenzgeschwindigkeit“ von Punkt a nach punkt b bewegt nimmt wen keine Hindernisse im Weg sind innerhalb eines Materie/Energie-Niveaus immer denselben Weg und dieselbe Geschwindigkeit soweit so klar!

Aber warum tut sie das?

Vielleicht auf Grund einer Überlichtschnellen Wechselwirkung zwischen Punkt „A“ und Punkt „B“?

Ansonsten müsste sich die Funkwelle kurvenreichen und sprunghaften einen weg durch die Raum Schwerkraft/Raum Krümmungen und Verwerfungen suchen oder?

Bitte Korrigiert mich wenn ich falsch liege!

[ nachträglich editiert von gugge01 ]
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23.02.2012 10:41 Uhr von cav3man
 
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gugge01: ich würde da eher anders Fragen.

Warum sollte sie nicht den gleichen Weg nehmen, wenn alle Parameter des Experiments gleich bleiben?

Stell dir vor was das für Auswirkungen hätte, wenn du das gleiche Experiment mit gleichen Parameter mehrfach ausführst und verschiedene Ergebnisse erhältst. Die gesamte Wissenschaft könnte feierabend machen.
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23.02.2012 10:56 Uhr von gugge01
 
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Äh ich ziehe einmal „Raum“ zurückt…. Aber wenn wir davon ausgehen das alle Vorgänge nur mit maximal Lichtgeschwindigkeit ablaufen können währe die Übertragungsdauer von Punkt A nach punkt B nicht vorhersagbar!

Denn alleine schon der Weg der Funkwelle würde sich auf grund der Schwerkraft unaufhörlich in deren gleichen Fortbewegungsgeschwindigkeit verändern! Von den anderen „Raumzustand´ Faktoren ganz zu schweigen.

So gesehen ist die Tatsache das sich Funkwellen unter den gleichen „Raum“ Bedienungen immer mit Lichtgeschwindigkeit bewegen eigentlich schon der Beweis das es schnellere Vorgänge gibt!

Und rein philosophisch betrachtet bedeute „Grenze“ immer das es etwas davor und danach gibt. Das ist einfach eines der fundamentalen göttlichen Gesetze.

[ nachträglich editiert von gugge01 ]
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23.02.2012 10:57 Uhr von mr.sky
 
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@Kappii; @shainibraini: @Kappii...

Es ist zwar richtig, dass das CERN ein sehr komplexes Gewerk ist, doch dieses Experiment ist trivial einfach.

Das CERN erzeugt die Neutrinos im Ringspeicher und schickt sie nach Grand Sasso. Sobald die Neutrinos den Ringspeicher verlassen haben wird die Stopuhr gestartet und sobald die Teilchen in Grand Sasso eintreffen wird die Stopuhr angehalten und die Zeit ausgewertet.
Das ist Trivial und nichts komplexes. Jede Geschwindigkeitsmessung der Polizei funktioniert genau nach dem gleichen Prinzip nur, dass dort Radarstrahlen vom Objekt (Auto) zurückgeworften und analysiert werden um die Geschw. zu analysieren.

@shainibraini
Das CERN schickt die Neutrinos einfach unterirdisch durch die Alpen nach Grand Sasso. Frag einfach Google was Neutrinos sind und du weißt warum das kein Problem ist.


@all
Mit USA und einer Nachstellung des Experiments habe ich noch nicht gehört. Wissenschaftlich gesehen müsste man CERN 1:1 nachbauen und das Experiment wiederholen. Es gibt Weltweit nunmal keinen Beschleuniger wie am CERN, sodass etwaige Experimente an anderen Beschleunigern nunmal nicht Wissenschaftlich anerkannt werden. Aber wenn dem so ist, dass in anderen Beschleunigern die Neutrinos ebenfalls schneller sind muss man sich das genauer anschauen. Vor allem müsste man herausfinden warum Einstein und seine mehrmals bestätigte Theorie zwar stimmt aber die Neutrinos trotzdem schneller sind.
Vielleicht ist es ja so, dass das eine und das andere nebeneinanderen existieren kann. Einstein hat recht aber die Neutrinos sind nun mal schneller.
Für unser tägliches Leben hier auf Erden würde diese Erkenntnis nichts schlimmes bewirken. d.h die Erde würde sich weiter drehen und unsere physikalischen Gesetze würden weiterhin gelten.
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23.02.2012 12:09 Uhr von Again
 
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STN: Bei welchem Beschleuniger soll man das wiederholt haben? Man hat das soweit ich weiß nur mit dem gleichen Aufbau wiederholt.

@Schischkebap69 :
Richtig ;-)

@V8-Zulu:
"Aber wehe, man fragt als Laie "können die sich nicht einfach vermessen haben"."
Diese Möglichkeit bestand immer.

@gugge01
"Aber wenn wir davon ausgehen das alle Vorgänge nur mit maximal Lichtgeschwindigkeit ablaufen können währe die Übertragungsdauer von Punkt A nach punkt B nicht vorhersagbar! "
Doch.
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23.02.2012 12:36 Uhr von gugge01
 
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@Again: „Doch“ …..

Einen Vorhersagbarkeit währe in diesem Fall nur realisierbar wen es möglich währe die Ursachen der Veränderung des Weges schnelle zu beobachten oder zu ermitteln als diese wirken.

