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Reutlingen: Spektakulärer Vorreiter? Facebook-Account eines Angeklagten beschlagnahmt

Weil ein 20-Jähriger einem Bekannten einen Einbruchs-Tipp gab, muss sich dieser nun von seinem Facebook-Profil lösen: Der Richter beschlagnahmte das Konto des sozialen Netzwerks, da der Angeklagte offenbar per Facebook den Tipp für einen Einbruch sendete.

Dieses Vorgehen, die privaten Details eines Kontos zu begehen, ist in der deutschen Rechtsgeschichte bisher einmalig. Wenn es zu einem Erfolg führt, könnte dies in Zukunft bedeuten, dass Facebook schon bald häufig in Gerichtsprozessen als Beweismittel benutzt wird.

Auf Anfrage der Ermittler erteilte Facebook Deutschland jedoch ein Verbot für die Weitergabe der privaten Daten. Nun hoffen die Ermittler, von Facebook Irland weitere Details über den Account zu erhalten.


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WebReporter: nightfly85
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Facebook, Account, Reutlingen, Vorreiter
Quelle: www.schwaebische.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.02.2012 12:04 Uhr von artefaktum
 
+28 | -5
 
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"Wenn es zu einem Erfolg führt, könnte dies in Zukunft bedeuten, dass Facebook schon bald häufig in Gerichtsprozessen als Beweismittel benutzt wird."

Was natürlich sehr problematisch ist, da Facebook-Nutzer sich ja nie identifizieren müssen. Da kann ja jeder in kürzester Zeit Konten im Namen anderer Menschen anlegen. Das scheint mir als "Beweis" doch mehr als wacklig.
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20.02.2012 12:26 Uhr von Lofthoff
 
+4 | -6
 
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Schwachsinn!!! So weit wird es niemals kommen, denn du kannst ja immer sagen das jemand anders deinen Account benutzt hat.
Wer kann dir bitte ohne jeden Zweifel nachweisen, dass du es warst der zu einer bestimmten Zeit am PC gesessen hat.
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20.02.2012 12:29 Uhr von nightfly85
 
+13 | -3
 
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@Loffhoff: Das ist doch egal. Lad dir mal aus einem Torrent-Netzwerk eine MP3 herunter und lass dich dabei erwischen. Du musst bezahlen, egal ob du am besagten Tag in Timbuktu warst oder bei dir zu Hause.
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20.02.2012 12:54 Uhr von Lofthoff
 
+6 | -3
 
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Es gibt bereits Gerichtsurteile bezüglich Filesharing die revidiert werden mussten, weil der Angeklagte nachweisen konnte das er zur Tatzeit garnicht zuhause war.
Meiner Meinung nach wäre Facebook als Beweis vollkommen inaktzeptabel weil es offen ist für alle Arten von Manipulaton.

[ nachträglich editiert von Lofthoff ]
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20.02.2012 13:28 Uhr von Lenzilein009
 
+4 | -0
 
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Ich bezweifel es ehrlich gesagt, obwohl ich es diesem Überwachungsstaat (im Bezug auf das Internet) durchaus zutrauen würde.
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20.02.2012 13:33 Uhr von Winneh
 
+2 | -0
 
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Lofthoff, dann ist der Anschlussinhaber dran.
Genauso wärst du dran, wenn ich über dein ungesichertes Wlan Filme/Musik ziehe.
Facebook gehört mit zu den abgesichersten Netzwerken, die du im öffentlichen Bereich finden kannst - den Faktor Mensch natürlich nicht mit eingeschlossen.

So oder so, ist es ein Ansatzpunkt mit dem man bei Ermittlungen auf jeden fall weiter kommt.

Ob ich persönlich das toll finde? Nein sicher nicht.

[ nachträglich editiert von Winneh ]
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20.02.2012 13:33 Uhr von SClause
 
+0 | -1
 
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Ziel? Die Kommentare über mir gehen davon aus, dass der Account dazu genutzt werden soll, den Schreiber des Tipps zu überführen. Das kann natürlich nur schwer bewiesen werden.

Was ist aber, wenn es nur darum geht den Angeklagten zu beiweisen, dass er zweifelsfrei der Täter war - mithilfe dieses Tipps. Dann ist es schon von Vorteil Facebook als Beweismittel zu benutzten.

Edit: Verlesen. Der Angeklagte ist der, der den Tipp gegeben hat. Na gut, dann wirds schwierig. Trotzdem ist die Theorie von oben eine Überlegung wert.

[ nachträglich editiert von SClause ]
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20.02.2012 13:33 Uhr von jaycee78
 
+0 | -2
 
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