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Stonehenge: Ist die besondere Akustik des Rätsels Lösung?

Der Zweck der vermutlich 5.000 Jahre alten Kultstätte Stonehenge in Südengland gibt Forschern immer noch Stoff für Diskussionen. Neue Erkenntnisse bezüglich eines besonderen akustischen Effekts innerhalb des Steinkreises könnten ein bisschen mehr Licht ins Dunkle bringen.

Steven Waller, der sich mit archäologischer Akustik beschäftigt, fand nun anhand eines Experiments mit zwei Flöten heraus, dass sich die Schallwellen innerhalb des Steinkreises gegenseitig verstärken oder aufheben, was zum Teil dazuführt, dass an manchen Stellen im Kreis Stille herrscht.

Zwei weitere Testperson ließ Waller mit verbundenen Augen im Steinkreis herumgehen und auch ihnen fiel die besondere Akustik auf. Waller vermutet, dass dies für die Menschen vor Tausenden von Jahren wohl "wie eine Vision, die ihnen das Jenseits schickt" gewesen sei.


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WebReporter: sternchen88
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Lösung, Stonehenge, Akustik, Schallwelle
Quelle: www.welt.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.02.2012 17:52 Uhr von V8-Zulu
 
+14 | -1
 
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Endlich die Lösung: Kann man ja mal riesige Steine aufstellen, um die Akustik fürs Flötenspiel zu verbesern. Das wird die Lösung sein!
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17.02.2012 18:27 Uhr von preistoria
 
+4 | -0
 
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Flötentöne: Ein Steinzeit-Theater also? Noch eines? Nachdem man vor einigen Monaten ein Steinzeit-Kino in den Alpen entdeckt haben will (gab es zumindest eine News hier), wollen die Briten jetzt wohl nachziehen. Na, ich weiß ja nicht, obwohl das "Experiment" sicherlich interessant ist. Aber als Erklärung für Stonehenge ist es schon einmal deswegen hinfällig, weil die Steine größtenteils nicht mehr an der originalen Stelle stehen. Sie wurden ja erst in unserer Zeit wieder aus der Erde geholt und aufgestellt. Stonehenge, wie es heute steht, ist also quasi nur eine Rekonstruktion.

Solange man nicht millimetergenau nachvollziehen kann, welcher Stein an welcher Stelle stand, welche ursprüngliche Höhe und Breite er anfangs hatte (ist ja alles stark verwittert) etc., ist das Experiment nicht aussagekräftig.
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17.02.2012 19:59 Uhr von Floetistin
 
+8 | -1
 
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Unsinn: Stonehenge wurde erbaut um die ganzen arbeitslosen Druiden von der Straße zu bekommen
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17.02.2012 20:06 Uhr von emilklopfenstein
 
+1 | -1
 
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So so, @ preistoria
offensichtlich wurden hier 2 akustische Phänomene festgestellt. Niemand behauptet DIES IST ES, aber du behauptest, dies sei hinfällig. Mit Nichten und Neffen ... [edit]

Konkret:
Der Frequenzumfang von Flöten beträgt etwa 250 - 4200 Hz.
Das entspricht Wellenlängen von min. 7 cm bis zu 120 cm. Vermutlich haben die Experimentatoren die Flöten im mittleren Bereich angeblasen. Da kommt es auf deine Millimeter nun wirklich nicht an! Ob die Hinkelsteine etwas zerdeppert oder 30 Zentimeter anders stehen macht (fast) nichts aus, die Höhe beeinflusst das Ergebnis auch nicht grossartig. Wenn also das Experiment schon ein deutlich wahrnehmbares Ergebnis bringt, kann es durch Präzision nur verbessert und damit weiter abgesichert werden.

Wir können nicht alles wissen, aber aus dem Wenigen das wir wissen, unbeschaut abzuleiten, dass die Anderen nur Sch..sse erzählen ... auch dein Gehirn kann mehr, setz es besser ein.
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17.02.2012 20:09 Uhr von emilklopfenstein
 
+0 | -2
 
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Und @ Floetistin
... es war ein in die Zukunft gedachtes Projekt: Auch unsere heutigen allzeit unterbeschäftigeten Harzer sollten damit was auf die Hirnmühlen kriegen ...
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17.02.2012 20:14 Uhr von Gierin
 
+3 | -1
 
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Hab mal den Spruch (so oder ähnlich) gelesen: Wenn ein Paläontologe nicht erklären kann, warum ein (ausgestorbenes) Tier ein besonderes körperliches Merkmal hatte sagt er: Das brauchte das Tier zum balzen.
Wenn ein Archäologe nicht erklären kann wofür ein Gegenstand oder eine Einrichtung gebraucht wurde sagt er: Das diente Kultischen zwecken.
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17.02.2012 20:15 Uhr von Floetistin
 
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emilklopfenstein: Neeee.. du hast den Insider-Witz nicht verstanden. ;-)

Mal schaun ob jemand drauf kommt.
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17.02.2012 20:24 Uhr von preistoria
 
+0 | -1
 
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@ emilklopfenstein: Für Beleidigungen besteht kein Grund, man kann sich auch normal ausdrücken.
Offenbar hast du nicht verstanden, was ich geschrieben habe, denn ich habe nie bestritten, dass es ein derartiges Phänomen gibt. Mir geht es nur darum, darzulegen, dass man die Ergebnisse nicht auf das ursprüngliche Stonehenge beziehen kann, da dieses nicht mehr existiert. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit sagen.
Wer Klangphänomene sucht, findet sie auch. Was man daraus schließen will, ist eine völlig andere Angelegenheit. Wie gesagt, ich finde es durchaus interessant, aber vom wissenschaftlichen Standpunkt her einfach nicht (mehr) greifbar.
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17.02.2012 20:58 Uhr von emilklopfenstein
 
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@ preistoria: Du kannst es ja, dich zu einer Sache normal ausdrücken. Freut mich! Ich entschuldige mich auch ein bisschen.
Dass allerdings dieses Klangphänomen vom wissenschaftlichen Standpunkt her einfach nicht (mehr) greifbar sein soll, dürfte wohl auf eine Einengung eben dieses Standpunktes zurückzuführen sein.
Neben all den anderen mehr oder zumeist weniger glaubhaften Erklärungsversuchen ist mir ein real nachvollziehbares Phänomen eine schöne Ergänzung. Wenn wir schauen, mit wieviel sorgfältigem Aufwand heute Konzertsäle erarbeitet werden ...
Eine lokere Arbeitshypothese zu Handen eines abgefahrenen Wissenschaftlers: Stonehenge war eine Experimentalkammer für Akustik ... (aber davon haben die ja damals noch nix verstanden, kann also nicht sein ...).
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18.02.2012 09:33 Uhr von mort76
 
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schlimm das ist jetzt keine unbedingt neue Erkenntnis- eine Doku über dieses Thema habe ich schon vor Jahren gesehen.
Allerdings wurden in dieser, und das dürfte weitaus realistischer sein als die obige Versuchsanordnung, Trommeln bei diesem Experiment benutzt, und das hat auch gut funktioniert...

"Flötenmusik in Stonehenge" dürfte wohl eher die kitschigen Vorstellungen von Wicca-Anhängern und NeoDruiden befriedigen.

Jedenfalls- die Steine reflektieren die Schallwellen von Trommeln so gut, daß sich ihre Wirkung wirklich stark verstärkt, und sowas führt gerne zu hypnotischen Zuständen, Beispiel: Afrika, Nordamerika, Techno etc...

In nicht allzugroßer Entfernung von Stonehenge