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USA: 65-Jähriger saß 31 Jahre im Todestrakt - Jetzt wurde er hingerichtet

Im US-Bundesstaat Florida wurde am Mittwoch Robert Waterhouse im Alter von 65 Jahren hingerichtet, er hatte zuvor 31 Jahre im Todestrakt auf die Vollstreckung des Urteils gewartet. Ein Last-Minute-Appell wurde zwei Stunden vor der Hinrichtung vom zuständigen Gericht abgelehnt.

Als man Waterhouse das letzte Wort gewährte, erklärte er, seine Hinrichtung wäre ein Justizfehler. Außerdem hätten die Behörden DNA-Beweise zerstört, die seine Unschuld hätten beweisen können. Waterhouse sagte, der Staat würde einen unschuldigen Mann hinrichten.

Waterhouse wurde 1980 verurteilt. Er soll eine Frau verprügelt, vergewaltigt und anschließend ertränkt haben. Er befand sich zu dem Zeitpunkt gerade erst zur Bewährung auf freiem Fuß. Er war 1966 zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen einem anderen Tötungsdelikt verurteilt worden.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Tod, Gefängnis, Todesstrafe
Quelle: www.longislandpress.com

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.02.2012 18:51 Uhr von Azureon
 
+34 | -7
 
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Und die Moral von der Geschicht? Wer einmal mordet, dem glaubt man nicht, auch wenn er doch die Wahrheit spricht.
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16.02.2012 18:54 Uhr von Perisecor
 
+9 | -53
 
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16.02.2012 19:14 Uhr von wmp61
 
+24 | -7
 
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@Perisecor: Bei deinem Kommentar kommt mir gelinde gesagt das Kotzen!

Woher hast du denn deine abstrusen Weisheiten?
Im Durchschnitt verstreichen in den USA 13 Jahre zwischen der Verhängung und dem Vollzug der Todesstrafe.
Das hat System und dient der psychischen Zermürbung der Todeskandidaten. In Kalifornien warten 700 auf ihre Hinrichtung und in Kentucky sind in den letzten 30 Jahren mehr Todeskandidaten an Gesundheitsproblemen gestorben, als durch die Hinrichtung.

Hier sind ein paar interessante Fakten über diese menschenverachtende Praxis des US-amerikanischen Strafvollzugs:

http://www.wienerzeitung.at/...
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16.02.2012 19:16 Uhr von magnificus
 
+10 | -12
 
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Na so ein Depp: aber auch. Beantragt immer wieder Aufschub. Und neue absurde Geschichten. Wäre er nicht so ein Weichei, könnte der Mord in Staates Namen schon lange vollzogen sein. /off

@wmp61
Lass es. Da kämpfst gegen Windmühlen.

[ nachträglich editiert von magnificus ]
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16.02.2012 19:41 Uhr von Perisecor
 
+13 | -25
 
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16.02.2012 20:19 Uhr von Acun87
 
+6 | -13
 
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ehm: sollte hier zu lande auch eingeführt werden.

dann werden steuern nicht für kinderschäder, vergwaltiger und mörder verprasselt, die in deutschen gefängnissen, im vergleich zu anderen gefängnissen, ein schönes leben haben
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16.02.2012 20:32 Uhr von Perisecor
 
+8 | -11
 
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@ 1984: http://www.shortnews.de/...

http://www.shortnews.de/...

Und aufgrund meiner nicht vorhandenen Englischkenntnisse sowie fehlender jurstischer Kenntnisse, gerade im Verfassungsrecht, hab ich dich bzw. deine "Argumente" so auseinandernehmen können?
Interessante Sicht der Dinge.



