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Regensburger Diözese greift Missbrauchsopfer an: Wir bedauern, aber Sie lügen!

Udo Kaiser wurde in seiner Kindheit bei den Regensburger Domspatzen geschlagen und sexuell missbraucht. Er befindet sich deshalb in Therapie und seine Betreuerin ist entsetzt, wie die Katholische Kirche mit dem Mann umgeht.

Sie spricht von einem "perfidem Nachtreten" der Diözese Regensburg, die ein Antrag auf Wiedergutmachung mit den Worten "Wir bedauern, aber Sie lügen!" abschmetterte.

Die Bischofskonferenz hatte für die Missbrauchsopfer eine unkomplizierte Lösung und ihr Bedauern versprochen, doch in Kaisers Fall passiert das Gegenteil. Er selbst wollte das Wiedergutmachungsgeld spenden, ihm geht es nur um die Anerkennung der Schuld. Doch die verweigert die Kirche ihm bis heute.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Regensburg, Katholische Kirche, Missbrauchsopfer, Diözese, Regensburger Domspatzen
Quelle: www.regensburg-digital.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.02.2012 18:04 Uhr von Askeria
 
+34 | -3
 
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hahaha: könnte man unverändert an jede kirche der welt schmieren....
"Wir bedauern, aber Sie lügen!"
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15.02.2012 18:11 Uhr von Claus1221
 
+9 | -2
 
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So sehr ich die katholische Kirche für das feige Schweigen hasse, aber das Zitat im Titel und in der News ist Müll. In der Quelle wird der Satz "Wir bedauern, aber Sie lügen!" nur als Überschrift verwendet, in dem Brief steht er nicht drin. So ein Thema sollte nicht durch Bild-hafte Berichterstattung verzogen werden. Was aber nichts daran ändert, dass der Brief das hinterletzte ist.
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15.02.2012 18:27 Uhr von Katzee
 
+9 | -3
 
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@ Claus1221: Die Aussage in dem Brief, man könne die Aussagen des Klägers bezgl. des sexuellen Mißbrauchs nicht nachvollziehen kommt einer Bezichtigung der Lüge gleich. Der ganze Brief ist eine Verhöhnung der Opfer. Ein Versuch, den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, sähe anders aus. Hier versucht sich die Institution Kirche hinter den Menschen, die für sie arbeiten zu verstecken, um keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Erbärmlich.
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15.02.2012 18:30 Uhr von Azureon
 
+7 | -5
 
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Wahrheit oder Lüge würde irgend ein Pedo Pfarrer eins meiner Kinder anfassen und ich bekäme es raus, würde ich den Typen kurz und klein schlagen.
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15.02.2012 18:31 Uhr von Claus1221
 
+8 | -1
 
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@Katzee: Stimm ich dir vollkommen zu! Hab ja auch geschrieben, dass der Brief trotzdem das hinterletzte ist. Mich störts nur, dass man mal eben eine Überschrift zum Direktzitat macht, nur um die News noch skandalöser klingen zu lassen, als sie eh schon ist.
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15.02.2012 19:29 Uhr von psycoman
 
+3 | -6
 
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Gerichtsurteil? Also ersteinmal steht in so einem Fall immer Wort gegen Wort. Dass die Kirchenvertreter nach so langer Zeit nichts mehr nachvollziehen können ist jetzt auch nicht gerade verwunderlich, es wurden wohl kaum Strichlisten über Misshandlungen oder Missbrauch geführt.

Ich finde es jedoch seltsam, dass die Opfer erst damit herauskommen, als das Thema in der Presse ist. Haben die sich damals nicht an Eltern, Lehrer oder andere Personen gewandt? Scheint nicht so, sonst müsste es ja eine Ermittlung der Polizei gegebene haben.

So leid mir die Opfer auch tun, solange es kein Gerichtsurtiel gibt, ist der Missbrauch erst einmal nur eine Behauptung und keine Tatsache, auch wenn der Mann eine Therapie macht.

Zum Glück gibt es inzwischen in Schulen auch Aufklärung über dieses Theam, so dass Kinder auch ermutigt werden, über solche Vorfälle zeitnah zu berichten.

Viel schlimmer finde ich, dass bei bewiesenen Vorwürfen die Leute nur versetzt, anstatt gefeuert werden. Eine Gefängnisstrafe müssen die Täter vermutlich nicht absitzen, weil das Ganze verjährt ist.

Das Verhalten der Kirche ist, vom moralischen Standpunkt mal völlig abgesehen, auch schlechte PR. Es wäre doch viel besser, wenn man ganz offen über diese Vorwürfe redet. "Ja, es gab vermutlich Misshandlungen und Missbrauch. Wir bemühen uns, in zusammenarbeit mit der Polizei, diese Fälle so gut wie möglich aufzuklären" kommt wohl besser an als: "Nein, alles Lüge"

Ich als Kirchenoberhaupt würde mich doch für die Aufklärung dieser Vorwürfe einsetzen, schon rein aus religöser Sicht. Wie soll ein Priester ein Vorbild für eine Gemeinde sein, wenn er solche Verbrechen begeht. Gerade da die Kirche doch, angeblich, eine moralische Instanz sein soll.

Traurig, dass es soetwas überhaupt gibt, aber interessant wie viele Leute über die Kirche schimpfen, aber vergessen, dass die meisten Missbrauchs- und Misshandlungsfälle immer noch in der Familie stattfinden.
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21.01.2015 15:11 Uhr von TooFar
 
+0 | -0
 
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@ Fabrizio:
"Opfer zu Tätern machen: ist das Allerletzte."

Ist richtig - aber wenn die Beweise nicht gegeben sind, ist es noch widerwertiger, unschuldige als Täter zu bezichtigen. Es gibt immer zwei Seiten einer Mediale. Recht und Recht lassen.

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