Das währe wieder ein Gegenbeweis zur Lichtgeschwindigkeitsgrenze!
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23.02.2012 12:38 Uhr von Alice_undergrounD
 
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lol: jetz kommen hier im forum wieder die bauingenieure und meinen sie wissen alles besser weil sie mal n semester lang festkörperphysik gehört haben
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23.02.2012 12:59 Uhr von Again
 
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gugge01: "Einen Vorhersagbarkeit währe in diesem Fall nur realisierbar wen es möglich währe die Ursachen der Veränderung des Weges schnelle zu beobachten oder zu ermitteln als diese wirken. "
Warum sollte sich der Weg verändern? Du bestimmst zuerst den Weg und stoppst dann die Zeit. Ist nicht schwer ^^
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23.02.2012 13:23 Uhr von gugge01
 
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@Again
ja ja schon richtig Aber wie stellst du sicher das du weist das der Weg sich nicht während des Experimentes verändert?

@Alice_undergrounD
ich bin seit 4:00 am Rechner, habe 7 „Kammeradenbetrüger“ Kaffee und ca.30 Seiten Powerpoint Konzept hinter mir für übergeschnappte Bleistifte die denken das der Apfel nach oben fällt nur weil statistisch gesehen die Sonne am Morgen aufgeht!

Diesen Typen könnte man „Schrödingers Katze“ als Kompensationelement für die Thermische Ausdehnung in tragenden Strukturen verkaufen! Wen ein Jahresboni für sie drin währe das Risikogutachten positiv und der Tierschutz nichts dagegen hat!

Aber für sachdienliche Argumente bin ich immer offen!
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23.02.2012 13:44 Uhr von Ich_bins_wieder
 
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Ich glaube die: Wissenschaftler sind an einem Punkt angelangt an dem sie die Wahrheit einfach nicht einsehen wollen.
Ich kann zwar nicht verstehen, dass das alles so ein Problem ist aber nun gut. Hätte Einstein damals so einen schönen Beschleuniger gehabt hätte er sicher seine These auf die Neutrinos und nicht auf das Licht ausgelegt.
Klar haben es Menschen lieber wenn sie an alten Dingen an denen nicht gerüttelt werden kann festhalten können, aber wie damals Einsteins Erkenntnis die Wissenschaft auf den Kopf stellte so kann 100 Jahre später doch wieder das gleiche passieren.

Finde es schon fast ein wenig vermessen sich die teuerste Maschine der Welt zu leisten und dann neue Erkenntnisse einfach nicht wahr haben zu wollen.
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23.02.2012 16:20 Uhr von Shedao Shai
 
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oh mann Jetzt kommen wieder alle aus ihren Löchern und schreien die Wissenschaftler würden es nicht wahrhaben wollen und lieber durch abstruse Fehlersuche versuchen ihre "alten" Theorien zu bewahren...
Erstmal bekommt die spezielle Relativitätstheorie nichtmal einen Kratzer falls Neutrinos überlichtschnell durch die Gegend flitzen. Teilchen die sich immer überlichtschnell bewegen (Tachyonen) sind nämlich in der Theorie erlaubt, sodass man erstmal beweisen müsste, dass es auch unterlichtschnelle Neutrinos gibt.
Ich studiere an einer Uni die an dem OPERA-Detektor beteiligt ist (und der eigentlich für etwas völlig anderes Gedacht war) und habe inzwischen mehrere Meinungen zu den Ergebnissen gehört und ein jeder fand die ganze Sache sehr spannend. Tatsächlich würde es auch niemanden stören wenn selbst die Relativitätstheorie wackeln würde, da man so neue Forschungsfelder erschließen könnte. Physiker sind in erster Linie neugierig und da wäre es wohl ziemlich dumm sich Neuerungen komplett zu verschließen (natürlich gibt es schwarze Schafe ;) ).

@Ich_bins_wieder
"Finde es schon fast ein wenig vermessen sich die teuerste Maschine der Welt zu leisten und dann neue Erkenntnisse einfach nicht wahr haben zu wollen."
OPERA hat nur indirekt mit dem LHC zu tun, indem es den Vorbeschleuniger SPS nutzt. Im Vergleich zum LHC ist das Teil ein Schnäppchen.
Vermessen ist daran garnichts, denn es gab in der Geschichte der Teilchenphysik einfach zu viele Fälle, in denen großspurig von neuen Entdeckungen berichtet wurde und im Nachhinein stellte es sich als Fehlmessung heraus. Man will einfach nur sichergehen nichts übersehen zu haben, gerade weil die Entdeckung eine solche Tragweite wie in diesem Fall hat.
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23.02.2012 18:17 Uhr von Again
 
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gugge01: "Aber wie stellst du sicher das du weist das der Weg sich nicht während des Experimentes verändert?"
Durch Kontrollmessungen zum Beispiel. Warum sollte sich der Weg auch ändern? Und wenn er sich ändert sollte das reproduzierbar sein, womit man trotzdem wieder eine größte Geschwindigkeit hätte ;-)

@Ich_bins_wieder:
"Wissenschaftler sind an einem Punkt angelangt an dem sie die Wahrheit einfach nicht einsehen wollen. "
Kann man dir auch vorwerfen ^^
Physiker sind keine Übermenschen und eine schlechte Verkabelung kann zb in einem gelieferten Bauteil drinstecken.

"Klar haben es Menschen lieber wenn sie an alten Dingen an denen nicht gerüttelt werden kann festhalten können"
Warum beschäftig(t)en sich Leute dann mit Tachyonen, Paralleluniversen, String- und anderen Quantengravitationstheorien? Warum gibt es etliche Theorien die über das Standardmodell hinausgehen? Zb GUT, SUSY oder Technicolor. Ach ja! Weil sie alle so konservativ sind ^^
Warum hat man überhautp das Higgs vorhergesagt?

@Terrorstorm:
"Jedenfalls sollte man das weiter überprüfen, bevor die "Wissenschaftler" nun Fehler suchen, wo eventuell gar keiner besteht"
Fehler suchen gehört zum überprüfen mit dazu. Mann mann mann...

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