"du bist einfach nur ne arme wurst"

Ja, nachdem ich deine Sandburgen zerstört habe, bist du jetzt verständlicherweise ziemlich traurig. Aber komm, Kopf hoch, auch Menschen ohne Ahnung - so wie du - finden irgendwann jemanden, der sie mag.
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16.02.2012 20:33 Uhr von Loona69
 
+1 | -2
 
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Sauerei: Ich finde wenn schon jemand zum tode verurteilt worden ist wegen welcher Straftat auch immer sollte man mit der Vollstreckung nicht Jahre warten sondern so schnell wie möglich Vollstrecken ! Natürlich nur wenn es eindeutig bewiesen ist ! Der Tot ist schon Strafe genug da muß man finde ich nicht noch unnötig hinhalten , noch dazu kommen die Kosten für die ganze Zeit die man hätte sparen können !
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16.02.2012 22:13 Uhr von Dracultepes
 
+4 | -2
 
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@Perisecor: Wäre ich unschuldig würde ich auch alles versuchen. Aber besonders Texas scheint ja beratungsresistent zu sein wenn es um erstmal verhängte Todesurteile geht.

Wobei man doch gerade bei der Todesstrafe immer am Ball bleiben sollte. Sie ist nicht aufzuheben oder sonstiges.

Da wirf sowas dann eher ein negatives Licht auf hier erstmal Texa und George W. Monkey Bush:http://www.mopo.de/...

Wobei ich natürlich nicht sagen kann ob alles in der Mopo stimmt, ich bin auch zu faul zu suchen. Aber schon allein die Tatsache das der Stadt einen neuen Test scheut und dem Typen lieber die Spritze verpasst ist hart.

Einer der Gründe warum ich dagegen bin. Nur weil die Leute studiert haben sind sie nicht die hellsten und machen fehler. Man zieht ja leider Richter für sowas nicht zur Rechenschafft. Das wäre auch in Deutschland mal was würde aber wohl den gesamten Apperat lähmen.
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16.02.2012 22:27 Uhr von magnificus
 
+7 | -2
 
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Eben. Auch ohne konkrete Beispiele, sondern nur aus der Wahrscheinlichkeit von Fehlurteilen heraus, sollte eine sich als Demokratie bezeichnende Gesellschaft nicht auf diese Art der Bestrafung zurückgreifen.
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16.02.2012 22:50 Uhr von Aggronaut
 
+8 | -6
 
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gegen scharia: hetzen, aber eine hinrichtiung für gut heissen, nur noch bescheuerte unterwegs.
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16.02.2012 23:15 Uhr von Perisecor
 
+5 | -10
 
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@ Dracultepes: Die "Fehlurteile" bzw. unklaren Urteile stammen alle aus einer Zeit, als die kriminaltechnischen Mittel noch nicht so fortschrittlich waren wie sie es heute sind.

Die Argumentation müsste also folgerichtig lauten:
Da man heute in der Lage ist, 99,99% Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, sollte man die Todesstrafe auch in anderen Staaten einführen.


Übrigens kämpfen auch nicht nur vermeintlich unschuldige Todesstrafenkandidaten mit allen Mitteln gegen die Vollstreckung an - auch z.B. Serienmörder, welche gestanden und absolutes Insiderwissen hatten.
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17.02.2012 01:58 Uhr von Dracultepes
 
+6 | -0
 
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@Perisecor: "Da man heute in der Lage ist, 99,99% Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, sollte man die Todesstrafe auch in anderen Staaten einführen."

Und die 00,01% sind es die mir Kopfschmerzen machen.

Und dann ist es umso peinlicher das alte Urteile wo Proben vorhanden sind nicht von selber aufgerollt werden. Sorry, aber das ist man doch den Menschen schuldig.

Und natürlich kämpfen nicht nur die wo es sehr strittig ist.Aber das negiert keinesfalls das Texas Leute hinrichtet die nach heutigen Maßstäben wahrscheinlich nichtmal eingefahren wären. Wenn ich dem Artikel glaube.

Einerseits mag ich das amerikanische Gerichtssystem so wie es Serien vermitteln. Andererseits kann man manchmal nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, so wie bei Deutschen auch bei so manchen Urteilen.
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17.02.2012 04:05 Uhr von Hayat90
 
+0 | -1
 
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kranke welt: die welt wird immer kranker
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17.02.2012 12:16 Uhr von Perisecor
 
+0 | -1
 
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@ Dracultepes: "Und die 00,01% sind es die mir Kopfschmerzen machen."

