12.02.12 09:03 Uhr
 5.932
 

Festplatten: Neue Speichermethode dank Hitze

Normalerweise wird zur Speicherung von Daten auf magnetischen Medien, ein externes Magnetfeld eingesetzt. Doch Forscher haben nun herausgefunden, dass dies mit einem Hitzepuls, hervorgerufen durch einen Laser, nicht nur schneller vonstatten geht, sondern möglicherweise auch mit weniger Energie.

Im Prinzip sitzen in Speichermedien, wie Festplatten kleine Magnete, die einen positiv und einen negativ geladenen Pol besitzen. Je nach Ausrichtung stellt ein Pol, die Informationseinheit "eins" oder "null" dar.

Bisher wurde eine entsprechende Ausrichtung für den jeweiligen Zustand durch ein externes Magnetfeld verursacht. Mit der neuen Methode wird der Magnet kurzzeitig aufgeheizt und pendelt zwischen der Informationseinheit eins und null, stellt sich letztendlich aber durch innere Kräfte auf einen Zustand ein.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Marius2007
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Hitze, Magnet, Speichermedium
Quelle: derstandard.at

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Seltenes Wetter: Hawaii ist schneebedeckt
Russischer Raumtransporter verloren
Studie: Religiöse Rituale wirken auf unser Gehirn wie Drogen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
12.02.2012 09:20 Uhr von nohbgub
 
+2 | -4
 
ANZEIGEN
"externes Magnetfeld": Nicht verstanden(?), aber gut.(!)
Kommentar ansehen
12.02.2012 10:04 Uhr von ThomasHambrecht
 
+12 | -1
 
ANZEIGEN
Mich erinnert das an die magnetooptischen Laufwerke, die in den 90er Jahren schon auf eine Scheibe in CD-Grösse damals tolle 1,28 GB speichern konnten, als die Rechner noch ohne CD-Laufwerke verkauft wurden. Grössere Scheiben hatten schon 4,5 GB. Da wurde auch durch Hitze und Laser das Bit gesetzt. Zu der Zeit war aber eine Festplatte mit 300 MB das höchste der Gefühle.
Kommentar ansehen
12.02.2012 11:01 Uhr von blz
 
+3 | -3
 
ANZEIGEN
wie ich den Artikel verstanden habe, richtet der kurze Hitzeimpuls die Elementarmangete innerhalb des Materials (für ein Bit) neu aus. Wie z.b. wenn man Eisen magnetisiert. Neu ist, das man das mit Hitze auch machen kann.
Wie man es beeinflussen kann in welche Richtung das Feld dann zeigt wird aber nicht aufgezeigt.

@chorkrin: SSDs basieren auf MOS Speicher. Sie werden also immer bei einer Zustandsänderung des Speichers eine ganze Menge Energie benötigen. Wieso sollte man also nicht nach Alternativen suchen?
Kommentar ansehen
12.02.2012 11:55 Uhr von Jaecko
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@ThomasHambrecht: Das war/ist nicht nur bei den MO-Laufwerken so. Auch die kleinen Minidisk-Geräte verwenden diese Technik.
Kommentar ansehen
12.02.2012 12:42 Uhr von Again
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
"Magnete, die einen positiv und einen negativ geladenen Pol " Magnete haben einen Nord- und Südpol.

Ich versteh aber nicht, wie man gezielt ein 0 oder 1 erzeugen kann. Scheint eher eine 50:50 Chance zu sein, was dann aber Kontrollen und eventuelle Wiederholungen nötig machen würde.

[ nachträglich editiert von Again ]
Kommentar ansehen
12.02.2012 15:49 Uhr von Guschdel123
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@ werasd: Hiermit sind die sog. ´´Spins´´ gemeint.
Ein Spin hat durch seinen eigenen Drehimpuls entweder die Eigenschaft 0 oder 1, wodurch dann im Prinzip der Bit gespeichert werden könnte. Bislang ging man allerdings davon aus, dass Hitze diesen Spin zunichte machen würde.
Kommentar ansehen
12.02.2012 15:56 Uhr von Madam_Sprout
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
pendelt sich zwischen 1 und 0 ein...

Cool die haben einen Zufallsgenerator erfunden.
Kommentar ansehen
12.02.2012 16:18 Uhr von Justus5
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@chorkrin: SSDs basieren auf Flash. Das ist eine Chip-Technologie, und Chips sind nun mal wesentlich teurer zum Herstellen als magnetisch beschichtete Disks.
Aktuell ist es ungefähr der Faktor 20 (grober Durchschnittswert).
SSD bekommst Du im Laden für 2 USD pro GByte, Festplattenlaufwerk für 0,10 USD pro GByte. Da wird sich auf absehbare Zeit nicht viel dran ändern.
Der Faktor geht sicherlich zurück, auf 1:18, oder 1:15 in den nächsten Jahren.
Aber Fakt ist: SSDs bleiben deutlich teuerer als Festplatten in den nächsten Jahren.
Kommentar ansehen
12.02.2012 21:52 Uhr von Mecando
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@Again: Die Problematik hast du richtig erkannt.
Die Info in der News ist falsch.

Nord- bzw. Südpol, oder besser gesagt die Ausrichtung dieser kleinen Minimagnete steht nicht für 0 oder 1.
Es ist eigentlich der Übergang zwischen den Magneten unterschiedlicher Ausrichtung der als Information gewertet wird. Gleichbleibend (N und N oder S und S) wäre da 0 und eine Änderung von N auf S, oder S auf N, wäre eine 1.
Bei optischen Datenspeichern wäre es der Übergang von Lands auf Pits und umgekehrt.
Kommentar ansehen
12.02.2012 23:52 Uhr von Petaa
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@ThomasHambrecht: Hab so ein Teil noch im Keller in der "Rarität nicht wegwerfen" Kiste :-)

Leider haben sich die Dinge nicht durchgesetzt weil sie einfach zu teuer in der Herstellung waren da die kritischen Produktionsprozesse sehr sehr viel Ausschuss produziert haben. Auch die Haltbarkeit der Datenträger war ein kleines Problem. Mein Laufwerk im Keller z.B. hat keinen funktionierenden Datenträger mehr um es mal testen zu können....

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Österreich: Van der Bellen wird neuer Bundespräsident
Türkische Währung auf Talfahrt: Präsident ruft Landsleute zum Devisentausch auf!
Michigan: Wahlkampfhelfer von Donald Trump wurde wegen Wahlbetrugs verurteilt


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?