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Verfassungsgericht: Deutsche Professoren verdienen zu wenig

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat entschieden, dass Deutschlands Professoren mehr Gehalt bekommen müssen. Demnach sei die Professorenbesoldung in Hessen zum Teil nicht verfassungskonform.

"Die deutliche Mehrheit des Senats hielt die Grundgehaltssätze der W-Besoldung für zu niedrig", so Andreas Voßkuhle, Vorsitzender des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts. Die W-Besoldung steht für Wissenschaft.

Gegen das System hatte ein Chemieprofessor aus Marburg geklagt, der als Grundgehalt 3.890 Euro bekam, was er für unangemessen hielt.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutschland, Gehalt, Professor, Verfassungsgericht
Quelle: www.spiegel.de

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14.02.2012 11:47 Uhr von Abdul_Tequilla
 
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Da ist was dran. Wer 3.890 Euro Grundgehalt hat, nagt nicht am Armutsruch.
Verglichen mit der Wirtschaft und in Anbetracht der enorm langen Ausbildungsdauer ist das aber zu wenig und darüber hinaus auch ungerecht.

Man darf nicht vergessen, welchen (u.a. wirtschaftl.) Nutzen die Professorenschaft für die Gesellschaft hat.
Es steht nichts geringeres auf dem Spiel als der "Bildungsstandort Deutschland". Dass die Professoren nicht reihenweise ins Ausland abwandern ist sicherlich auch einem hohen Maß an Idealismus zu verdanken. Diesen Idealismus darf man aber nicht ausnutzen.

Die dtsch. Beamtenkaste verdient in mittleren Dienst im int. Vergl. verhältnismäßig gut. Ich denke aber, dass auch eine faire Bezahlung für Professoren gut investierte Steuern sind.

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]
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14.02.2012 12:41 Uhr von Bildungsminister
 
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Eventuell sind +-3900 Euro nicht allzu viel, es ist aber auch nicht so wenig wie es sich erst einmal anhören mag. In den Staaten bekommt ein Professor im Schnitt 4500 Euro (umgerechnet). Hinzu kommt, dass die meisten US-Professuren nur 9 Monate im Jahr laufen, was mit Ferien, usw. zu tun hat.

Zwar verdienen Professoren von Elite-Universitäten gute 4-500 Euro mehr im Monat, was aber an sich auch kein Maßstab sein kann.

Grundsätzlich kann man wohl erkennen, dass Bildung, auch wenn es immer anders suggeriert wird, längst nicht das höchste Gut einer, gerade westlichen, Gesellschaft ist. Da geht es primär um Ökonomie, egal ob hier oder in den Staaten.

Ich finde das in sich eine recht schwierige Entscheidung, denn wer bewertet welche Leistung wie viel wert ist? Hängt es nur vom Bildungsgrad ab, oder auch von der Verantwortung? Warum muss jemand mit hohem akademischen Titel zwingend mehr verdienen als jemand der bei der Müllabfuhr arbeitet (no offense), oder jemand der für die UN Minen in Kamodscha räumt?

Wann ist es genug, und wann zu viel? Sicherlich ist es richtig, dass man versuchen muss die klugen Köpfe zu halten. Das gleiche Phänomen haben wir ja heute in der Politik. Wer, der etwas auf dem Kasten hat, geht denn heute in die Politik, wenn er einen ordentlichen Job in der freien Wirtschaft haben kann? Nicht ohne Grund laufen da doch in hohem Maße so viele Flitzpiepen rum.

Viele Fragen, einige davon wohl er sozialer oder moralischer Natur, auch wenns am Ende sowieso nur ums Kapital an sich geht.

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