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Fußball: Heftige Kritik von Lukas Podolski an Kölner Klubführung

Der verletzte Nationalspieler Lukas Podolski hat in einem Interview seinen derzeitigen Verein 1. FC Köln heftig kritisiert. Er warf seinem Arbeitsgeber Konzeptlosigkeit vor. "Hier fehlt Kontinuität. Regelmäßig werden Trainer, Sportdirektor und jetzt auch das Präsidium ausgetauscht", sagte Podolski.

Die Aussagen des Nationalspielers deuten abermals auf ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit mit Köln hin. Schon in der Winterpause wurde über einen Wechsel Podolskis spekuliert. "Wenn ich wechseln sollte, würde mich - Stand jetzt - das Ausland sehr reizen.", so der Angreifer.

"Man versucht jedes Jahr, nach vorn zu kommen, rennt immer wieder an. Wenn dann aber nicht viel mehr als Abstiegskampf herausspringt, ist das bitter. Ich habe mir etwas anderes erhofft, weil die Voraussetzungen viel mehr hergeben. Stadion und Fans sind einzigartig", zeigte sich Podolski enttäuscht.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Kritik, Interview, 1. FC Köln, Nationalspieler, Lukas Podolski
Quelle: www.spiegel.de
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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.02.2012 16:35 Uhr von kranfuehrer
 
+4 | -6
 
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Er muss ja nicht in Köln bleiben: er kann ja auch in seiner Heimat Fußball spielen. Bei Lokomotive Danzig zum Beispiel. Die würden sich bestimmt über ihn freuen.
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12.02.2012 17:42 Uhr von Rheinnachrichten
 
+1 | -0
 
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Da hat er Recht: Die Kölner sind schon ein richtiger Karnevalsverein, das muss ich als gebürtiger Kölner leider zugestehen.

Seitdem im Jahr 1990 ein gewisser Christoph Daum seinen Hut nahm, ein Teil des Hässler-Transfers irgendwo versickerte und ein unglücklich agierender Präsident (Artzinger-Bolten - damals CDU-Stadtrat und Rechtsanwalt) an dieser Sache scheiterte, ging es mit diesem einst stolzen Fußballclub (immerhin der erste Meister der damals neu gegründeten Bundesliga) bergab.

Dass in der heutigen medialen Schlacht um Statements und das dadurch wechselseitig bedingte Informationsinteresse der FC-Fans und weiterer Betrachter ein gewisser Druck erzeugt wird, nach zwei oder drei Niederlagen direkt "Köpfe" im Sinne von "Schuldigen" zu fordern, ist - leider - Usus.

Dass der Beste in einem ansonsten eher durchschnittlichen Team, dies nun anprangert, zeigt für mich zweierlei:

1.
Beim FC herrscht nun offenbar seit 21 Jahren großer Sitzungskarneval mit Kanone, Büttenreden und "Stippefütche"

2.
Lukas Podolski ist inzwischen eine Führungsfigur, der - trotz seines nicht gerade brillianten, akademischen Talents - genau weiß, wo der Haken montiert ist.

Man muss befürchten, dass die Kölner auch den Rest der Saison weiter rumeiern. Sind wir ehrlich: Der FC hat die letzte Partie in Kaiserslautern nicht wegen seiner brillianten Mannschaftsleistung oder traumhaften Offensivfußballs gewonnen, sondern nur, weil der Gegner eben noch ein kleines bisschen harmloser, unglücklicher oder einfach nur lustloser war.

Gegen Mönchengladbach oder gar Dortmund holt man mit solchen Leistungen nicht mal den Gutschein für einen Blumentopf.

PS: Wenn Lukas gleich zwei Tore schießt, hat er mit seiner Kritik mehr als Recht gehabt.


PS an den Autor: sehr gut geschrieben, Dank dafür und ein dickes Plus!

[ nachträglich editiert von Rheinnachrichten ]

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