Dann muss man eben auch jegliche Vaterschafts-/Verwandschaftsnachweise einstellen. DNA ist nunmal, rein rechnerisch, nicht 100% genau.



"Und dann ist es umso peinlicher das alte Urteile wo Proben vorhanden sind nicht von selber aufgerollt werden. Sorry, aber das ist man doch den Menschen schuldig."

Es gibt - übrigens auch im deutschen Recht - Konstellationen, wo Verfahren auch bei neuen Beweismethoden nicht neu aufgerollt werden können.

In den USA kann man sich dann an den Gouverneur bzw. den Präsidenten wenden.


Ja, es kann sein, dass dann mal jemand durch´s Raster fällt. Wobei auch hier bemerkt werden muss, dass der von dir angesprochene Mann (Claude Howard Jones) dann einfach so freigesprochen worden wäre.
Nur dieses eine Beweisstück wäre dann unverwertbar gewesen.



"Wenn ich dem Artikel glaube."

Der Artikel ist etwas ungenau. Hätte die Staatsanwaltschaft das (nach damaligen Methoden) als übereinstimmend gewertete Haarbüschel nicht gehabt und darauf ihre Anklage aufgebaut, hätte man natürlich versucht, die Anklage auf anderen Beweisen oder Indizien aufzubauen.
Da man ja irgendwie auf Herrn Jones gestoßen ist, ist davon auszugehen, dass es da noch andere Dinge gab.



"Einerseits mag ich das amerikanische Gerichtssystem so wie es Serien vermitteln. Andererseits kann man manchmal nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, so wie bei Deutschen auch bei so manchen Urteilen. "

Bei einer so großen Anzahl an Verhandlungen und Urteilen jeden Tag passieren Fehler. Es ist wichtig, dass man die Anzahl der Fehler klein hält und weiter reduziert.
So lange aber Menschen beteiligt sind, kann man Fehler nicht ausschließen - nirgendwo, in keiner Branche, egal wie wichtig ein Projekt auch sein mag.
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18.02.2012 11:07 Uhr von Perisecor
 
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@ Jimboooo: Och bitte, hör doch auf, deinen Eindruck aus diversen TV-Serien oder Filmen hier als Fakten zu präsentieren.


Sinn der Jury ist es, dass Urteile tatsächlich im Namen des Volkes gesprochen werden. Das klappt so auch ganz gut.
Höhere Gerichte - idR Berufungsgerichte - verzichten hingegen zugunsten eines besseren Rechtsverständnisses auf eine Jury.

Korrekt ist, dass die Beweise und Indizien anschaulich präsentiert werden müssen, damit die Jury sie versteht und hinreichend beachtet.

Eine "Show", wie man es z.B. in der Serie Shark öfter sieht (die Serie ist trotzdem richtig gut), findet normalerweise nicht statt.


Vorteile sind auch hier, dass Beweise und Indizien ausführlich dargelegt werden müssen. Dies erhöht, wie erwähnt, die Verständnisfähigkeit der Jury, es stützt aber auch die Aussagekraft des Beweisstückes.

Man denke da nur an den Handschuh aus dem O.J. Simpson Prozess, der ihm schlicht nicht gepasst hat.


Abschließend ist mir aber auch durchaus klar, dass man Vorurteile und Fehlmeinungen nur schlecht aus Leuten herausargumentieren kann, wenn diese 6000km von der Realität entfernt sitzen...
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18.02.2012 13:17 Uhr von Perisecor
 
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@ Jimboooo: Es war ja nicht irgendein Handschuh - es war der Handschuh der Täterkleidung.

Ja, es gab auch viele Indizien gegen ihn.

Aber im Zweifel muss nunmal die Unschuld angenommen werden und diese Zweifel bestanden nunmal.


Fehlentscheidung gibt es übrigens auch bei Gerichten, welche ausschließlich oder überwiegend aus Berufsrichtern bestehen.

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